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Urlaub in Elba und Korsika 01.-23.09.2018

 
 
Freitag 31.08. - Samstag 01.09.2018
Ankunft auf Elba: Wanderung um den Monte Calamita: 16,5 km, ca 4h
Freitags am frühen Nachmittag ging es los, über Nacht Richtung Italien, am frühen Samstagmorgen ging unsere Fähre nach Elba. Die Fahrt wird irgendwie von Mal zu Mal gefühlt auch länger.
Nach etwa einer Stunde Überfahrt, die wir größtenteils verschlafen haben, waren wir da. Da es ja noch viel zu früh war um einen Campingplatz zu suchen machten Nina und ich uns auf, unsere erste kleine Tour auf Elba zu drehen. Es wurden 16,5 interessante Kilometer. Erst etwas oberhalb der Küste entlang bevor es durch eine Ferienanlage hoch auf die ersten "Berge" ging. Leider zog es sich immer mehr zu und in der Ferne wurde es richtig schwarz. Wir schafften es nicht ganz vor dem Gewitter zum Museum und auch wenn wir das schlimmste so verhindern konnten, waren wir doch gut nass geworden. Nach einem wirklich heftigen Gewitterschauer schien schnell wieder die Sonne und wir machten uns auf die Suche nach der Letterbox, die hier liegen sollte. Es passte nicht so alles, trotzdem fanden wir am Ende das Logbuch, allerdings ohne Stempel. Danach ging es zum Campingplatz und abends gab es das erste Urlaubs-Grillen!!!

Sonntag 02.09.2018
unser 2. Tag auf Elba: GTE Cavo - Casa Marchetti: 22,5 km, ca 5h
Wir lernt man einen Ort am besten kennen, zu Fuß! Und deshalb ging es heute los mit unserer großen Wanderung auf Elba. La Grande Traversata Elbana (GTE). Heute ging es auf die erste Etappe die Insel zu durchqueren. Gute 22km über herrliche Berge, mit echt gigantischen Aussichten!
Wir wählten natürlich gleich mal den längeren Start, der uns herrlich durch den Wald noch oben führte. Schon hier gab es herrliche Ausblicke. Am Mausoleum angekommen konnte man den Blick schweifen lassen, bevor es weiter hinauf zum ersten Berg ging.
Und so ging es dann von Berg zu Berg, mal durch den Wald, mal auch eher sandig und felsig und gut warm, trotz der Wolken. Und immer wieder gespickt mit tollen Ausblicken auf den Start unserer Tour, aber auch fast über die komplette Insel nach Westen und alles was im Meer so drumrum liegt. Einfach gigantisch.
Und dazwischen langen dann sehr malarisch vereinzelte Bergdörfer an den Hängen. Die sehen oft aber nur auf die Distanz so toll aus, aus der Nähe ist leider viel dem Verfall preis gegeben.
Das letzte Stück zog sich über eine breite Schotterpiste und dann durch den Ort und war wirklich das erste kurze Stück das uns nicht so gefallen hat. An der Casa Marchetti wartete dann bereits Papa auf uns und zurück ging es zum Campingplatz für einen gemeinsamen Abend.

Montag 03.09.2018
Tag 2 auf dem GTE: Casa Marchetti – Monte Perone: 31,5 km, ca 8:30h
Die erste Hälfte war eher langweilig, die zweite entschädigte dafür mit tollen Wegen und herrlichen Aussichten!
Ein kurzes Stück ging es noch ganz nett den Berg wieder hoch. Doch dann erreichten wir auf der Höhe eine breite Schotterpiste, der wir bis zum Ende der 1. Hälfte folgten (laut Buch war das eine Etappe). Einzige ausnahmen aus der Eintönigkeit waren wenige halbherzige Blicke die man auf Portoferraio hatte, aber die waren selten und nie ganz Baumfrei. Aber immerhin ließ es sich gut gehen und so kamen wir super schnell voran und erreichten bereits am frühen Nachmittag unser eigentliches Etappenziel. Na wenn das so weiter geht, können wir die nächste Etappe ja auch noch dran hängen, vorallem da wir gestern im Hügeligeren auch viel schneller waren als angegeben.
Gesagt getan und so werteten wir die Etappe mit einem tollen 2. Teil noch gehörig auf. Gleich zu Beginn der Anstieg ging schon wieder auf schmalem Pfad und ließ nach erklimmen der Höhe auch wieder wirklich tolle Blicke zu, vorallem auf den Höchsten Berg Elbas. Diesen überquerten wir aber noch nicht, nicht heute. Ursprünglich hatten wir ja die längere Variante der GTE geplant, aber da wir nun ja schon die letzte Etappe gingen, entschieden wir heute die kürzere Variante zu gehen.
Am Monte Capanne vorbei, zog sich der Abstieg über Felsblockhalden aber ganz schön, auch wenn er wunderschön war. Schließlich entschieden wir uns für eine kleine Abwandlung und stiegen etwas früher ins Tal ab und folgten diesem herrlich im schattigen Wald am Bach entlang rauszuß bis ans westliche Ende von Elba.

Dienstag 04.09.2018
Monte Capanne und letzter Tag auf der GTE: Monte Perone – Patresi: 18,5 km, ca 6:30h
Heute ging es zuerst hoch auf den Monte Capanne, Elbas höchster Berg, der einzige mit 1000m. Und das heute sollte auch unsere längste Etappe werden, mit 31km und etlichen Höhenmetern.
Der Monte Capanne war nicht so toll, der Weg hoch war schön, aber auch anstrengend, die Ausblicke herrlich, aber oben war alles zugebaut und einfach zu viel los, die Seilbahn, das Ausflugslokal, alles nicht unseres. Aber so hatte auch Papa die Chance, die herrliche Aussicht zu genießen und Elba von oben zu sehen.
Viel schöner war die folgende Etappe. Wir stiegen erst wieder ein Stück auf dem Hinweg bergab um dann auf die nördliche Variante der GTE zu treffen und dieser bis an die Küste zu folgen. Allein der Weg nun am Hang entlang bis zum nächsten Gipfel war toll. Dort dann erneut herrliche Aussicht, aber ohne Tourismusattraktionen, Natur pur!
Auch heute gab es erneut herrliche Wege, herrliches Wetter, herrliche Aussichten!

Mittwoch 05.09.2018
letzter Tag auf Elba
Heute war unser letzter Tag auf Elba, abends ging unsere Fähre nach Korsika. Unsere große Wanderung war abgeschlossen, trotzdem wollten wir noch eine kleine Runde Laufen und so entschieden wir uns hoch zum Castello del Voltterraio zu steigen. Ein kurzer Spaziergang, der uns ein paar herrliche Aussichten bescherte! Aber leider war das Castello dann doch eine Enttäuschung, alles zu man konnte nichts besichtigen, noch nicht mal den Innenhof. So sind wir wenigstens noch einmal ausenrum geklettert und konnten nochmal einen gigantischen Blick auf das Castello und die Küste werfen. Was für ein Blick!
Danach wollten wir eigentlich noch an den Strand, aber das ist in Elba so ein Problem, Strände gibt es eher weniger und die sind überfüllt, Parkplätz kaum zu bekommen. Nach dem wir eine Weile rum gefahren waren entschieden wir uns, lieber ein gemütliches Picknick zu machen und da viel uns der schöne Platz ein, an dem wir bei unserer Wanderung vorbei gekommen waren. Zwar ein Stück zu fahren, aber dafür hatten wir ein wirklich tolles, entspanntes Picknick mit den Hunden!
Abends ging es dann mit der Fähre rüber nach Korsika...

Donnerstag 06.09.2018
Monte Sant Angelu oder der falsche Weg: 12 km, ca 4h
Heute sollte es unsere erste kleine Tour auf Korsika werden. In der Nähe von Bastia wollten wir den Aussichtsberg Monte Sant Angelu besteigen. Der Weg führte über recht zugewachsene Pfade nach oben bis zur Felswand des Berges. Hier ging es an der Wand entlang und dann von hinten hoch. Die schmalen Pfade waren schon schön, aber oben die Felswand dann wirklich beeindruckend. Schon dafür hatte sich der Weg gelohnt.
Und irgendwie sollte es nicht Pepes Tag werden. Auf dem Weg hoch ging es eng zwischen zwei Felsen durch und im falschen Moment zog Charly an und sie rannte mit dem rechten Oberschenkel voll gegen den Felsen (ein hübscher, großer blauer Fleck war die Folge). Oben angekommen hatte es sich zugezogen und so machten wir ein paar Gipfelbilder von uns, aber mit Aussicht war es nix, schade...
Runter wollten wir einen anderen Weg nehmen. Das erste Stück war gleich, dann ging es in die andere Richtung. Bald darauf ging ein Weg ab, und da hätten wir wohl Abbiegen müssen. Aber wir folgten dem Weg weiter (Markierungen gab es leider keine) und der Weg war auch gut zu laufen. Dann kamen die Schweine, irgendwie kamen wir heil dran vorbei, auch an den Kühen. Nun wand sich der Weg immer weiter um den Berg rum und führte dann wieder nach oben. Mist, das kann ja nicht stimmen. Ein Blick auf das GPS, die Straße ist nur 200m entfernt, lass es uns querfeldein probieren. Wir entschieden uns dafür, weil das Wetter nun immer schlechter wurde, es zu donnern anfing und wir hofften so vor dem Gewitter an der Straße zu sein (wo uns Papa abholen könnte) So kämpften wir uns 150m durch Macchia und Unterholz und dann standen wir an einem senkrechten Felsabhang, hier ging es nicht weiter, Mist. Also blieb uns nichts anderes übrig als wieder zurück. Auf halben Weg hoch (wir hatten gerade die Schweine hinter uns gelassen) holte uns das Gewitter ein. Bevor der Regen richtig los ging erreichten wir zwei alte, im Wald entsorgte Autos, die wir kurzerhand als Unterschlupf nutzten. Immer wieder von den Schweinen umlagert saßen wir hier eine Stunde fest bis das schlimmste durch war.
Derweil erlebte Papa auch sein Abenteuer. Er bewies das man auch auf einem maximal 6 Meter breiten weg mit einem über 5 Meter langen Auto wenden kann, was er allerdings auf einem Waldweg zu suchen hatte, erschließt sich uns nun nicht.
Schnell machten wir uns auf den Rückweg. Alles wieder hoch und das im Eiltempo, wobei das immer normaler wurde. Das letzte Stück hoch und dann runter joggend. Und hier machte Pepe dann einen richtigen schwungvollen Abgang. Irgendwo ist sie wohl hängen geblieben... Das Ergebnis, ein blaues, aufgeschürftes linkes Knie, eine komplett blaue linke Hüfte und einen kleinen Cut im linken Ohr vom Foto. Dem galt auch ihr erster Blick, alles heil. Nachdem es sie kurz darauf noch ein zweites Mal auf die Fresse haute, beschließen wir doch einen Schritt langsamer zu machen... Trotzdem erreichen wir halbwegs trocken die Straße wo Papa schon auf uns wartet.
Trotz allem war es eine schöne Tour, In einer herrlichen Landschaft!

Freitag 07.09.2018
Weiterfahrt und alles fliegt
Nächster Stop, der Camping Rondinara, zwischen Porto Vecchio und Bonifacio.
Morgends ging es nochmal eine Runde an den Strand, kurz toben, dann eine Runde baden mit Jill und Tay. Noch einmal diesen herrlichen Strand genießen, der ist einfach nur gigantisch. Kilometer langer Sandstrand und zu dieser Jahreszeit unendlich viel Platz. Danach zusammenpacken und weiterfahrt in den Süden der Insel. Am Nachmittag erreichten wir unseren "neuen" Campingplatz und machten erstmal ein Picknick. Es war sehr windig und so gestaltete sich der anschließende Zeltaufbau als schwierig, vor allem weil auch der Boden sehr hart war. Aber am Ende hatte Pepe doch genug Heringe in den Boden bekommen, dass uns auch der Wind nix mehr anhaben konnte. Nur Nina legte noch eine Flugstunde hin, den Abhang runter. Und dank einer geschützten Ecke zwischen Zelt und Hang pustete der Wind den Kocher auch nur einmal aus...

Samstag 08.09.2018
Ausflug nach Bonifacio, Rother Wanderführer Tour 42: 10 km, ca 2:30 h
Heute war ein Tagesausflug nach Bonifacio geplant. Eine Wanderung an den Klippen entlang zu einem Badestrand. Eine total tolle Tour, allerdings starteten wir mit kleinen Schwierigkeiten. Es war kein Parkplatz zu bekommen und so fuhren wir einmal im Kreis durch die Stadt, bis Papa ein Plätzchen fand wo er uns rauslassen konnte. Charly verbrachte den Tag mit Papa, sie drehten eine Runde durch die Stadt und gönnten sich gemeinsam ein Eis. Nina und Pepe zogen mit Tay und den Mädels los, vom Hafen hoch auf die Klippen und dann immer am Rand entlang aus der Stadt raus Richtung Leuchtturm. Von hier hatte man immer wieder phantastische Blicke zurück auf Bonifacio und die Klippen!!!
Am Badestrand ging es dann auch erst mal vorbei zum Leuchtturm und von dort noch ein Stück weiter zu einem tollen Überhang. Hier führte dann auch ein Weg ein Stück ins Land rein, so dass wir eine Runde drehen konnten und nicht denselben Weg wieder zurücklaufen mussten. Nächster Stopp war dann der Strand und eine Runde baden im Meer!
Zurück zur Militärstation, wo wir uns mit Papa treffen wollten. Der ließ aber auf sich warten, weil er sich mal wieder verfahren hatte, bzw. die falsche Straße gewählt hatte. Das wird doch nicht zur Gewohnheit werden? Letztendlich kam er aber dann doch an und wir gingen nochmal zusammen vor an die Klippen, einen letzten herrlichen Blick auf Bonifacio werfen.

Sonntag 09.09.2018
Ein Tag am Strand.
Viel gibt es dazu nicht zu sagen, einfach traumhaft. Sonne, Strand, türkisfarbenes Wasser. Die Hunde hatten viel Spaß! Und wir konnten so richtig relaxen. Und selbst Mun ist ne Runde geschwommen.

Montag 10.09.2018
Und los geht's
Heute ging es also los mit dem Mare a Mare Süd. Die erste Etappe führte uns von Porto Vecchio (ok, nicht ganz) nach Levie: 22 km, ca 6h
Da das erste Stück von Proto Vecchio über Straßen bis zum "eigentlichen" Startpunkt führt, schenkten wir uns dieses und ließen uns von Papa hinfahren. Das war nicht ganz so einfach, die richtigen Straßen zu treffen aber schließlich standen wir am Schild, hier ging es los. Und wie nicht anders zu erwarten, natürlich erstmal steil den Berg hoch. Leider auch über Fels, Sand und Geröll, ohne Schatten. Das machte uns, aber vor allem auch den Hunden ganz schön zu schaffen, vor allem Charly, so dass wir ihn nach der Hälfte bei Papa zurück ließen. Dazu trafen wir uns in L'Ospedale an der Kirche mit ihm, wo wir auf den Stufen auch gleich noch gemeinsam zu Mittag aßen.
Weiter ging es auf herrlichen Wegen, über Felsen und durch Wald mit grandiosen Aussichten und toller Landschaft!
Papa zog derweil mit dem Zelt um, was leider nicht ganz so einfach war, da die Campingplätze nicht as waren, was wir erhofft hatten... Aber er fand schließlich einen passenden. Leider dauerte das etwas und so mußten wir in Levie an der Kirche eine weile auf ihn warten. Nachdem das Zelt endlich stand und alles eingerichtet war, genossen wir müde, aber zufrieden den Abend.

Dienstag 11.09.2018
Cucuruzzu und Capula: 9 km, ca 4h
Heute ging es zusammen mit Papa zu zwei Antiken Städten, Cucuruzzu und Capula. Hier waren Nina und ich vor vielen Jahren schonmal, eine echt tolle Runde und nicht so lang, so dass auch Papa sie problemlos bewältigen kann. Der Weg führt auf toll hergerichteten Pfaden, zwischen Trockenmauern entlang zu den beiden Stätten. Auch diese sind ordentlich herausgeputzt und es gibt einiges zu entdecken. Unterstützt wird das ganze durch einen Audioguide, der einem nicht nur einiges zu den Städten, sondern auch zum uralten Wald erzählt. Und zusätzlich gibt es auch noch ein Heftchen mit Informationen, natürlich alles auch in Deutsch! So wandern wir gemütlich durch den teilweise uralten Wald und geniesen die Aussichten. Am Ende trennen sich dann unsere Wege, während Papa das kurze Stück zurück zum Auto geht gehen wir noch ein Stückchen weiter auf dem Mare a Mare bis Quenza, wo uns Papa erneut an der Kirche einfängt. Ein gemütlicher Abend am Zelt rundet den tollen Tag ab!

Mittwoch 12.09.2018
Ein weiterer Tag auf dem Mare a Mare
Von Quenza nach Santa Lucie di Tavano: 21,5 km, ca 6:30h
Eine Eselsweide als Campingplatz, und baden stand heut hoch im Kurs
Heute ging es erneut auf den Mare a Mare. Nach einem ersten Anstieg wurde es gemütlicher. Immer wieder kreuzten wir Bäche, die vor allem die Hunde zum Baden animierten.
Neben tollen Aussichten (warum ist der Berg da so rot?!) gab es auch heute tolle Wege. Leichtes Dschungelfeeling als wir durch einen mit hohem Farn bewachsenen Weg mssten. Das kannten wir so von Korsika nicht, unsere bisherigen Wege waren meist eher steinig und trocken , wenig bewachsen oder führten uns durch den Wald. Dann erreichten wir Sierra die Scopamene, den Ort, an dem wir ursprünglich auf den Campingplatz wollten. Papa hatte uns ja schon erzählt, dass es dort keinen Campingplatz gibt, bzw. keinen Campingplatz im herkömmlichen Sinne. Es gibt eine Campingwiese, na ja, ok, ich hätte es eher als Eselsweide bezeichnet, denn die waren dort mehr vertreten als Zelte (aber eins stand trotzdem da).
Am Rizzanese, einem etwas größeren Bach, legten wir eine Mittagspause ein und Nina nutze gleich auch die große Badegumpe zum Schwimmen. Ich paßte derweil auf die Hunde auf, mir ist das doch etwas zu kalt...
Danach ging es erneut den Berg hoch und wir genossen noch einmal die schönen Aussichten bevor wir uns in Santa Lucie di Tavano wieder mit dem Papa trafen und zu einem gemütlichen Abend auf den Campingplatz zurück kehrten.

Donnerstag 13.09.2018
Plateau du Coscione
Rundewanderung vom Refuge de Bucchinera; Um den Castellu d’Ornuccio: 11,5 km, ca 3:30h
Heute unterbrachen wir unsere Mare a Mare Wanderung um eine Runde auf dem Platteau du Coscione zu drehen. Die Zufahrt war etwas abenteurlich, da wir ja etwas Probleme mit der Stoßdämfung unseres Autos hatten und die Starße da hoch ein einziges Schlagloch war. Aber langsam und vorsichtig kamen wir oben an, auch wenn wir da zwischendrin echt nicht mehr dran geglaubt hatten. Und was soll ich sagen, es hat sich aber sowas von gelohnt! Was für ein toller Ort, was für eine Landschaft! Also man sollte es wirklich wagen!
Unsere Wanderung begann mit etwas Problemen, wir fanden erstmal den richtigen Einstieg nicht. So folgten wir dem falschen Weg, merkten dies aber bald und schlugen uns dann leicht querfeldein, an ein paar Sauen vorbei auf den richtigen Weg. Fortan ging es durch herrliche Felslandschaften, an Felshügeln und Bächen vorbei und am Schluss durch die Hochwiesen zurück. Und alle Bereiche waren unterschiedlich und doch ähnlich, sanft und wild in einem und einfach nur wunderschön. Erste Probleme gabs an der Hütte, als die Beiden Hunde die unten schon aufgetaucht waren, eher unsichere Gesellen, die aber noch 2 weitere im Schlepptau hatten und Nr. 3 war alles andere als freundlich drauf und hatten ruck zuck Tay eingekesselt, dem nun nichts anderes mehr übrig blieb als sich den Weg frei zu kämpfen. Ein Blick, den Aggressor gepackt, eine auf die Mütze und dann ist Tay abmarschiert. Keine unnötige Prügelei, dieser Bursche ist in seiner Freundlichkeit der Hammer. Oben auf dem Plateau hatten wir, bzw. Tay die nächste etwas unschöne Begegnung mit einem stattlichen Eber, aber Tay gab ihm Kontra und meisterte das hervorragend, so nach dem Motto, hey, blöd anmachen laß ich mich nicht, und nun laß mich vorbei, ich will keinen Streit. Ich und die Mädels stahlen uns dann schnell vorbei, bevor der Kerl noch auf dumme Ideen kommt (die schwarze Wutz auf den Bildern, dass war er)....
Charly machte sich derweil einen gemütlichen Tag mit Papa, drehte mit ihm eine kleine Runde auf dem Hochplattau und ruhte sich heute viel aus.
Charly hatte am meisten mit der Hitze zu kämpfen und so taten ihm die Tage mit Papa richtig gut!

Freitag 14.09.2018
Mare a Mare Süd Santa Lucie di Tavano – Burgo: 20,5 km, ca 5:30h
Heute ging es wieder eine Etappe auf dem Mare a Mare Süd, unsere letzte Etappe. Papa sollte derweil nach Propriano umziehen, was sich als schwieriger rausstellte als gedacht. Nach einer kleinen Odysse landeten er auf einem hübschen Campingplatz bei Porto Pollo, leider mit idiotischen Nachbarn, so dass wir nach unserer Ankunft unser Zelt nochmal umbauten.
Wir machten uns am Vormittag auf den Weg, erneut ging es durch Wälder, über "Berge" und an Bächen vorbei. Da es erneut heiß und sonnig war freuten sich die Hunde über jeden Bach und vorallem Tay nutzte die Gewässer zum planschen. Da Mun inzwischen in der Standhiltze war, konnten wir nicht alle Hunde mitnehmen, da ich Mun nicht zu einem der intakten Rüden packen kann und die Rüden ja nunmal auch nicht zusammen laufen können. Und so durfte Charly den Tag mit Papa verbringen, der ihn wie immer verwöhnte.
Wir genossen die Zeit, genossen die Landschaft. Gegen Mittag erklommen wir einen Berg, der Wald ging nun zurück und das Gelände war richtig ausgetrocknet. Eigentlich hatten wir gehofft hier oben ein schönes Plätzchen für eine Pause zu finden, aber da war nix. Auf der anderen Seite ging es nur leicht abwärts und wir folgten lange einem schmalen Pfad dem Hang entlang. Kaum Schatten und zum Teil auch schwierig zu gehen. Unter einem einzelnen Baum legten wir eine kurze Pause ein. Auf unserem Weiterweg bogen wir nun falsch ab, merkten dies nach einiger Zeit und versuchten einen Weg quer rüber, der aber an einer Mauer und viel Gestrüpp endete. Unser eigentlicher Weg war nicht weit, aber durch Zäune, Mauern und Gestrüpp war kein Durchkommen. Also alles wieder zurück und diesmal den richtigen Weg eingeschlagen. So langsam näherten wir uns Fozzano, ein netter kleiner Ort, den wir durchquerten. Nun war es nicht mehr weit nach Burgo, wo unsere Mare a Mare Süd Wanderung enden sollte. Burgo ist ein winziger Ort, nur ein paar Häuser. Für uns komplett uninteressant, leider gab es auch kein schönes Schattiges Plätzchen, wo wir auf Papa warten konnten. Und durch seine Campingplatz Suche war er spät dran und so liefen wir auf der Straße weiter. An der nächsten Großen Kreuzung, 3km von Burgo entfernt, liesen wir uns dann im Schatten eines Stromkastens nieder und warteten auf unseren Abholservice. Endlich am Camping angekommen, die Zufahrt dorthin war mit unserem kaputten Auto eine echte Herausforderung, vor allem weil die Löcher so tief und die Wellen so hoch waren, dass wir mehrmals aufsetzten, suchten wir uns nach einiger Diskussion einen neuen Stellplatz, bauten endlich alles auf und genossen den Abend mit Würstchen (es gibt nix besseres als leckere gegrillte korsische Würstchen) und Salat.

Samstag 15.09.2018
Ein weiterer Tag am Strand
Nachdem Papa am Vortag nach Porto Pollo umgezogen war (und das war echt stressig, er fand erst keinen Campingplatz und dann hat er das Zelt neben einer Gruppe Deutsche aufgebaut, die sich wegen jeder Kleinigkeit aufgeregt haben, aber ihren Köter frei rumrennen lassen (und Mun war ja läufig), also sind wir nochmal umgezogen nach vorne, wo wir dann unsere Ruhe hatten) haben wir heute erneut einen Tag am Strand verbracht. Die Hunde konnten sich so richtig austoben und wir haben die Sonne und das Meer genossen. Und da der Campingplatz direkt am Meer liegt, war auch das tauschen der Hunde kein Problem und auch Papa konnte mitkommen zum Baden.

Sonntag 16.09.2018
Unser erster Tag auf dem Mare e Monti. Zwischen Bergen und Meer...
Mare e Monti Süd Burgo – Porto Pollo: 24,5 km, ca 6h
Heute ging es wieder on Tour, gestartet sind wir in Burgo, also dem Ort, an dem wir unsere letzte Etappe auf dem Mare a Mare beendet hatten. Der Weg führte uns erneut durch herrlich alte Wälder, auf Berge mit tollen Aussichten bis hin zum Meer, vorbei an verlassenen Hütten und durch wunderschöne korsische Dörfer. Das ganze über schmale Pfade, von Trockensteinmauern gesäumten Wegen, über Fels und Geröll auf märchenhaften Wegen.
Auch heute war es wieder sonnig und sehr warm und so genossen wir unsere gemütliche Mittagspause in Olmeto. Da wir am Nachmittag noch recht früh die Straße erreichten beschlossen wir, nicht Papa anzurufen sondern die letzten Kilometer bis zum Campingplatz doch noch zu laufen, auch wenn es nun die ganze Zeit an der Straße lang ging und es sowas wie Gehwege hier natürlich nicht gibt...
Wieder am Campingplatz angekommen genossen wir noch den Nachmittag und eine warme Dusche. Nach dem leckeren Abendessen machten wir noch einen schönen Spaziergang am Strand entlang, einfach herrlich!

Montag 17.09.2018
Ein Campingplatz direkt am Strand, es gibt nichts Besseres
Heute verbrachten wir einen gemütlichen Tag am Strand. Nachdem das Wetter etwas wechselhaft war, mit ordentlichem Gewitter, waren wir froh, dass es dann doch die meiste Zeit sonnig und sehr warm war, so dass es doch die richtige Entscheidung war, den heutigen Tag am Strand zu verbringen. Es ist einfach herrlich in der Nachsaison, am Strand ist fast nichts los, das Meer und der Sand sind noch immer herrlich warm und wir können uns so richtig breit machen und den Tag einfach genießen.
Und wie sollte es anders sein, beschlossen wir diesen gemütlichen Tag mit unserem Lieblingsessen, gegrillte korsische Würstchen mit Salat!

Dienstag 18.09.2018
Unser zweiter Tag auf dem Mare e Monti. Zwischen Bergen und Meer...
Mare e Monti Süd Porto Pollo – Pietrosella: 23 km, ca 6h
Es wird klar, dass wir mit der lädierten Federung vom Scudo so am Wochenende nicht heim fahren können, also will sich Papa, nachdem er uns am Start unserer heutigen Wanderung abgesetzt hat auf die Suche nach einer Werkstatt machen.
Es ist sonnig und heiß, also ganz normales Korsikawetter. Und so machen wir uns gut gelaunt auf eine weitere Etappe auf dem Mare e Monti Süd.
Da Mun ja läufig ist, muss nun leider einer der Buben zurückbleiben, da wir zu Mun keinen mehr „einspannen“ können. Und so läuft Pepe heute mit Mun und Jill und ich nur mit Tay.
Vor allem im ersten Abschnitt der heutigen Etappe hat man super Ausblicke auf die Bucht von Propriano.
Natürlich geht es zunächst mal bergauf, durch den Ort Serra-Di-Ferro und runter zum Strand. Doch leider ist dort viel los, so dass wir nur eine kurze Pause im Schatten machen und dann direkt weiterziehen, natürlich wieder den Berg hoch. Und in einem Bogen, meist durch Wald, nach Coti-Chivari.
Von hier aus führt uns der Weg wieder von der Küste Weg, mehr Richtung Berge und natürlich auch wieder mehr hoch. Die meiste Zeit führt uns der Weg durch Wald, aber auch heute sind wieder freie Etappenstücke dabei, wo Schatten rar ist.
Schließlich erreichen wir Pietrosella unser heutiges Etappenziel. Schon die letzte Weile wurde der Himmel immer trüber und dann fängt es an zu regnen, aber zum Glück stehe wir trocken, während wir auf Papa warten.
Papa hat immerhin gute Nachrichten, die benötigten Ersatzteile sollen schon morgen kommen…

Mittwoch 19.09.2018
Viel Wald und natürlich auch etwas Aussicht, der letzte Tag auf dem Mare e Monti Süd
Mare e Monti Süd Pietrosella – Porticcio: 16 km, ca 4h
Heute ist das Wetter dann nicht ganz so gut, die meiste Zeit bewölkt, aber trocken, erst auf der Heimfahrt kommt dann auch etwas Regen. Und warm ist es natürlich trotzdem.
Für uns gibt es eine weitere Etappe auf dem Mare e Monti, in erster Linie durch den Wald. Korsischer Wald ist natürlich ganz anders als unser heimischer Wald. Meist nur Krüppelkiefern und Gestrüpp. Dazu Olivenbäume und andere Südländische Bäume, die es bei uns nicht gibt. Alles in allem halt alles viel trockener, die Böden sind sandig, felsig und einseitiger. Aber gerade durch das ganz andere für uns auch sehr schön. Und ich lieben den Geruch, für mich ein Geruch nach purem Sommer!
Die Strecke ist heute mit 16 km nicht ganz so lang. Wieder haben wir nur Tay und die Mädels dabei und Charly ist mit Papa unterwegs. Der leider feststellen muss, dass es das Ersatzteil noch nicht gibt, hoffentlich kommt es noch rechtzeitig!

Donnerstag 20.09.2018
Strand und Faulenz Tag am Campingplatz
Nach 2 Wandertagen in Folge gönnen wir uns heute erneut einen Tag am Strand. Was hier ja wirklich total Klasse ist, da der Campingplatz direkt am Strand liegt und somit die Hunde nicht den ganzen Tag mit sind, die lieben zwar das Meer (ok außer Mun), aber den ganzen Tag im Meer und Sonne, wäre für sie dann doch etwas viel. Und vor allem können wir so in wechselnden Paarungen, Menschen wie Hunde an den Strand, da Charly und Tay ja nun mal nicht zusammen mit an den Strand können.
Und vom Wetter her haben wir uns auch den richtigen Tag dafür ausgesucht, es ist sonnig, mit ein paar wenigen Wolken und heiß.
Es wird fröhlich durchs Wasser getobt, außer Mun, die residiert auf ihrem Schwimmbrett!, sich im Sand paniert oder im Schatten der Strandmuschel gedöst. Gekuschelt und gespielt, und einfach den Tag genossen.

Freitag 21.09.2018
das Ersatzteil ist da!
Es folgt ein weiterer Faulenztag, da heute das Ersatzteil für den Scudo gekommen ist. So bringen wir den Scudo gemeinsam in die Werkstatt. Und während Papa mit Charly einen Stadtbummel macht, gehen Pepe und ich mit Tay, Jill und Mun an den nahe gelegenen Strand.
Und so wiederholt sich das Spiel von gestern, nur andernorts. Schwimmen, planschen, panieren, faulenzen….

Samstag 22.09.2018
Val d’Ese: Rother Wanderführer Tour 31: Bergeries des Pozzi: 16 km, 4:30h
Der letzte Tag ist angebrochen. Schon gestern haben wir das meiste gepackt, so dass wir heute nur noch den Rest und natürlich das Zelt zusammenpacken müssen und den Tag dann nochmal mit etwas wandern verbringen können, bevor es heute Abend dann nach Ajaccio zur Fähre geht.
Damit uns der Abschied nicht ganz so schwerfällt, ist es heute nicht ganz so warm, oben gehen dann sogar mit langen Klamotten wandern. Aber die Sonne lässt sich schon auch blicken, auch wenn es heute etwas mehr Wolken gibt.
Wir haben uns für eine Tour aus dem Rother Wanderführer im Val d’Ese entschieden. Mit dem nun wieder heilen Scudo fährt es sich gleich nochmal so gut die Bergstraße zur Talstation. Unsere Wanderung beginnt am Skilift, den wir erst mal hoch schnaufen.
Danach geht es oben knapp neben dem Grad einen wunderschönen Bergpfad entlang. Ewig könnten wir so weiter gehen. Der Weg ist wunderschön, relativ gut zu gehen, wenn auch schmal und die Aussicht ist einfach nur der Wahnsinn. Aber auch ein solcher Pfad hat ein Ende und wir steigen in den nicht minder schönen Talkessel hinab. Der Talboden ist eine riesen Wiese durchsetzt mit Tümpeln und Bächlein.
Bevor wir diesem Talkessel abwärts folgen, machen wir aber noch einen Abstecher über die hintere Wand um einen Blick ins Nachbartal zu erhaschen, auf Wasserfälle und Seen.
Dann wieder zurück und durchs Tal bis vor zu der Bergerie. Der Rückweg ist nun nicht ganz so spektakulär, geht um den Berghang rum, auf eher ebenerem Pfad. Auf der 2. Hälfte begegnen uns dann auch Kühe, Schweine und vor allem Pferde, wovon ein junges uns recht aufdringlich folgt, bis ich es mal stoppe. Zum Glück sind Tay und die Mädels da völlig entspannt, auch Charly interessiert sich null für das Pferd, trotzdem geben wir ihm lieber etwas mehr Abstand.
Dann geht es zur Fähre nach Ajaccio, die uns durch die Nacht nach Toulon bringt, das wir am morgen erreichen.

Sonntag 23.09.2018
Heimreise mit Letterboxsuche
Nun beginnt die Heimreise, die neben Pinkelpausen, vor allem durch eine kurze Letterboxrunde bei Beuane unterbrochen wird. Die Box führt uns einen kurzen Berg hoch zu einem Aussichtspunkt mit Statue. Alles ist gut zu finden und so kann die Restliche Heimreise beginnen. Und schon ist ein langer Urlaub wieder viel zu schnell rum.

 

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