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Korsika 30.09. - 13.09.2010

 
 
Donnerstag 02.09.2010
Anreise
Wir sind unterwegs. Um 17:00 Uhr haben wir Neustadt verlassen. Papa fährt das erste Stück. Er entscheidet sich über Frankreich zu fahren, da gerade unter der Woche um diese Uhrzeit die A5 ziemlich voll sein dürfte. Ob es die bessere Wahl war? Um Straßburg stehen wir im Stau, fast bis zur Grenze geht es nicht mehr richtig vorwärts. Durch die Schweiz läuft es dafür gut, vorm Gotthardt wechseln wir. Auch in Italien läuft es ganz gut, bis auf das anscheinend alle Welt am Bauen ist. Die Deutschen ja sowieso, aber auch in Frankreich, der Schweiz und Italien wird kräftig an den Straßen gebaut. Die Beschilderung sagt noch, dass es gleich schmal wird und nach links auf die andere Spur geht, doch dem ist nicht so. Auf einmal ist die Autobahn gesperrt und wir landen auf der Landstraße. Am Anfang ist die Ausschilderung der Umleitung noch ok, doch dann ist sie weg. Wir stehen irgendwo in der Pampa, haben kaum ne Ahnung wo wir sind, kurz vor Milano, und erst recht keine wie wir jetzt weiter müssen. Das Navi ist nicht zu gebrauchen, das will einen nur an der nächsten Auffahrt wieder auf die Autobahn schicken, die ist aber auch noch gesperrt und hier gibt es überhaupt keine Umleitungsausschilderung. Wir fahren mehr als einen Kringel, ich bin irgendwann verzweifelt, ich habe nicht den Hauch einer Ahnung wie es weiter geht, wo ich hin muss. Irgendwann Land ich wieder auf der Autobahn, aber in die falsche Richtung, also wieder runter, doch auf die andere Richtung komm ich nicht drauf... Das einzig beruhigende daran ist irgendwie das wir nicht die einzigen sind die zu doof sind, es irren auch noch andre rum und finden die richtige Auffahrt nicht. Wir irren weiter und auf einmal haben wir es geschafft, wir sind wieder auf der Autobahn in die richtige Richtung, wir können es kaum glauben.
Das Ganze hat uns am Ende ja auch nur knapp 100 km gekostet und vor allem Nerven ohne Ende und ich war danach echt geschafft. Bei Milano fahre ich dann noch mal falsch, das Navi weiß nicht so recht was es will, drauf bleiben, ab fahren nach links oder rechts und so fahren wir hier auch noch mal einen Umweg, so dass wir am Ende wirklich 100 km mehr gefahren sind.
Kurz danach wechseln wir wieder den Fahrer, ich bin nun doch sehr müde, es ist ja auch mitten in der Nacht. Papa darf nun durch die Berge fahren, auch recht anstrengend, da die Autobahn hier viele, sehr enge Kurven macht, ein Tunnel folgt dem nächsten,...
So wechseln wir am Ende der Berge nochmal und ich fahre den Rest der Strecke bis Livorno an den Hafen, den wir um 5:00 Uhr morgens erreichen. So lange haben wir für die Strecke auch noch nicht gebraucht.
Wir schlafen noch ne Runde und dann machen wir uns kundig wo wir eigentlich genau hin müssen. Es geht wieder irgendwie zick-zack durch den Hafen von Livorno, aber die Beschilderung ist gut, so dass wir den richtigen Fähranleger problemlos finden. Die Corsica Marina wartet dort auch schon.
Lange müssen wir nun aber nicht mehr warten, schon um 7:00 Uhr beginnt das Beladen der Fähre. Das erste Mal darf ich nicht unten stehen sondern muss ganz hoch fahren. Es passt, aber die Decke ist ganz schön nah und man zieht beim hoch fahren ganz automatisch den Kopf ein. Die Fähre ist nicht voll, so dass sie großzügig parken und wir Problemlos an alle Türen kommen. In Ruhe laden wir die Hunde aus und vergessen trotzdem wieder alles andere im Auto, außer was zu trinken. So geht Papa später noch mal runter und holt eine Decke und so.
Wir richten uns gemütlich auf Liegestühlen ganz oben am Heck ein. Die Hunde um uns rum dösen wir noch etwas bis die Fähre super pünktlich um 8:15 ablegt.
Die Fahrt wird die meiste Zeit mehr oder weniger schlafend verbracht. Die lange Fahrt, dadurch ja auch nur etwas Schlaf im Auto, haben uns alle etwas geschafft. Zu früh erreichen wir Bastia, über dem ein paar Wolken hängen, es aber im Grunde schönes Wetter ist! Auch angenehm warm ist es und wir schälen uns nach und nach aus unseren langen Klamotten.
Wir machen uns direkt auf den Weg das Cap Corse hoch. Wir wollen einfach mal ein Stück fahren und schauen wie weit wir kommen. Leider bekommen wir es so gar nicht gebacken, genießen zwar die hübschen Dörfer beim durchfahren, halten aber nicht an, dabei hätte ich Erbalunga gerne genauer betrachtet, das Dorf sieht nämlich super schön aus!
Hinter Sisco machen wir an einem Strand Pause, wir wollen eine Kleinigkeit zu Mittag essen. Wir bleiben aber nicht lange und das Essen verschieben wir ins Auto, da der Wind den Sand so durch die Gegend bläßt.
Weiter geht es die Küstenstrasse entlang. Die schlängelt sich knapp hinter dem Strand die Küstenlinie entlang, durch herrliche Dörfer, an schicken Genuesentürmen vorbei. Ein solcher führt auch zum nächsten Halt.
Doch viel schneller als erwartet sind wir in Maginaggio. Hier wird nun in Ruhe das Dorf besichtigt und bei einer Cola bzw. einem Bier beratschlagt wie es nun weiter gehen soll. Ob wir hier auf dem Campingplatz bleiben sollen oder nach Centuri auf die Westseite weiter fahren sollen. Wegen der geplanten Wanderung wäre mir Centuri etwas lieber, aber eigentlich ist es egal.
So schauen wir uns den Campingplatz in Maginaggio an, eigentlich auch ein ganz hübscher Platz, aber schließlich fahren wir doch weiter.
Auf dem Weg durch Maginaggio kommen wir Gott sei Dank an einem Spar vorbei und kaufen noch schnell ein.
Die Strasse ist nun nicht mehr gut, aber sie bauen kräftig daran. In heftigen Serpentinen schlängelt sie sich über die Berge auf die Westseite. Ein Blick nach unten auf Centuri Port und ich bin völlig verliebt. Was ein herrlicher Ort, was eine grandiose Landschaft. Auch Centuri, am Hang gelegen fügt sich wunderschön ins Bild.
Wir kurven nach unten und erreichen einen Kilometer nach Centuri Port den Campingplatz. Ein wunderschöner Platz, nicht besonders groß, mit schönen schattigen Stellplätzen auch für unser riesiges Zelt. Die Sanitäranlagen sind ganz neu und absolut sauber.
Es ist schon spät, wir beeilen uns das Zelt auf zu bauen und alles einzuräumen, aber natürlich dauert das schon über eine Stunde. Schließlich kocht Pepe, es gibt Würstchen mit Salat und wir lassen den Abend ausklingen. Nach der langen Fahrt sind wir alle doch sehr müde!
Aber wir sind da und es ist so wunderschön, das Cap Corse lohnt sich wirklich so richtig!

Freitag 03.09.2010
Sentier de Donouiers
Puh, ich (Nina) bin geschafft. Es ist 20:00 Uhr, wir sind zurück am Campingplatz in Centuri, Papa kocht und Pepe macht Hundefutter. Heute waren Pepe und ich mit den Hunden auf dem Sentier de Donouiers unterwegs. Ein Patroulienpfad an der Küste des Cap Corse entlang.
Morgens sind wir zu dritt nach Maginaggio gefahren, Papa hat uns am Ortsausgang abgesetzt und sich erst mal ein Frühstück gegönnt. Während er dann mit dem Auto und etwas zu Fuß die Gegend und die Dörfer Bagaggio und Tolare am Cap erkundet hat, sind Pepe und ich zu Fuß losgezogen. Die erste Hälfte des Pfades bis Bagaggio geht es fast immer in direkter Meer Nähe entlang. Herrliche Buchten laden zum Baden ein, der Blick über die Hügel, die Macchia, das tief blaue Meer und die paar Inselchen sind herrlich.
Das Wetter ist wunderschön, strahlender Sonnenschein und sehr warm. Später sogar zu warm, denn der Weg bleibt immer in praller Sonne.
Ziemlich zu Beginn kommen wir an einer alten Kanone vorbei, wo die ersten Hundegruppenbilder geschossen werden. Nun folgt eine schöne Bucht der nächsten.
Kurz nach dem Knick nach Westen kommen wir an die zerfallene Kapelle St. Marie. Zurück am Meer gelangen wir an einen herrlichen Strand, der noch komplett leer ist. Das ist unserer! Das Wasser ist erst mal eiskalt, aber man gewöhnt sich schnell daran und es ist einfach nur herrlich. Die Hunde, ok, Lex erst mit etwas bitten, stürzen sich auch gleich ins Wasser, Fyn geht sogar mit mir schwimmen, Enzo und Jill, die sich zur reinsten Wassernixe entwickelt sowieso.
Auf dem Weiterweg gäbe es noch duzende weitere herrliche Badestrände, die Hunde nutzen auch noch die ein oder andere Gelegenheit zumindest die Beine zu kühlen, Pepe und ich sind ja nicht unbedingt die Dauerbader.
Kurz vor Bagaggio gibtís noch einen von vielen Genuesentümen, in den man sogar rein kommt. Hier machen wir eine letzte Pause, dann gehtís zum Strand von Bagaggio wo wir auf Papa treffen. Auch hier nehmen wir uns die Zeit nochmal eine Runde mit den Hunden schwimmen zu gehen.
Danach gehtís nach Bagaggio zum Auto und weiter durch den Ort an den anderen Ortsrand. Wo der Weg aus dem Dorf kommt machen wir auf den Felsen Mittagspause. Papa hat Baguette, Salami und Käse besorgt. Anschließend liegen wir noch etwas herrlich in der Sonne.
Um 14:30 gehtís weiter. Papa zieht wieder mit dem Auto los, Pepe und ich folgen weiter dem Sentier de Donouirs. Zunächst geht es am Meer entlang nach Tolare, einem winzigen Ort am Meer.
Von nun an befindet sich der Pfad meist hoch über der Küste, teilweise auch hinter einem Berg, so dass man das Meer manchmal nicht mal mehr sieht. Der Weg führt nun nicht mehr sanft entlang, es geht ständig steil hoch und runter. Teilweise richtig heftig, schier senkrecht den Berg hoch.
Von Tolare geht es stetig den Berg hoch, aber vom Gefühl her nur ins Landesinnere nicht parallel zur Küste. Wir erwarten die ganze Zeit das es um den Berg rum geht, aber der Weg geht immer geradeaus weiter, so dass wir schon anfangen zu zweifeln, dass wir noch richtig sind. Aber wir sind richtig. Irgendwann, wir sind weit oben, taucht links unten wieder eine Bucht auf. Wir witzeln noch wie einsam dieser Strand sein muss, sieht man doch nur einen recht steilen Weg auf dem Gegenhang nach unten führen. Und dann macht unser Weg eine scharfe kehre und es geht bergab. Genau bis zu diesem Strand! Ist ja klar wo wir hinterher auch wieder hoch müssen!
Unten machen wir erst mal eine Pause. Die Hitze macht Lex nun doch etwas zu schaffen. Alle 4 trinken etwas und kühlen sich anschließend, ok, Enzo auch schon vorher im Meer.
Den Hang oben angekommen treffen wir auf eine Strasse, ein Zufahrtsweg zu irgendeiner Station. Diesem folgen wir aber nur ein Stück, bevor wir nach links abbiegen und dem Berghang parallel zur Küste, aber hoch über dieser folgen. Es geht stetig bergan, aber nie bis zur Küste runter, dann kommt ein Einschnitt und auf der anderen Seite ist kein Weg zu erkennen. Uns schwant fürchterliches und so ist es. Heftig steil, steinig und teilweise eine echte Kletterpartie geht es den Hang hoch bis ganz hoch auf den Berg!
Unterwegs wird Pepe auch noch von einer Wespe ins Ohr gestochen und so machen wir, fast ganz oben, erneut eine Pause. Dann haben wir es geschafft, aber nur kurz zieht sich der Weg flach um den Berg rum dann geht es wieder runter.
Nun folgen wir dem Küstenverlauf, mal mehr Mal weniger hoch über dieser. Diese hat teilweise tiefe Einschnitte, so dass es ein heftiges zick, zack ist. Teilweise geht es kurze Stück steil über Fels bergauf und bergab. Manchmal eine echte Kletterpartie.
Und schließlich sehen wir in der Ferne Centuri Port. Noch ist es über eine halbe Stunde entfernt.
Und dann haben wir es geschafft. Wir sind doch ganz schön erledigt, waren wir ja auch über 8 Stunden unterwegs. In Centuri wollen wir uns am Hafen mit Papa treffen. Centuri ist ein wunderschönes Dorf, Autofrei, mit engen Treppen und Gassen, einem schönen kleinen Hafen und netten Kneipen. Wir finden Papa erst außerhalb des Dorfes auf dem Parkplatz.
Zurück am Campingplatz ruhen wir uns alle erst mal aus, die Hunde sind am pennen, so fest das sie selbst die Katzen meist verpassen, die hier wirklich dreist sind.
Nach Dusche und Abendessen werden wir alle nicht mehr alt und gehen heute relativ früh zu Bett.

Samstag 04.09.2010
von Centuri nach St. Florent
Heute heißt es ausschlafen, doch Enzo macht es uns schwer. Er hechelt schon die ganze Nacht, was er hat weiß keiner so genau, denn besonders warm ist es nicht, pinkeln muss er auch nicht, Wasser will er auch keins...
Nach einem ausgiebigen Frühstück fangen wir mit dem einräumen ein. Wir brauchen 1,5 Stunden um alles im Auto zu verstauen. Ganz schön lang.
Lex und Enzo haben sich gestern eindeutig übernommen. Lex humpelt ganz schön rum, der arme Kerl. Ich habe ein ganz schön schlechtes Gewissen, er tut mir so leid.
Nun geht es das Cap Corse wieder runter nach Süden, Richtung St. Florent. Papa darf diesmal fahren.
In vielen Serpentinen windet sich die Strasse am Hang der Steilküste entlang. Meist befindet sie sich deutlich über dem Meer, manchmal auch recht nah dran. Neben Felsen gibt es immer wieder herrliche Badebuchten, doch manche sind schier nicht zu erreichen. Malerische Orte schmiegen sich an den Hang. Pino ist wunderschön, aber auch die anderen Dörfchen.
Bei Giottani fahren wir zum Strand runter. Ein herrlicher Strand, links und rechts gesäumt von Felsen.
Leider muss man über große Kieselsteine ins Wasser, die fürchterlich glatt sind, es ist kaum möglich heile bis rein zu kommen. Das Wasser wird nur langsam tiefer und nach fielen Metern Steine hören die auf und der Grund besteht aus herrlichem Sand.
Ich zwinge Lex mit ins Wasser und lass ihn gemütlich mit mir rum schwimmen. Gleichmäßige Bewegung im Wasser kann ihm nur gut tun. Pepe kommt auch mit rein und Enzo natürlich auch. Aber auch Jill ist nun eine richtige Wasserratten und gleich mit drin. Ständig schwimmt sie von Pepe zu mir und wieder zurück. Lex schwimmt schließlich zum Ufer und legt sich zum Papa in den warmen Sand, während Fyn sich mal wieder nicht mehr ins Wasser traut.
Schließlich lassen wir uns am Ufer trocknen und fahren dann weiter.
Kurz vor Nonza locken uns die dunkel grauen Kiesstrände und wir steuern den bei Alno an. Hier können wir das Auto unter Bäumen parken, so dass wir die Hunde im Auto lassen können. Wir nehmen uns was zu Essen mit vor ans Wasser und machen erst mal Mittag. Die Kiesel sind ganz schön warm und die Wespen eine Plage. Schließlich krabbelt mir so ein Sauviech in die Hose und Sticht mich in Rücken, Daumen und kleinen Finger.
Na da muss ich zum kühlen halt doch mal ne Runde ins Wasser. Auch hier ist das Wasser kalt, das rein kommen nicht so schwierig, aber das raus kommen umso mehr, da man mit dem feinen Kies immer wieder rückwärts rutscht.
Herrlich liegen wir in der Sonne, dösen vor uns hin, Pepe baut Steinpyramiden und genießen einfach den Tag.
Pepe holt dann noch mal die Hunde bis auf Lex und wir gehen noch mal eine Runde mit ihnen Schwimmen. Fyn wird mit Hilfe eines Balles etwas gezwungen aber er traut sich nicht zu schwimmen, solang er stehen kann ist es ok. Also anscheinend war das Gestern eine Ausnahme und er traut sich bei den Wellen nicht.
Um 16:00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach St. Florent. Erst mal in den Ort zum Spar für die nächsten beiden Tage was zum Essen einkaufen, dann suchen wir uns einen Campingplatz. Hier haben wir natürlich mehrere zur Auswahl, 3 schauen wir uns an und entscheiden uns dann doch für den ersten. Für Zelte gibt es nur wenige Plätze mit Strom, zudem sind die dann nicht alle groß genug. So stehen wir schon etwas mitten drin, aber das merkt man gar nicht da der Platz, wie fast jeder, dicht umwachsen ist mit Sträuchern und Bäumen! Wir haben also richtig unser Eckchen für uns!
Dafür sind die Sanitären Anlagen ein kraus, soweit ok, neben Stehklohs gibt es schon auch normale, das Wasser ist angenehm warm, aber sauber, naja, sauber ist das alles nicht.
Pepe und ich bauen mit etwas Hilfe von Papa, den wir dann aber duschen schicken alles auf und schaffen es nach nicht mal einer Stunde alles eingeräumt zu haben.
Hunde versorgen, Essen kochen, Lex massieren. Es ist kurz vor acht als wir gemütlich um den Tisch sitzen und schon wieder Würstchen mit Salat essen.
Um kurz vor 22:00 Uhr lösen wir die Tafel auf und machen uns langsam für die Nacht fertig.

Sonntag 05.09.2010
Strand, Sonne, Meer satt
Heute wollen wir einen gemütlichen machen. Wir schlafen aus, im Campingplatz Shop gibt es Baguette und Croissants. Nach gemütlichem Frühstück lümmeln wir noch eine ganze Weile im Schatten vor dem Zelt rum. Schon jetzt ist es sehr warm.
Ich habe richtig Lust mit den Hunden was zu üben und so schnappe ich mir erst Jill und dann Fyn und über etwas Apportieren. Mit Jill klappt es recht gut, Fyn hört mal wieder nicht richtig zu, macht es aber im großen und ganzen auch gut, vor allem die Pylone ist heute richtig super und das obwohl ich keine dabei habe und sie somit nur aus einem Wassernapf besteht!
Schließlich geht es an den Strand. Ein herrlicher Sandstrand, weicher grau, brauner Sand. Der Strand ist lang aber nicht allzu tief, wir finden ein schönes Plätzchen an einer Balustrade, so dass die Hunde im Schatten liegen können. Es geht ein leichtes Lüftchen und so ist es richtig angenehm.
Wir liegen abwechselnd in der Sonne und etwas im Schatten. Tummeln uns im Meer und toben mit den Hunden. Fyn überwindet sich zum Ballspielen, da kann er dann auch wieder schwimmen. Allerdings geht es hier auch extrem flach und auf angenehm sandigen Boden ins Wasser.
Am späten Nachmittag haben wir genug, wir gehen auf den Campingplatz zurück und lümmeln erneut im Schatten rum, lesen, machen Rätsel, Papa schläft eine Runde. Ich teste die Dusche und erwische sogar eine der wenigen wo es einen Hacken zum Kleider aufhängen gibt. Das Wasser ist nicht heiß, aber ok.
Nach einem gemütlichen Abendessen, sitzen wir noch zusammen und überlegen wie es morgen weiter gehen soll. Eigentlich wollten Pepe und ich wandern, den Setiere de littoral, aber bei der Hitze wäre das für die Hunde, ok wir würden wenn nur Fyn und Jill mitnehmen, mörderisch und so entscheiden wir uns schweren Herzens dagegen. Die Entscheidung ist die einzig vernünftige und trotzdem sind wir sehr enttäuscht. Wir wären das wirklich gern gegangen.
Aber was sollen wir stattdessen machen? Noch in St. Florent bleiben? Pepe und ich waren schon so oft hier, dass es uns nicht so sehr reizt. Also entscheiden wir schon morgen nach Corte weiter zu fahren.
Schließlich machen wir noch einen Abendspaziergang an den Strand und genießen den Sonnenuntergang.

Montag 06.09.2010
von St. Florent nach Corte
Auch heute schlafen wir gemütlich aus. Beim Frühstück klären wir endgültig was wir heute machen wollen und fangen dann an alles zusammen zu packen. Diesmal brauchen wir sogar nur eine Stunde, trotzdem ist es 11:00 Uhr als wir uns auf den Weg machen.
Auf dem Weg nach Corte kommen wir an unserem Ferienhaus vom letzten Jahr vorbei, es weckt Erinnerungen
In Corte halten wir zunächst am Bahnhof um uns über die Zugfahrpläne zu informieren, dann geht es weiter auf die Suche nach dem geeigneten Campingplatz. Wir fürchten das der von letztem Jahr nicht ausreichend Schatten bietet und wollen uns zunächst 2 andere ansehen. Der kleine Platz an der Restonica ist wunderschön, aber leider sind Hunde nicht erlaubt, der andere ist groß und irgendwie nicht so toll. Auch nur wenig Schatten und ach irgendwie will er uns nicht überzeugen und so fahren wir doch wieder zu dem vom letzten Jahr um wenigstens mal zu schauen wie es mit Schattenplätzen aussieht. Und siehe da es sind 2 wunderschöne, schattige Plätze frei und so entscheiden wir doch wieder hier zu bleiben.
Wir fangen an Aufzubauen, doch als das Zelt steht gibt es erst mal was zu essen. Morgens haben wir extra noch ein Baguette mit genommen.
Wir gehen den Tag ganz gemütlich an, packen den Rest in aller Ruhe aus, gehen mit den Hunden nur kurze Runden, hängen im Schatten rum, lesen, besprechen die nächsten Tage,...
Gefühlt ist es hier deutlich kälter, auch gibt es einige mehr Wolken als an der Küste, aber das Wetter ist immer noch super.
Schließlich fahren wir einkaufen, hier muss es ja auch irgendwo einen großen Supermarkt geben. Wir sind extrem Ideenlos was wir zu Essen kochen sollen und so zieht sich der Einkauf hin. Aber schließlich ist auch das geschafft und wir können erneut am Campingplatz abhängen. So richtig einfach nur Faulenzen.
Nach dem Abendessen wird es schon wieder dunkel und die Viecher fallen über uns her. Irgendwie ist es frustrierend wie früh es schon wieder dunkel wird. Außerdem bin ich inzwischen völlig verstochen.
Auch dieser Abend klingt ganz gemütlich aus...

Dienstag 07.09.2010
Ausflug mit der Bahn zu den Cascades des Anglais
Träume, Melancholie, beschreibt den Tag heute wieder mal von meiner Seite.
Wir haben einen herrlichen Ausflug mit der Bahn nach Vizzavona gemacht und sind dann auf dem GR20 zu den Cascades des Anglais gelaufen. Der GR20, was würde ich ihn gerne endlich mal komplett laufen, aber irgendwann wird sich auch dazu die Gelegenheit ergeben, ganz bestimmt!
Wir haben bereits den Zug um 8:23 genommen und somit das Frühstück ausfallen lassen. Trotzdem war der Zug schon gut voll, viele Familien unterwegs. Die Bahnfahrt ist toll. Die Strecke führt durch eine herrliche Landschaft, die Züge sind alt und klapprig, aber das macht einen zusätzlichen Reiz aus. Teilweise steigen die Gleise so an das der Zug nur mit Mühe hoch zu kommen scheint, man hat alle Zeit der Welt die Landschaft zu genießen, Tunnels und Brücken, tiefe Täler mit Bächen und hohe Berge.
Um viertel nach 9, auch die korsische Bahn ist nicht pünktlich, erreichten wir Vizzavona. In einer Traube von Menschen machten wir uns auf den Weg zu den Cascades des Anglais. Doch auch das zog sich auseinander und nach einem kurzen Stück Strasse ging es in den Wald und die Hunde konnten frei toben.
Der Weg geht stetig bergan, aber die Steigung hält sich noch in Grenzen. Der Weg ist zwar steinig, aber breit und noch gut zu gehen. Es führt herrlich durch den Wald, der Bach, die Agnone taucht schon früh das erste Mal auf. Hier ist sie relativ ruhig und zahm.
Mit Papa können wir natürlich unser gewohntes Tempo nicht gehen, aber trotzdem sind wir nach einer guten Stunde an der Brücke. Dort steht ein Kiosk, naja, stand ein Kiosk, nun stehen erst wieder erste Mauern, da der Kiosk der Brandstiftung zum Opfer gefallen war. Noch ist es geschlossen, allerdings sind wir nicht die ersten und einzigen die auf den Bänken Platz nehmen. Hier gibt es nun erst mal Frühstück. Naja, eher Brunch. Baguette mit Schinken und Salami, dazu CrÍpes aus dem Supermarkt.
Nachdem alle gesättigt sind geht es los, am Bach entlang hoch zu den eigentlichen Wasserfällen. Was da nun genau wirklich alles dazu gehört weiß ich nicht, der Bach schmeißt sich immer wieder über Felsen nach unten, meist nicht sehr hoch, aber doch schön. Viele Gumpen würden zum Baden einladen, wäre es wärmer. Derzeit ist es aber noch recht kühl, reicht gerade mal so für T-Shirt. Trotzdem gibt es genug unerschrockene.
Wir wandern langsam immer höher, biegen immer wieder vom nun sehr steilen, steinigen Weg ab und gehen über die Felsen bis an den Bach. Hier lässt es sich herrlich in der Sonne sitzen und vor sich hin dösen und träumen.
Papa lassen wir irgendwann eine Runde zurück, Enzo und Lex bleiben ebenfalls bei ihm und gehen noch eine Runde weiter. Bald schon verlassen wir den Weg der nun etwas neben dem Bach verläuft und schlagen uns wieder zum Bach durch. Auch hier rauscht er durch die Felsen, in kleinen Fällen nach unten.
Inzwischen ist es gut warm geworden und mich reizt so eine Badegumpe nun doch. Sie ist zwar etwas klein, aber trotzdem. Problem ist nur das ich gestern Abend in geistiger Umnachtung anstatt meiner Badehose mein Top das ich gestern getragen habe eingepackt habe, dabei ist das dunkelblau und meine Badehose grau. Wie doof kann man eigentlich sein. Damit Pepe ein paar Bilder machen darf ziehe ich aber wenigstens mein Badetop an und gehe halt ansonsten nackt. Ein wenig bescheuert sieht das schon aus!
Das Wasser ist eisig, wirklich sau kalt. Da bleibt einem richtig die Luft weg, aber wenn man drin ist, ist es herrlich, schon so kalt das man es irgendwie nicht mehr so empfindet. Ich bleibe trotzdem nur kurz.
Wir müssen zum Papa zurück, wir sollten nicht zu spät los. Also schlüpfe ich halt mehr oder weniger nass wieder in meine Hosen und wir klettern über die Felsen zum Weg zurück.
Schnell sind wir wieder unten, doch Papa ist an der erwarteten Stelle nicht zu finden. Eins weiter unten entdecken wir aber Lex und dann Papas Markierungsfähnchen aus seinem Stock und seiner Kappe.
Und schon sind wir wieder auf dem Rückweg, viel schneller sind wir wieder unten an der Hütte. Nun haben wir doch noch reichlich Zeit und so setzen wir uns noch eine Runde auf die ersten Felsen und dösen wieder eine Runde in der Sonne.
Für den Rückweg, auf den wir uns auch wieder zeitig machen, wir wollen ja auch nicht den Zug verpassen, brauchen wir auch wieder knapp eine Stunde.
Am Bahnhof gibt es leider keine schattigen Sitzplätze und so setz ich mich ne Runde im Bahnhofsgebäude auf den Boden. Diesmal ist der Zug pünktlich und noch voller. Einerseits Ausflügler wie wir, andererseits GR20 Wanderer die nur die Nordhälfte gewandert sind.
Zurück auf dem Campingplatz ist erst mal eine Runde entspannen angesagt. Lesen, rätseln und ne Runde schlafen.
Erst um viertel vor 9 machen wir uns auf den Weg in die Stadt hoch um noch was essen zu gehen. Wir finden auch schnell ein Lokal in dem es auch Pizza gibt. Trotzdem findet Pepe nichts, und so machen wir uns nach dem Essen auch gleich wieder auf den Rückweg.

Mittwoch 08.09.2010
Erst ein Gewitter, dann herrliches Wetter an der Restonica
Heute hat es uns erwischt, das schlechte Wetter ist da. Schon als wir morgens aufwachen ist der Himmel stark bewölkt mit dickeren grauen Wolken. Bereits am Vormittag gibt es die ersten Gewitter. So ein Schitt. Vor allem machen wir uns gleich Sorgen wegen unserer geplanten Wanderung morgen, schließlich sind diese Etappen des Mare a Mare schon letztes Jahr wegen schlechten Wetters ausgefallen.
Wir entscheiden erst mal einkaufen zu gehen, vielleicht wird das Wetter ja heute Mittag besser. Und tatsächlich, es klart auf und wird gegen Nachmittag dann sogar noch richtig schön. Zwar immer noch reichlich Wolken am Himmel, so dass es teilweise etwas schattig ist, aber nur noch weiße Kumuluswolken.
Wir machen uns auf den Weg noch den Nachmittag an der Restonica zu verbringen. Nach dem wir schon letztes Jahr wegen Fyns Erkältung nicht an die Restonica konnten will ich wenigstens dieses Jahr gerne hin. Wir fahren das Tal nicht allzu weit rein. Vorne hat sich einiges getan, es gibt mehrere Hotels, die Strasse ist teilweise neu gemacht und es gibt einen Info Point.
Schließlich finden wir eine schöne Stelle an der wir parken können, doch wie sollen wir hier zur Restonica runter kommen. Die liegt doch einiges unter uns und der Hang ist ganz schön steil. Aber irgendwie finden wir einen Weg, wir kommen alle heil unten an.
Unten machen wir es uns auf den Felsen gemütlich. Aus dem Wald dringt durchdringendes Gebell, nicht weit von unserer Stelle sind im Wald einige Jagdhunde bei einer Hütte an der Kette. Mir tun die Hunde sofort unendlich leid, wenigstens etwas Bewegung hätte man ihnen doch gönnen können wenn man die schon so einsam im Wald halten muss.
Nach einiger Zeit lassen wir Papa mit Lex auf den Felsen zurück und machen uns auf den Weg ein Stück die Restonica Flussaufwärts. Wie immer wandern wir über die Felsen mitten im Fluss. Jill jammert ein paar Mal rum, schließlich hüpft sie dann aber doch ins Wasser. Fyn findet durchaus auch Wege außen rum, auch wenn er inzwischen im Fluss von sich aus schwimmt. Wir erreichen einen herrlichen Wasserfall der von rechts in die Restonica mündet. Nicht weit gibt es auch eine große Badegumpe, hätte ich was zu baden dabei würde ich da nun schwimmen gehen. Aber ich dachte es wird eh nicht warm genug. Aber Fyn und Enzo spielen eine Runde Stock.
Wir machen uns wieder auf den Rückweg, wollen ja den Papa nicht zu lange allein lassen und auch nicht zu spät zum Campingplatz zurück.
Nach dem Abendessen packen wir noch unsere Sachen für die nächsten 2 Tage. Hoffentlich hält das Wetter.
Es ist ein ordentlicher Wind aufgekommen und er wird im laufe des Abends immer stärker. In der Nacht haben wir Sturm. Teilweise so heftig das man sich schon um das Zelt sorgt, entsprechend schlecht und unruhig schlafen wir.

Donnerstag 09.09.2010
Mare a Mare Nord: Corte - Sega
Endlich ist es soweit. Letztes Jahr mussten wir unsere Mare a Mare Wanderung ja nach dem 4. Tag in Corte abbrechen und nun werden wir sie etwas verändert fortsetzen. Erst mal werden Pepe und ich, nur mit Fyn und Jill die Tage 5 und 6 gehen, von Corte auf die Sega Hütte und dann weiter nach Albertracce. Dort wird uns Papa morgen Abend einfangen und dann werden wir die Tage 7 und 8 noch in Tagestouren anhängen.
In der Nacht war es immer noch extrem stürmisch gewesen, so arg das wir Sorge ums Zelt hatten. So fanden wir alle wenig Schlaf und natürlich machten wir uns auch Sorgen das das Wetter heute auch wieder schlecht sein würde. Aber die Nacht war trotz Sturm sternenklar. Am Morgen erwartete uns ein blauer Himmel mit wenigen Quellwolken und immer noch ordentlichem Wind, aber kein Sturm mehr. Im Laufe des Tages blieb das Wetter auch weitestgehend gut, bis mittags hatten wir starke Bewölkung, am Mittag auch mal kurz Regen, aber gleichzeitig schien die Sonne und wir wurden noch nicht mal richtig nass. Und danach wurde das Wetter immer besser und der Wind lies auch immer mehr nach.
Nachdem wir die Tage schon festgestellt hatten das die Strasse vom Campingplatz zum Startpunkt gesperrt ist, man da auch zu Fuß nicht durch kommt, gingen wir gleich durch die Stadt nur um am Startpunkt dann festzustellen das es eine Umleitung, also einen kurzen Weg gegeben hätte.
Aber wir setzten den Start gleich mal genauso bescheiden fort in dem wir am Anfang des Weges gleich mal nicht aufpassten und so den Weg verloren. Zum Glück ging der gewählte Weg nicht so wirklich weiter, sonst hätten wir vielleicht ewig gebraucht um zu merken, dass wir falsch sind.
Traurig stimmte uns direkt am Anfang des Weges das Schicksaal der 3 Jagdhunde. Ein Pärchen in einem winzigen Zwinger (in Deutschland verboten klein) und direkt neben dran ein einzelner Welpe, ganz allein, der die ganze Zeit herzzerreißend heulte...
Der Weg führte uns zunächst rechts des Tavignanus am Hang entlang, meist hoch über diesem, durch karges, felsiges Gelände. Die Landschaft war schön, aber noch eher langweilig. Später wurde das Tal etwas enger und die Ausblicke auf die am Talende bzw. zwischendrin die Sicht versperrende Bergwelt wurden einfach nur toll. Zackige Felsmassive erheben sich in den Himmel wohin das Auge schaut.
Der Blick zurück auf Corte war auch nochmal sehenswert, bevor es dann im Tal ums Eck ging und man nach hinten auch nur noch Berg sah.
Die Welt wurde nun einsam, auch wenn wir alles andere als einsam waren. Bis zur Brücke über den Tavignanu waren noch richtig viel Leute unterwegs, danach wurden es weniger, waren aber immer noch einige. Trotzdem war man weitestgehend alleine unterwegs. Vom Gefühl her sowieso. Die hohen Felsmassive ringsum, weite Blicke, aber doch keine auf Zivilisation, ein ganzes Tal ohne Straße und der gleichen.
Die Gedanken fangen an zu schweifen, man ist ganz mit sich allein...
Dann kamen wir an die Brücke des Tavignanu und machten direkt dahinter auf einem großen Felsen im Fluss Mittag. Hier allerdings ganz und gar nicht allein.
Wir waren mit einer der ersten die danach wieder aufbrachen und da wir auch noch recht schnell unterwegs sind waren wir die meiste Zeit nun auch wirklich allein unterwegs.
Das karge hatte nun ein klares Ende, wir waren im Wald. OK, der Wald ist ganz anders als unsere Wälder, viel trockner, Fels haltiger und ein fast reiner Nadelwald. Schon der Geruch ist so ganz anders.
Natürlich ging es nun erst mal wieder steil bergauf, bis man den Tavignanu nur noch laut unten rauschen hörte. Manchmal sah man ihn in seinem Felsigen Bett, wie er sich mal eher träge, mal schnell und wild seinen Weg sucht, manchmal hörte man ihn auch nur und 2 mal musste man Zuflüsse umlaufen, so dass man den Tavignanu gar nicht mehr sah und hörte.
So zog sich der Weg dahin und wir merkten gar nicht wie die Zeit verging. Nach gut 2 Stunden hatten wir Mittag gemacht und so hatten wir ca. noch 3 Stunden vor uns. Nach knapp 2 weiteren Stunden sah ich das erste Mal wieder auf die Uhr und wir entschieden uns an einem sonnigen Plätzchen mal eine Pause zu machen. Es war die erste und überhaut einzige Pause außer der Mittagspause.
Doch nach gut 20 Minuten brechen wir schon wieder auf, die Fliegen belästigen uns zu sehr.
Wir kommen nun in eine Hochebene. Grün, waldig, felsig. Der Fluss ist nicht mehr allzu weit unter uns und nun auch recht breit, wenn er auch nur wenig des felsigen Betts beansprucht und keines Falls zahm und ruhig dahin fließt.
Völlig überrascht erreichen wir nach insgesamt gerade mal 4,5 Stunden den Abzweig zur Hütte. Eine weitere Brücke über den Fluss und schon stehen wir vor ihr. Was ein herrliches Plätzchen. Mitten im Wald, eine Ebene, die Hütte zwischen ein paar Bodenfelsen gebaut, der Tavignanu direkt ums Eck, vor der Hütte eine steinige Fläche auf der die Steine aus Kreisen raus geräumt wurden. In den meisten stehen Zelte, Zelte die man mieten kann. Vor uns ist nur ein Pärchen angekommen, sie suchen bereits nach einem Stellplatz. Gut das wir so früh da sind, die guten Plätze sind rah, aber wir ergattern noch einen Herrlichen Platz. Nicht zu weit Abseits, aber auch nicht mitten im Durchgang, groß genug für unser Zelt und später stellen wir auch fest das er herrlich in der Abendsonne liegt.
Wir bauen auf, die Hunde bekommen was zu knabbern, die Toiletten werden erfolgreich gesucht, nur Stehklohs, aber ok, und der Stellplatz wird bezahlt. Dann schnappen auch wir uns ein paar Kekse, was zu trinken und die Hunde und verschwinden noch eine Runde an den Tavignanu wo wir es uns auf den Felsen in der Sonne an einer herrlichen Badegumpe mit Wasserfall bequem machen.
Später wird es empfindlich kalt und so ziehen wir uns früh ins Zelt zurück, essen dort dann auch zu Nacht bevor wir recht früh zu Bett gehen.

Freitag 10.09.2010
Mare a Mare Nord: Sega - Albertracche
Die Nacht war doch recht unruhig, Fyn hat mal wieder gespuckt und danach hat sein Bäuchlein auch noch lange rumort.
Es ist erstaunlich lange ruhig, erst gegen 7 scheinen die ersten aufzustehen. Wir schlafen noch bis um 8:00 Uhr.
In der Nacht bzw. den frühen Morgenstunden hat es auch nochmal geregnet, aber nun erwartet uns ein herrlicher Tag!
Fyn will mal wieder nichts fressen, wir überreden ihn zu ein bisschen was, aber das meiste seines Futters bekommt zuletzt dann doch Jill. Um kurz nach 9:00 Uhr sind wir abmarschbereit.
Die meisten die hier genächtigt haben gehen andere Wege, vor uns ist nur ein Paar den Mare a Mare weiter gegangen.
Vor uns liegen nun erst mal weitere 500 Höhenmeter anstieg. Steil geht es, meist in Serpentinen den Hang hinauf. Am Anfang noch im Wald, später dann in karger Macchia und glühender Sonne, zwischen vielen Steinen. Trotzdem geht der Anstieg viel schneller und leichter als erwartet. Fast ganz oben treffen wir auf eine Hütte und Schafe, und ganz oben auf eine Strasse, ok, nur eine Sandpiste, aber trotzdem stört das die romantische Idylle und das Gefühl fern ab von der Zivilisation zu sein empfindlich. Man kommt halt doch fast überall mit dem Auto hin! Das ist schon arg frustrierend.
Trotzdem die Gegend ist einmalig! Der Blick zurück auf das Tavignanu Tal durch das wir gestern hoch kamen, auf die das Tal säumenden Berge ist gigantisch. Und dann kommen wir über den Grad und werden mit einer kaum zu toppenden Aussicht belohnt. Das Tal um den Stausee von Calaccuia, darum hohe Berge, Felsen, der Stausee und die malerischen Orte drum rum. Einfach nur gigantisch.
Wir stehen eine ganze Ewigkeit oben und genießen den Anblick, doch dann treibt uns der kühle Wind und unsere verschwitzten Rücken weiter.
Nun geht es 800 Höhenmeter wieder senkrecht den Berg runter. Meist auch wieder in Serpentinen zieht sich ein arg steiniger Weg nach unten. Der Abstieg bietet nichts besonderes, ist eher eintönig, aber die Aussicht auf den See, die Berge und Dörfer bleibt weiterhin super toll!
Nur eine Pause hätten wir nun mal brauchen könne, schließlich haben wir heute noch keine gemacht. Aber entweder fehlt die Sonne und im Schatten ist es zum sitzen, so verschwitzt wie wir sind zu frisch, oder es geht ein kühler störender Wind. Unten wo die Mittagshitze Einzug hält gibt es keinen passenden Platz mehr und so gehen wir halt immer weiter.
Kurz vor Erreichen der Staumauer wird der Weg immer schlechter, die Macchia immer dichter, schließlich verlieren wir ihn, aber nicht nur wir, hier haben wir das Pärchen eingeholt. Da wir den Weg auch einfach nicht finden, schlagen wir uns auf kaum sichtbaren Pfaden irgendwie durch die Macchia nach unten, die Richtung ist ja klar. Was an unseren Beinen noch nicht verkratzt war ist es nun! Nachdem wir die Staumauer überquert haben suchen wir uns an der Strasse auf einem Mäuerchen ein Plätzchen und machen Mittag. Aber auch diese Pause wird arg kurz weil uns eine Rotte Schweine zu belästigen beginnt und so ziehen wir schon bald weiter. Es geht nun auf der Strasse nach Calaccuchia. Hier fehlt dann weitestgehend die Markierung und der Abzweig im Ort ist auch unzureichend markiert, so dass wir erst mal zu weit laufen und dies leider erst nach einiger Zeit bemerken. Also wieder zurück.
Von nun an geht der Weg auf schmalem Pfad zwischen Grundstücksmauern und Zäunen, teilweise unangenehm stachlig bewachsen hindurch. Es ist glühend warm, kein Schatten in Sicht. Zwischendurch geht es nochmal nah am See auf der Straße durch einen Ort, dann erreichen wir Albertracce. Wir sind früh, es ist erst kurz vor 3 und so erwarten wir nicht, dass Papa schon da ist. Wir machen auf einer Bank eine Pause, dann gehen wir durch den Ort und siehe da, da entdecken wir mein Auto. Papa ist schon da, doch wo ist er?
Schnell wird noch der Rest des Ortes durchquert, aber da ist er auch nirgends. Wo kann er nur Stecken?
Schließlich setzen wir uns ans Auto auf die Mauer, sehr ungemütlich und warten. Nach über einer Stunde taucht er auf. Er hatte noch nicht mit uns gerechnet und war mit Lex und Enzo unseren Weg bis zu einer Genuesenbrücke weiter gegangen.
Wir machen uns direkt auf die Fahrt nach Corte, das Golotal durch das es zurück geht ist hinreisend schön. Schmale Strasse durch felsiges Tal, tief unten der Fluss. Herrlich.
In Corte geht es gleich einkaufen und dann unter die Dusche. Wie herrlich wieder sauber zu sein, auch wenn es eine Überwindung war, da das Wasser wirklich nicht gerade warm ist. Danach gehtís ans Essen kochen und Rucksäcke ausräumen.
Essen, und dann auch gleich alles für morgen packen und das Zelt etwas aufräumen, denn morgen wollen wir unser Lager hier abbrechen.
Gemütlich geht der Abend zu Ende, wir sind alle etwas müde.

Samstag 11.09.2010
Mare a Mare Nord: Albertracche - Col de Verghio
Die 7. Etappe des Mare a Mare Nord liegt hinter uns.
Irgendwie ist es doch was ganz anderes sie als Tagestour zu gehen. Klar hat es auch seine Vorteile, der leichte bzw. gar kein Rucksack, man kommt dadurch auch schneller voran. Aber irgendwie fehlt dem ganzen dadurch auch einiges. Das Gefühl ist ein ganz anderes, die Stimmung anders und man gehört irgendwie nicht mehr dazu. Es ist schwierig das zu beschreiben. Das Gefühl von Abgeschiedenheit, auch wenn es ja so oder so gleich ist und nicht unbedingt zutrifft stellt sich aber als Mehrtagestour ganz anders ein. Es ist halt ganz anders. Beides hat sicherlich seine Vor- und Nachteile.
Die heutige Etappe führte uns überwiegend durch Kiefernwald. Die Temperaturen waren schon morgens deutlich höher als am Tag zuvor, was man vor allem auf den ersten Metern auch deutlich merkte, denn dort ging es erst mal durch die offene Fläche bergauf. Bergauf ging es heute sowieso den ganzen Tag.
Morgens haben wir erst noch das Zelt abgebaut und alles ins Auto gepackt, wir werden heute Corte verlassen. Anschließend hat uns Papa nach Albertracce durch das wunderschöne Golotal gefahren. Wirklich eine wunderschöne Strecke, aber entsprechend auch eine elende Kurverei und so waren wir eine gute Stunde unterwegs.
Schnell waren Pepe und ich mit Fyn und Jill dann unterwegs. Enzo wollte es erst nicht wahrhaben das er nicht mit darf, verbrachte dann aber einen schönen Tag zusammen mit Lex bei Papa.
Nachdem wir durch die heiße Macchia bis an die schöne Genuesenbrücke gelaufen waren, ging es ab in den Wald. Zu Beginn stetig, teilweise auch steil bergauf, später dann relativ eben, wobei das eher bedeutet das sich hoch und runter abwechselten. Meist ging es durch dichten Kiefernwald, aber auch lichtere Stücke mit Mannshoher Macchia gab es.
Wir legten nur 2 Pausen ein. Die erste an einem eher ungünstigen Platz wo wir aber schöne Bilder von Fyn und Jill machten, die 2. schön auf Felsen an einem Bach. Doch im Schatten wurde uns dann doch irgendwann kalt und so zogen wir weiter.
Anscheinend wurde die Wegführung geändert, denn auf einmal waren wir nicht mehr sicher noch richtig zu sein. Aber das Schild hatte eindeutig in die eingeschlagene Richtung gewiesen, aber das passte nicht mehr mit der Karte überein. Am Anfang ließen wir uns sehr verunsichern, doch nach einer Ewigkeit kam dann doch noch ein Schild auf den klar Mare a Mare stand.
Nun verließen wir den Wald und es ging auf viel Steinen und dann über Felsen erneut steil bergauf, bis wir den GR20 erreichten. Diesem folgten wir nun ein Stück, ein herrliches Stück. Das Panorama war gigantisch (ok das war es auch schon auf dem Weg nach oben), der Weg sehr schön. Aber schon bald verließen wir ihn wieder, natürlich bogen wir schier senkrecht nach oben vom GR20 ab. Hier hieß es dann sogar ein Stückchen klettern, nicht wild.
Danach zog sich der Weg noch unerwartet lang durch einen lichten Birkenwald, auf viel Felsen entlang. Und dann standen wir oben am Col. Schon von einiger Entfernung sah man den Parkplatz und keinen Scudo, aber man konnte nicht den ganzen Parkplatz einsehen. Trotzdem hatten wir gleich mal Sorge Papa könnte nicht da sein, oder unten am Hotel auf dem Parkplatz stehen. Aber dann entdeckte Pepe Papa, er stand ganz am Ende des Parkplatzes.
Wieder gab es ein großes Hallo, Enzo heulte und auch Lex war ganz aus dem Häuschen, so als wären wir Jahre weg gewesen.
Ziemlich direkt machten wir uns auf den Weg nach Porto. Ab Evisa ist die Strecke einfach atemberaubend! Von oben hat man einen gigantischen Blick in die Sagenhafte Spelunkaschlucht. Allerdings ist es auch eine morz Kurverei, man hat das Gefühl mehr zurück und nach links zu fahren als wirklich in die richtige Richtung. Die Sonne lag herrlich in der Schlucht, ließ die Felsen leuchten, es war einfach nur wunderschön!
Dann erreichten wir Porto und nun musste die Campingplatz Frage geklärt werden. Am liebsten hätten wir ja einen am Meer aber da gibt es keinen, also fingen wir möglichst vorne an. Doch der erste hatte kein warmes Wasser. Wir erwarten ja gar keine heißen, noch nicht mal mehr richtig warme Duschen, aber wenigstens lauwarm müssen sie sein. Der 2. sah auf den ersten Blick sehr nett aus, aber die Platzwartin verzog bei 4 Hunden das Gesicht und als sie noch am überlegen war, entschieden wir uns schon weiter zu ziehen. Auf dem 3. waren Hunde verboten. Nun blieb direkt bei Porto nur noch einer. Am Hang im Ort gelegen, das Meer war von keinem zu Fuß zu erreichen. Der Campingplatz war sehr hübsch, Hunde erlaubt und so entschieden wir zu bleiben. Schließlich stellte sich die Stromfrage noch als schwierig heraus, denn unser Kabel war für die ganzen schönen Stellplätze die wir aussuchten zu kurz. Schließlich fanden wir einen, schön im Schatten, nah genug an Strom und Sanitäranlagen die hier sauber und die Duschen warm sind.
Während Pepe und ich aufbauten ging Papa einkaufen, aber mit duschen und grillen wurde es dann doch recht spät. Alles in allem war es nicht unser Abend. Pepe setzte in der Dusche ihre Klamotten unter Wasser, ich leerte mir die gerade fertig gestellte Salatsoße über Hose und Stuhl. Um 22:00 Uhr waren wir mit Essen fertig und nun hieß es doch recht blad, ab in die Haia.

Sonntag 12.09.2010
Mare a Mare Nord: Col de Verghio - Ota
Rum. Unsere Wanderung ist rum. Wir haben den Mare a Mare Nord beendet. OK, nicht wirklich, denn eigentlich geht er ja nicht nur bis Evisa, sondern bis Cargese. Da er aber in Evisa auf den Mare e Monti trifft und mit diesem gemeinsam bis ans Meer geht, beenden viele den Mare a Mare Nord in Evisa, so wie wir auch. Nicht ganz, wir sind dann noch durch die Spelunka Schlucht bis Ota auf dem Mare e Monti weiter gegangen.
Der heutige Tag hat nochmal ganz schön geschlaucht. Es ging den kompletten Tag, mit 2 kurzen Ausnahmen nur bergab und zwar größten Teils heftig bergab. Und das nur und ausschließlich auf Fels und vor allem Geröll. Das ist doch höllisch anstrengend.
Morgens ließen wir das Frühstück ausfallen und Papa fuhr uns direkt an den Col de Vergiho, wo er dann auch mit Lex und Enzo eine Runde spazieren ging, während wir mit Fyn und Jill unsere Mare a Mare Tour fortsetzen.
Wieder nur als Tagesetappe. Und wieder trafen wir dasselbe Pärchen wie die letzten 2 Tage. Ob die sich wohl gewundert haben dass wir seit gestern unsere großen Rucksäcke nicht mehr dabei haben, sondern nur noch mit nem kleinen unterwegs sind? Komisch ist es schon wirklich.
Vom Col geht es bergab nur kurz über die freie Fläche und dann ab in den Wald. Und gleich zu Beginn verloren wir einmal den Weg. Wir waren etwas zu tief geraten und dann sah ich oben die Markierung und dachte es geht da weiter. Dort ging dann auch ein Weg geradeaus weiter und so nahmen wir diesen. Wunderten uns aber bald das keine Markierungen da sind, gingen aber noch eine ganze Zeit lang weiter bevor wir dann doch umdrehten. Und siehe da, wir waren falsch. Der Weg kam eigentlich von da oben und ging nach unten weiter, immer bergab, steil bergab, wie wir es auch erwartet hatten. Hier war der Weg auch wieder gut markiert, wie den ganzen Tag. Wie überhaupt die letzten Tage, außer in Calaccuicia. Inzwischen scheinen sie außer dem Orange auch noch andere Farben entdeckt zu haben, es gibt nun auch blau und lila markierte Wege!!!
Den Vormittag bewegten wir uns nun durch herrlichen Wald, meist auf Geröll oder Waldboden mit vielen Steinen und ab und zu auch mal blanker Fels, immer steil, oft in Serpentinen den Berg hinab. Nur einmal kurz ging es auch noch mal ordentlich bergauf um gleich darauf wieder runter zu gehen. Dann erreichten wir den Bach, den wir schon immer wieder gehört haben und auch schon mehrfach fast erreicht hätten. Über den Bach gab es eine Brücke aus Stahlseilen mit Metallbrettern dazwischen. Erstens schwang diese beim drüber gehen enorm, zweitens war die in der 2. Hälfte extrem schief. Davor ging es über 2 Felsen die nur ein ganz schmaler Simms verband, den Fyn mit einem weiten Satz übersprang. Da das für Jill etwas weit wäre, warf Pepe sie einfach zu mir rüber. Jill ist da echt klasse, mit der kann man fast alles machen!
Dann folgte die Brücke, immer nur einer nach dem anderen sonst schaukelt sie zu arg und unkontrolliert. Also ich zuerst, während Pepe Fyn fest hielt, dann Fyn, der natürlich erst mal los peste, dann als es anfing schief zu werden mit den Hinterbeinen in die Lücken rat und dann ganz langsam und konzentriert an den oberen Rand gelehnt drüber ging. In der Beziehung ist Fyn einfach super, ruhig, unerschrocken, konzentriert und selbstsicher, wenn auch vorsichtig. Wie viele andere Hunde wären da nicht drüber! Pepe kam dann als letztes mit Jill unter dem Arm.
Anschließend suchten wir uns einen Weg nach unten an den Bach und fanden einen schönen großen Felsen auf dem wir Mittagspause machten und all die anderen beobachteten, wie sie mal mutig, mal ängstlich, oder gar nicht die Brücke überquerten.
Nach der Mittagspause ging es weiter durch den Wald, nun nicht mehr so steil abwärts und schon bald kamen wir eindeutig der Zivilisation näher. Der Weg wurde nun zu einem breiten Waldweg, später dann wieder etwas schmäler, dafür aber zwischen Mäuerchen durch bis Evisa.
Evisa ist ein lang gestreckter, hübscher Ort. Auf einer Bank machten wir erneut Pause, erst in der Sonne, aber das war dann doch zu warm, dann halt im Schatten. Wir waren früher dran als erwartet.
Am Ortsausgang von Evisa trennten wir uns dann endgültig vom Mare a Mare und wechselten auf den Mare e Monti um in die Spelunkaschlucht hinab zu steigen.
Eine Stunde lang ging es in Serpentinen auf Geröll und Fels steil den Berg hinab. Es kamen uns erstaunlich viele Menschen entgegen, am Anfang, also oben stark außer Puste mit roten Köpfen, unten noch munter und gesprächig. Ne, also wennís nicht sein muss möchte ich das wirklich nicht hoch gehen!
Unten angekommen standen wir direkt an der Genuesenbrücke über die Spelunka. Eine tolle Brücke, allerdings im Wald gelegen und so nicht leicht zu fotografieren.
Nun ging es durch die Spelunkaschlucht. Schön, meist etwas über dem Fluss, aber auch immer wieder nah dran, wie den ganzen Tag auf Geröll und Fels. So langsam merkten wir dann doch unsere Beine von dem langen und durch die ĄKlettereiď sehr anstrengenden Abstieg.
Schnell über die Straße drüber und schon standen wir an der nächsten Genuesenbrücke, auch diese wunderschön und nun offen über einer Badegumpe gelegen. Dort fanden sich auch tatsächlich welche die in dem eisigen Wasser schwimmen gehen. An sich mach ich das ja auch, aber nur wenn die Stelle in der Sonne liegt so dass man beim trocknen dann nicht auch noch friert und hier lag alles in wirklich kühlem Schatten. So beschränkten wir uns damit nur am Wasser zu sitzen und Fyn einmal rein zu scheuchen.
Danach kam der lange, nein er war nicht wirklich lang, aber er kam uns nun so vor, Anstieg nach Ota. Er war allerdings nun gar nicht steil, aber dafür zu oft in der Sonne. In Ota gabís gleich ne Pause in der Ortsmitte, dort wurde Jill allerdings direkt von 3 einheimischen Rüden belagert, also weiter zum Ortseingang, schauen ob Papa schon da ist. Mist ist er nicht, was nun? Und siehe da in dem Moment kommt ein Scudo den Berg hoch nach Ota gefahren! Was ein Timeing!!!
Leider allerdings mit Kaputten linken Außenspiegel, den hatte ein Womo abrasiert und noch nicht mal angehalten!
Den Abend ließen wir dann erst mal ruhig angehen, Papa hatte zum Glück Abendessen gekauft, denn Pepe und ich hatten ganz vergessen das wir ja heute Abend nichts mehr bekommen, es ist Sonntag.

Montag 13.09.2010
Mit dem Auto durch die Calanche
Nach den 4 Wandertagen war heute mal wieder richtig lange ausschlafen angesagt und so standen die ersten auch erst um 9:00 Uhr auf. Das Frühstück zog sich dann bis nach 10:00 Uhr hin, auch danach gings ganz gemütlich weiter. Um 11:30 war dann klar was wir heute machen wollen und wir zogen los.
Erst mal ging es nach Porto in die Innenstadt, naja, das klingt jetzt arg hochtrabend, besteht ganz Porto doch nur aus einer Strasse... Im Touristbüro wollten wir schauen ob es einen Wanderplan gibt, den gibtís aber nur in Französisch. Aber einen Stadtplan gibt es!
Nach einer kurzen Tour durch die Stadt und den Souvenirladen gings wieder zurück zum Auto und los auf die D81.
Heute sollte es einfach nur eine gemütliche Autofahrt durch die Calanche geben. Auf der D81 ging es von Porto über Piana nach Cargese und Sagone. OK, nach Piana ist die Calanche schon wieder zu Ende, aber die Landschaft nicht weniger schön.
Die Calanche besteht aus rötlichen Felsformationen, von Wind und Wetter zu bizarren Gebilden geformt. Dazwischen dunkle Bäume, eine wunderschöne Landschaft.
In Piana machten wir den ersten echten Halt, davor hatten wir schon einige Mal zum Bewundern und Fotografieren der Landschaft angehalten. Piana ist ein schönes, kleines Städtchen. Häuser reihen sich eng aneinander, schmale Gassen, Natursteinhäuser, aber auch die typischen heruntergekommenen.
Danach ging es weiter bis Cargese, wo wir den herrlichen Blick bis zum Capu Rossu genossen. Da der Spar Markt noch nicht offen hatte ging es halt ohne Brot fürs Mittagessen weiter. Zwischen Cargese und Sargone fanden wir einen herrlichen Strand, feiner Sand, direkt neben der Strasse. Allerdings windumtost mit Meterhohen Wellen. Trotzdem ein herrlicher Strand und vor allem hatten wir ihn fast für uns allein.
Nach unserem Mittagessen, bestehend halt nur aus Schinken, Salami und Käse, ging Pepe mit den Hunden eine Runde am Wasser toben. Die Wellen waren echt heftig, aber Enzo und Fyn sind inzwischen wahre Meister im Wellenkampf. Sogar Lex wollte mitspielen, den hat es aber dann doch mal ordentlich ins Wasser gelegt, worauf er das ganz etwas reduzierte und mehr am Strand blieb. Jill war zum Glück vorsichtig und blieb immer am Wellensaum, für sie wären die Wellen auch wirklich zu hoch gewesen. Aber es hat richtig Spaß gemacht ihnen beim toben zuzusehen.
Anschließend machten wir uns auf den Rückweg, aber natürlich wollten wir ungern dieselbe Strecke zurück fahren und des halb ging es noch bis nach Sargone und dann auf der D70 weiter.
In Vico bogen wir nochmal kurz ab um das Convent zu besichtigen, eine so dunkle Kirche habe ich selten gesehen, ansonsten war sie ganz nett, aber nicht überwältigend. Allerdings liegt das Convent und auch etwas abseits Vico wunderschön am Berg.
Auf der D70 begegneten uns dann auch endlich mal eine Ziegenherde, das hat bisher noch gefehlt und was für eine große.
Von der D70 ging es dann ab Evisa wieder die bekannte D84 runter nach Porto, zum Einkaufen und gleich ans Essen kochen.

Dienstag 14.09.2010
Chateau Fort und ein wenig Strand
Der Urlaub dümpelt nun etwas vor sich hin. Nicht das das schlecht wäre... Obwohl ich heute Morgen etwas früher aufgestanden bin als gestern, war es dann doch nicht früher als wir nach gemütlichem Frühstück und so losgezogen sind.
Ich wollte heute gern etwas spazieren gehen, am Ende wurde es aber nur eine kurze Runde.
Erstes Ziel war Tete du Chien. Von dort aus führt ein Halbstündiger weg zum Chateau Fort. Er wird im Führer als Soft beschrieben, aber naja, das war er nicht wirklich. Auf einem sehr felsigen Weg ging es doch recht heftig runter und hoch. Anstrengend war das uns auf dem schmalen Weg auch schon viele entgegen kamen die auf dem Rückweg waren.
Schon unterwegs war die Aussicht auf die Felsen und manchmal auch nach Piana und in die Bucht von Porto nicht schlecht, aber am Ziel angekommen war sie atemberaubend. Einfach nur herrlich. So saßen wir auch eine Ewigkeit auf den Felsen rum und genossen einfach nur die Aussicht.
Wieder zurück am Auto haben wir erst mal eine kleine Pause gemacht, dann blieb die Frage was nun. Im Führer war ein Rundweg beschrieben der hier beginnen und am Cafe wieder auf die D81 treffen sollte. Doch wir fanden den Einstieg nicht und so wurde der Plan diesen Weg noch zu gehen wieder verworfen.
Papa und Pepe wollten dann gerne in Piana die Strasse runter mal testen und so ging es nach Port díArone an den Strand. Auf dem Weg dorthin hat man nochmal eine herrliche Aussicht in die Bucht von Porto und auf den Capu Rosso. Der Strand war ein absolut weicher, feiner Sandstrand, nur leider war recht viel los. Und außerdem hing einem der Sand hinterher wirklich überall und der war so fein, dass er in jede Ritze kroch...
Nach einer Baderunde für die Hunde, allerdings einzeln und Enzo auch an der Leine aufgrund der vielen Menschen, dösten wir noch ein wenig am Strand im Schatten unserer Strandmuscheln.
Um 17:00 Uhr war es höchste Zeit für den Heimweg, es viel allerdings richtig schwer sich aufzuraffen, Aufgrund der Hitze war ich nun richtig schläfrig.
Das Stück zwischen Piana und Porto durch die Calanche ist wirklich einfach nur Traumhaft schön!

Mittwoch 15.09.2010
einfach nur in der Sonne braten
Nach den ganzen Wandertagen und der ersten Erforschung der Umgebung ist heute mal wieder ein ganz banaler Strand Tag angesagt. Nach ausgiebigem Frühstück brechen wir auf und fahren an den Strand von Proto. Leider ist der Campingplatz, der wirklich schön ist, etwas zu weit weg um zu Fuß zu gehen.
Der Strand wird auf der einen Seite durch Proto und den Hafen begrenzt, auf der anderen durch eine Felswand, die auch viele Kletterer anzieht. Im Schatten dieser finden wir einen schönen Platz.
Es folgt ein gemütlicher Tag mit in der Sonne braten, im Schatten entspannen und im Meer toben. Auch die Hunde toben sich aus, Enzo und Jill schwimmen wie die großen, Lex geht auch eine Runde baden, nur Fyn traut sich mal wieder nicht zu schwimmen. Das ist in diesem Urlaub echt wechselhaft und ich kann nicht sagen woran das liegt.
Leider stresst sich Enzo mal wieder so sehr, dass er abends wieder Durchfall hat.

Donnerstag 16.09.2010
Fangu Tal
Was sollen wir heute tun. Wir wissen es nicht so genau. Irgendwie gibt es hier außer Strand und Wandern nicht so wirklich viel zu tun. Städte die man Besichtigen könnte gibt es keine in der Nähe. Am Ende beschließen wir gen Norden bis Galeria zu fahren und dann ins Fangu Tal.
Die Strecke bis Galeria ist wunderschön. Wir halten oft an und machen Bilder, so brauchen wir für die kurze Strecke, natürlich auch aufgrund der Kurverei 2 Stunden.
Das Fangu Tal ist nett, aber nichts besonderes. Wir wollen eigentlich gern noch weiter hinter fahren, treffen aber die richtige Straße nicht und wissen auch nicht ob es überhaupt noch weiter geht. Also wieder zurück und ein schönen Platz am Bach gesucht.
Leider ist er nicht tief genug zu schwimmen, aber zum im Wasser abkühlen langt es alle male und die Hunde können auch ganz schön drin rum tollen.
Wir machen eine gemütliche Mittagspause und machen uns dann auch schon wieder auf den Rückweg. Von Galeria bis Porto werden wir wieder einige Zeit brauchen und dann haben wir noch viel Zeit in Ruhe einzukaufen.
Es war eigentlich ein so richtig gemütlicher rumdümpel Tag...

Freitag 17.09.2010
eine wunderschöne Runde auf dem Maultierpfad
Heute wissen wir wirklich nicht mehr was wir so wirklich machen sollen. Das ist uns auch noch nie passiert. Ich hatte mir schon vorgestern Überlegt noch mal wandern zu gehen, aber Pepe hat ein Loch im Fuß, nicht schlimm, aber es tut doch weh und so will sie nicht mit und allein kann ich mich irgendwie nicht aufraffen, nun ärger ich mich etwas darüber.
Aber wenigstens den Maultierpfad wollen wir heute doch gehen. Papa bringt uns an den Startort und holt uns später am Ziel wieder ab, so dass wir nicht auf der Strasse zurück müssen.
Die Hunde haben nun alle Durchfall, also war es bei Enzo doch nicht nur Strass. Mist, und das ausgerechnet jetzt, hoffentlich ist das bis morgen wieder gut, sonst kann die Fährfahrt spannend werden.
Der Weg ist im Führer mit ca. 1 Stunde angegeben. Trotz viel fotografieren und ganz gemütlichem laufen, da wir die grandiosen Ausblicke wirklich genießen, brauchen wir am Ende nur eine dreiviertel Stunde. Am Ende gibt es aber einen Rastplatz der Wunderschön unter Bäumen liegt und so warten wir ganz gemütlich dort. Aber nachdem Papa auch zur verabredeten Zeit nicht da ist rufen wir ihn doch an, er sitzt noch in Piana...
Zurück in Proto geht es nochmal eine Runde ohne die Hunde in die Stadt, wir müssen Geld holen und schließen einen gemütlichen Stadtbummeln an.
Doch dann sind wir schon am frühen Nachmittag zurück und machen heute mal wirklich gar nichts mehr.

Samstag 18.09.2010
von Proto nach Bastia
Unser letzter Tag ist angebrochen, heute Abend geht es mit der Fähre zurück. Obwohl doch lang und wir wieder viel erlebt haben ist der Urlaub wie immer viel zu kurz und zu schnell rum gegangen!
In Ruhe bauen wir das Zelt ab, nach einer Woche am selben Platz herrscht doch einiges an Chaos und wir brauchen etwas bis wir alle Taschen gepackt haben. Dafür scheinen wir das Auto optimal zu beladen denn wir haben recht viel Luft. Und natürlich musste das auch noch passieren, als wir das Zelt verstaut haben fällt Papa auf das die Nummer noch fehlt, die ist noch am Zelt, also alles wieder raus.
Schließlich sind wir abfahrbereit und machen uns direkt auf den Weg nach Galeria. Die Strecke waren wir ja vorgestern schon gefahren, wirklich ein Beeindruckendes Stück, aber durch die schmale Strasse (obwohl sie gar nicht so schmal ist) und die extrem vielen Kurven braucht man halt auch ganz schön lang dafür.
In Galeria fahren wir an den Strand und setzen uns ans Meer für eine Mittagspause. Das Wetter ist heute das erste Mal wirklich nicht gut. Dicke Wolken ziehen über den Himmel, immer wieder lockert es zwar auf und die Sonne kommt durch, noch, heute Nachmittag wird das Wetter noch schlechter.
Vom Meer her weht eine leichte frische Brise und ohne Sonne ist es etwas frisch, aber der Kiesstrand ist angenehm warm.
Nach einer gemütlichen Pause besichtigen wir noch kurz Galeria, eine schöne Kirche, zumindest äußerlich, sie ist verschlossen, mit einem tollen Kirchplatz haben sie.
Dann geht es weiter Richtung Calvi. Auch eine kurvige und tolle Strecke. Landschaftlich schon ganz anders, vor allem haben die Felsen wieder eine ganz andere Farbe angenommen, aber trotzdem wunderschön!
Ich würde gern mal neben raus fahren, sehe auch 2 Straßen dafür auf meiner Karte, nur in Natura finden wir die nicht, die eingezeichneten Dörfer schienen auch nicht mehr zu existieren, wir kommen nur an ein paar verfallenen Häusern vorbei, zumindest die Dächer fehlen bei allen.
Kurz vor Calvi geht es auf die Halbinsel vor, eine Schotter-Sand Piste, am Anfang recht steil bergab, aber da auch andere dort runter fahren wagen es auch wir. Unten teilt sich der Weg, die meisten fahren hier an den Strand mit Bar runter, wir wollen aber gern zum Leuchtturm. Später teilt sich die Straße noch mal und wir nehmen erst den falschen Weg, dann trauen sich Papa und Pepe nicht mehr weiter. Wir gehen also zu Fuß weiter, die Hunde toben wild durch die Gegend, sie genießen den Spaziergang, auch wenn es nun leicht zu regnen begonnen hat. Das Wetter bleibt nun wechselhaft, leider mit der Tendenz zu Regen.
Der Leuchtturm ist weiter weg als gedacht, eine knappe dreiviertel Stunde laufen wir durch schöne Landschaft mit einem herrlichen Blick auf Calvi und die Zitadelle. Dann hat Papa genug, Pepe und ich gehen noch ein Stück weiter bis wir einen gigantischen Blick auf den Leuchtturm haben, aber er ist immer noch weiter weg als erwartet, wenn auch nicht mehr ewig weit und so beschließen wir zurück zu gehen.
Zurück am Auto geht es nun auf direktem Weg weiter nach Bastia. Papa entscheidet der Ausschilderung zu folgen und den weiteren, aber schnelleren Weg über Ponte Lecchia zu nehmen und so erreichen wir gegen 20:00 Uhr Bastia. Am Hafen ist unsere Fähre noch nicht angeschrieben, ok, ist ja auch noch reichlich Zeit. Derzeit liegen 2 große Fähren nach Frankreich im Hafen, die nächsten Corisca Ferries fahren um 23:00 Uhr nach Savona und Toulon. Kann also sein das wir eh erst recht spät rein kommen.
Wir suchen einen Parkplatz am Hafen und machen uns auf den Weg in die Innenstadt um ein Restaurant zu finden. Am Platz Nicolas finden wir in den vielen Restaurants eine Pizzeria. Genau das richtige für uns, das Essen ist gut, das Wetter gnädig und so sitzen wir trocken unter dem Sternenhimmel.
Zurück am Auto können wir zumindest rein fahren, müssen dort aber noch lange auf den Parkflächen verweilen, die Fähre nach Frankreich ist mit einer Stunde Verspätung angegeben und wir bekommen sie auch gar nicht zu Gesicht, die nach Savona kommt zwar noch halbwegs pünktlich, läuft aber auch mit einer halben Stunde Verspätung erst aus. Unsere ist viel zu spät und beim Auslaufen haben wir eine Verspätung von über einer Stunde. Macht aber nichts, ist sogar ganz gut so, so wird die Fahrt nicht so lange. Da die Nachtfähre ja normal 7 anstatt 4 Stunden braucht ist es kein Problem trotzdem pünktlich in Livorno zu sein, was wir auch sind.
Es ist nach Mitternacht und somit schon Sonntag.

Sonntag 19.09.2010
Heimfahrt
Ich suche mir direkt einen Platz drinnen, wobei wir natürlich wieder mal Pech haben und erst sehr spät auf die Fähre kommen so dass die meisten guten Plätze eh schon weg sind, Pepe und Papa gehen nach draußen, da Pepe Enzo dort gut fest machen kann und die Wahrscheinlichkeit auf andere Hunde zu treffen geringer ist.
Als ich in den "Raum", naja eher Flur reingehe ist links die Info und eine dort spricht mich an, die Überheuft mich mit einem Italienischen Redeschwall, ich versteh nur so viel das sie die Tickets der Hunde, die wir wegen der Hitze doch nicht im Auto lassen durften, sehen will. Ich kann ihr aber nicht begreiflich machen das ich die nicht bei mir habe und ich nicht weiß wo Papa ist. Ich soll warten. Schließlich kommt ein Mann der mich auf Englisch nach meinen Namen fragt, dann muss ich wieder warten, nun sind eh alle brauchbaren Plätze weg. Man teilt mir mit das ich die Hunde nicht im Auto lassen darf, da ich aber Hunde aufs Auto gebucht habe nun Nachbezahlen muss. Tja nur ich habe keinen Cent Geld bei mir und weiß immer noch nicht wo Papa ist, das versuche ich denen klar zu machen, man bedeutet mir wieder zu warten. Dann leert sich alles, die Bediensteten verschwinden einer nach dem anderen, schließlich ist keiner mehr da. Ja was nun?
Ich richte mich dort auf dem Boden ein, die Jungs quetschen sich zu mir auf den Schlafsack. Wir scheinen mal wieder eine Attraktion zu sein, naja, sie sind auch mal wieder super lieb.
Um 5:30 werden wir geweckt, wir erreichen gegen 6:00 Uhr Livorno, am Ende dauert es dann doch bis 6:20. Ich habe viel zu wenig geschlafen. Als ich ein letztes Mal auf Toilette gehe spielen die Hunde noch mal Attraktion. Ich stelle Lex, bzw. setzte Fyn direkt neben der Toiletten Tür ab, da diese Überfüllt ist und lasse sie dort warten. Die Beiden sind super lieb, bewegen sich keinen Millimeter, starren die Tür an und bald schart sich eine Menschentraube um sie.
Relativ schnell sind wir von der Fähre unten und befinden uns auf dem Heimweg, nun ist der Urlaub wirklich zu Ende...
Die Heimfahrt läuft erst mal super, zumindest bis kurz vor Schluss. Vor Baden-Baden ist die Autobahn gesperrt und wir stehen im Stau. Wir schaffen es bis zu einem feldweg der von der Autobahn abzweigt und schleichen uns davon. Über Landstrassen gehts weiter bis wir auf die nächste Autobahn kommen. Am Ende verlieren wir eine gute Stunde, im vergleich zur Hinfahrt aber immer noch gut.
Wir sind zu Hause, müde und traurig das der Urlaub nun schon wieder vorbei ist.

 

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