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Korsika 30.08. - 13.09.2009

 
 
Sonntag 30.08.2009
Nun beginnt der 2. Teil unseres Korsika Urlaubs. Für 14 Tage verweilen wir nun in einem Ferienhaus in Murta (bei Urtaca), zusammen mit Daniela und Ann-Kathrin - natürlich mit Marie. Die Beiden kommen heute in Bastia am Flughafen an und bringen auch Jill mit.
Um 7:00 Uhr klingelt der Wecker, aber wir sind schon vorher wach. Die Nacht war unheimlich kurz, denn durch die Hitze im Schlafzimmer haben wir sehr schlecht geschlafen. Da haben wir nun endlich super bequeme Betten und schlafen trotzdem kaum und schlecht. Mensch das gibt's doch nicht.
Der Flughafen liegt ja eigentlich nicht in Bastia, sondern deutlich davor. Wir brauchen nicht ganz eine Stunde und haben dann etwas Probleme mit dem Parkplatz. Beim ersten Versuch verpassen wir die Einfahrt, auf dem Kostenlosen ist kein Parkplatz mehr frei, dann treffen wir die Einfahrt. Es gibt eine erste Schranke, dann den Ticketautomaten, dann eine 2. Schranke. Wie bescheuert ist das denn? Ich drücke auf den Ticketknopf und nichts passiert. Was nun? Ich kann wegen den Schranken nicht vor noch zurück und der Rufknopf bringt mir auch nichts, ich verstehe kein Französisch! Also drücke ich nochmal auf den Ticketknopf und Gott sei Dank spuckt der Automat nun doch noch einen Parkschein aus.
Also auf geht's. Überall gibt es Hinweisschilder Richtung Abflug, aber nichts über Ankunft. Doch ganz hinten sind Gepäckbänder und siehe da, an dem wo alles voller Leute steht, steht der GermanWings Flug aus Stuttgart angeschrieben. Doch wo sind Daniela und Ann-Kathrin? Wir suchen rum, doch sie sind nirgends zu sehen, ich schaue mal aufs Flugfeld und ja, da steht eine GermanWings Maschine, laut Anzeigetafel war der Flug 15 Minuten früher da. Und dann entdeckt Pepe Jill und Marie, da sind sie! Freudiges Hallo, Jill ist völlig aus dem Häuschen ihr Frauchen zu sehen!!!
Doch dann die erste Hiobsbotschaft, Marie hat sich natürlich den Urlaub zum Läufig sein gewählt und Fyn ist ja nun mal ein intakter Rüde. Hoffentlich wird es nicht zu anstrengend.
Nach einem Zwischenstopp in Ponte Leccia zum einkaufen - jaja Frankreich hat schon was für sich da kann man zumindest Sonntags Vormittags auch noch einkaufen - geht's zum Häuschen, auspacken, ausgiebig frühstücken, auch wenn es schon fast 11:00 Uhr ist und dann etwas ausruhen. Wir sind doch alle etwas müde, vor allem Ann-Kathrin und Daniela mussten heute Morgen halt recht früh aufstehen.
Wegen Fyn, der ja wegen seinem Husten noch nicht ins Wasser darf und sich schonen soll, können wir nicht an den Strand, aber nur rumsitzen wollen wir auch nicht, also fahren wir nach Ill Rousse.
In Ill Rousse ist Volksfest und deshalb tun wir uns mit der Parkplatzsuche schwer. Irgendwann stecken wir in einer schmalen Strasse fest und wir müssen wenden. Oh Gott. Aber irgendwie bekomme ich das mit Danielas Hilfe auch noch hin. Wir finden noch einen Parkplatz und schlendern gemütlich an der Strandpromenade entlang. Es ist sehr windig und der reinste Kampf mit den Haaren. Fyn schaut ständig nach Marie, er liebt sie ja sowieso, aber nun ist es ganz aus!
Am Ende der Strandpromenade drehen wir um und schlendern noch durch den Hafen bis auf den vorgelagerten Felsen zum Genuesen Turm. Was ein schönes Fleckchen! Aber man wird schier fortgeweht!
Zurück am Häuschen geht's erst mal unter die Dusche und dann etwas ausruhen. Das Wasser schmeckt stark schwefelhaltig, brrr, das kann man nun gar nicht mehr trinken.
Pepe fängt an zu kochen. Plötzlich bellen Marie und Jill los, Marie lässt sich abrufen, aber Jill bekommt sich gar nicht mehr ein und lässt sich auch nicht einfangen. Und es ist ausgerechnet Herr Hauck unser Vermieter, wie peinlich! Er stellt uns auch das Wasser wieder um. Mensch, hoffentlich benehmen sich die Hunde nun!
Dann ist das Abendessen fertig und wir setzen uns gemeinsam draußen an den Tisch und essen.
Um 22:00 Uhr löst sich das Ganze auf, wir sind doch alle recht müde von dem langen Tag.

Montag 31.08.2009
Nach dem ausgiebigen Frühstück und dem Füttern der Hunde machen wir uns alle fertig und um 11:11 Uhr sind wir auf dem Weg. Heute soll es einen Autoausflug durch korsische Dörfer geben. Wir biegen gleich mal auf die D81 Richtung St. Florent ab. An der Bocca di Vezzu halten wir das erste Mal an. Der Blick auf die Bucht von St. Florent ist toll. Auch der Blick zurück ist nicht schlecht. Die D81 ist zwar schon sehr kurvig, aber noch gut ausgebaut und breit. Dann biegen wir auf die D62 Richtung S. Pietro-di-Tenda ab. Die Bergdörfer liegen malerisch am Hang. Die Strasse ist nun schmal und besteht nur noch aus Kurven.
Vor Sorio halten wir vor einer Brücke an und tatsächlich gehen neben der Brücke Stufen zum Bach runter. Direkt hinter der Brücke ist ein großes, nicht ganz natürliches Becken. Enzo geht gleich mal schwimmen und wir finden auch einen Stock für ihn. Auch Lex und Fyn toben durchs Wasser und schwimmen auch mal kurz. Wir Sonnen uns und mich lockt das Becken doch zu sehr. Da ich keine Badesachen dabei habe gehe ich halt nackt eine Runde schwimmen, hier ist ja außer uns niemand. Das Wasser ist eiskalt, aber das spürt man nach kurzer Zeit nicht mehr und es ist unheimlich erfrischend. Einfach herrlich. Danach trockne ich mich in der Sonne und es geht weiter. Die Hunde sind nun alle nass, selbst Jill war einmal komplett rein gefallen und geschwommen.
Über Sorio, Pieve und Rapale geht es mit kurzen Zwischenstopps weiter zur Kirche St. Michelle. Dort waren wir, ich glaube 1998 mit Crazy schon mal. Gleich zu Beginn hat uns ein fremder Hund genervt, nun taucht auch noch ein zweiter, extrem aufdringlicher Hund auf. Lex regelt das zwar, aber der Hund versucht es mehrmals wieder, was doch sehr nervig ist. Naja, Marie riecht halt gut. Wir entscheiden daraufhin weiter zu fahren.
Über Olmeta-di-Tuda und Oletta geht es nach St. Florent. Die Parkplatzsuche bereitet uns weniger Probleme als befürchtet und es folgt ein gemütlicher Stadtbummel. Verschiedene Souvenirläden werden geplündert. Es geht weiter zum Hafen und auf der Mole machen wir eine Pause. Dann wieder durch andere Souvenirläden zurück. Ich erstehe eine beige Baseballkappe. Sowas habe ich ja schon länger gesucht. Aber immer nur dunkle oder weiße, oder hässliche gefunden. Weiße werden mir einfach zu schnell dreckig, dunkle habe ich ja schon welche, die sind bei Sonne aber eher unpraktisch.
Danach gehen Daniela und ich noch schnell in den Supermarkt, aber wir bekommen kein Baguette, aber alles andere was wir wollen. Ann-Kathrin entscheidet Heldenhaft sich mit ihren paar Brocken Schulfranzösisch auf die Baguette Suche zu begeben und kommt tatsächlich kurz darauf mit 2 Baguettes zurück. Lustig war, dass Daniela und ich sie nicht vom Supermarkt haben weg gehen sehen und kurz darauf stand sie mit den 2 Baguettes wieder vor dem Supermarkt, wir waren doch etwas überrascht.
Kurz nach 17:00 Uhr sind wir wieder an unserem Häuschen. Nun geht erst mal wieder die Duschorgie los... Das Wasser riecht metallisch, ganz arg metallisch, ich traue mich nicht es in den Mund zu nehmen. Mit dem Wasser haben wir hier echt kein Glück. Obwohl es in der Küche, nach der Zurückstellung wieder genießbar ist, ist es nicht gerade gut.
Pepe und ich beginnen mit dem Essen machen, es gibt Pizza. Plötzlich bellen unsere 3 Großen, die noch bei uns im Schlafzimmer sind, da sie nicht wieder aufhören, gehe ich nachsehen. Hinter meinem Auto parkt gerade Herr Hauks Auto. Seine Tochter und noch eine Frau. Ich gehe zu den Hunden rein um sie ruhig zu stellen, die Frauen bringen etwas und stellen es unters Dach bei der Toilette, ich denke es ist die Gasflasche die stand da vorher nicht. Aber sie sagen nichts dazu. Dann sehe ich, dass die Tochter in etwas Entfernung vor der Tür steht, sie will anscheinend was von mir. Meine Laune ist auf dem Tiefpunkt, wie soll ich das mit den Hunden weiter handhaben, wenn hier ständig so plötzlich jemand auftaucht. Bisher hatten wir Glück das sie da gerade nie frei draußen rum gerannt sind. Sie machen zwar ja nichts, aber das sie bellen ist halt schon wahrscheinlich. Dabei war gerade die Alleinlage, die wir nun so irgendwie gar nicht haben, wir haben ja direkt unterhalb Nachbarn und der Zufahrtsweg geht so dicht am Haus vorbei das da "ständig" Betrieb ist, das Kriterium für das Haus! So ein Mist, das nervt uns nun alle etwas. Vor allem hat man etwas das Gefühl das die Hunde doch nicht erwünscht sind. Ganz ehrlich, wenn es mir unrecht ist, oder ich mir unsicher bin dann sag ich "so Leuten" kein Häuschen zu, wenn doch, dann stehe ich aber auch dazu.
Nach dem Essen und Hunde füttern lesen wir noch etwas in Danielas Buch "Geheimnisse des menschlichen Gehirns" rum, das sie hier in dem Bücherregal gefunden hat. Wir lachen sehr viel, lesen aber auch nur Passagen, völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Danach schreiben wir noch Einkaufszettel und es geht nicht minder lustig zu. Denn das ganze Beginnt mit "ich packe meinen Koffer..." Wir lachen wieder sehr viel, kommen dafür aber kaum vorwärts. Irgendwann ist der Einkaufszettel aber auch fertig und es ist Zeit fürs Bett.

Dienstag 01.09.2009
Heute wollen wir an den Strand. Mal sehen wo wir was Brauchbares finden und wie das mit Fyn und Marie klappt.
Um 8:30 Uhr steh ich auf. Ich mache mit Fyn erst noch eine Distanzkontrolle und trotz dass er wegen Marie immer mal wieder unkonzentriert ist, arbeitet er sehr sauber auch auf etwas größere Distanz, nur schneller könnte es noch sein, aber ich fürchte das wird immer etwas unser Problem bleiben.
Um kurz nach 10:00 Uhr ist alles im Auto, alle haben sich eingecremt, wenn nur Pepe ihren Rücken nicht vergessen hätte und wir sind auf dem Weg vor an die Küste. Wir biegen Richtung Ostricioni ab und fahren die Sackgasse vor. Am Sandstrand ist schon einiges los und vermutlich wird das noch mehr. Also fahren wir erst mal bis zum Ende und wenden. Ein kurzes Stück zurück und das Auto geparkt. Da unten sieht es doch gar nicht so schlecht aus, aber wie runter kommen? Doch wir finden den Weg, er ist nicht weit weg. Wir beladen uns mit unseren Sachen, ich packe noch die Beiden Strandmuscheln und eine Luftmatratze ein, vergesse aber die Luftpumpe, so dass ich die Luftmatratze dann gar nicht aufblasen kann und sie somit ungenutzt bleibt.
Es geht sehr schmal und steil durch die stachelige Matcchia nach unten, wir kommen alle mehr oder weniger heil unten an, Pepe hat ein paar Kratzer, Daniela rutscht das letzte Stück auf dem Hintern, aber es passiert zum Glück nichts weiter.
Direkt um eine Felsnase rum ist ein netter Kieselstrand für uns. Wir breiten unsere Strandlaken aus und bauen die Strandmuscheln für mehr Schatten auf. Dann stürmen die anderen erst mal das Meer. Es gibt viele Felsen im Meer, es wird ewig auch nicht tiefer als Hüfttief, aber man kommt recht schwer rein. Ich suche erst mal eine Stelle an der ich Fyn anbinden kann, damit er Marie nicht belästigt. Dann teste ich das Wasser. Es ist angenehm kühl, aber nicht kalt. Enzo ist voll in seinem Element, Jill bellt am Ufer rum, Lex geht nur kurz baden, dann nutzt er ausgiebig sämtliche Sonnen und Schattenstellen um sich zu aalen. Marie traut dem Wasser nicht so ganz und bevorzugt die Strandmuschel. Plötzlich macht es platsch und ist still. Jill hat aufgehört zu kläffen und schwimmt zu Frauchen und ihrem Enzo, dem sie beim schwimmen schier auf den Rücken krabbelt. Das geht nun den ganzen Tag so mit den Beiden. Fyn nehm ich dann auch mal mit ins Wasser, aber ich muss ihn überreden, dann geht sogar er mit schwimmen.
Abwechselnd aalen wir uns am Strand im Schatten oder planschen im Meer.
Gegen 16:30 fangen wir an wieder alles zusammen zu packen, wir haben alle genug und leider hat sich Pepe den Rücken verbrannt.
Keuschend geht es den Pfad wieder hoch zum Auto und dann fahren wir gleich nach Ponte Leccia durch zum einkaufen. Großeinkauf für 3 Tage.
Zuhause angekommen sind wir alle müde. Fyn sitzt vor mir auf seinem Deckchen, die Augen zu und schläft im sitzen!
Dann gibt es Essen. Als Pepe sich gerade setzen will taucht unten am Hang schon wieder Herr Hauck auf. Natürlich bellen die Hunde. Er fragt ob alles in Ordnung ist, aber Pepe versteht kaum was. Also haben wir die heutige Vermieterkontrolle hinter uns. Er meint es ja vermutlich nur nett, aber uns nervt es schon ein wenig.
Es ist wieder ein sehr lustiger Abend. Enzo liegt neben dem Esstisch, ist todmüde, aber will sich nicht hinlegen. Er schläft immer wieder ein und sein Kopf sinkt nach unten, es sieht zum Schreien aus, wie er mühevoll versucht den Kopf oben zu behalten.

Mittwoch 02.09.2009
Wegen Enzos dauer Pinkelei, Fyn hat möglicherweise noch mal gehustet, da ist Wasser nicht so gut, entscheiden wir heute hier zu Bleiben und einen gemütlichen zu machen. Pepe übt etwas mit Jill, wir liegen faul rum, lesen, machen Rätsel und üben etwas mit den Hunden.
Pepe kam von einer Pipirunde mit Enzo mit Mandeln zurück, es gibt also doch noch welche, wir hatten schon gedacht es wären alle abgeerntet, da die Bäume so leer aussahen. Daraufhin zogen wir los und ernteten ein paar Mandeln.
Nach weiterem Faulenzen, lesen und mit den Hunden üben, Fyn scheint das Winken gerade mal wieder komplett verlernt zu haben, keine Ahnung warum der Kerl immer wieder so komplette Aussetzer hat, entdecken wir endlich das spielen für uns. Vor 3 Jahren mit Antje und Kerstin hatten wir ja fast jeden Abend, also richtig viel gespielt und es hat immer sehr viel Spaß gemacht. Wir spielten 2 Runden Hornochse und natürlich war es super lustig! Für Ann-Kathrin und Daniela war es ein neues Spiel und so hatten sie etwas Anfangsschwierigkeiten.
Doch dann war es Zeit fürs Abendessen, Pepe fing an zu schnipseln, Daniela und ich halfen ihr etwas, es gab einen Kartoffel-Gemüse-Auflauf, der wieder sehr lecker war.
Später spielten wir eine Runde Triomino, was mal wieder sehr lustig wurde. Diese Beiden Spiele sollten für den Rest des Urlaubs auch unsere Abendbeschäftigung sein.

Donnerstag 03.09.2009
Pepe hat sich heute einen Ausflug an einen Fluss gewünscht, also soll es heute an den Asco gehen. Um kurz nach 10:00 Uhr sind wir auf dem Weg und haben die Videokamera vergessen. Pepe sagt irgendwas mit Kamera, ich dachte sie redet mit Ann-Kathrin über Fotos und da ich Richtung Zimmer weiter ging, zum abschließen, dachte sie ich hol sie, dabei ist die Kamera gar nicht im Schlafzimmer. Also klassisches Missverständnis und ziemlich ärgerlich.
Wir fahren ins Asco-Tal, zu Beginn noch mehr die Ebene, bevor es dann endlich wirklich in den felsigen Taleinschnitt geht. Das Asco-Tal ist wunderschön. Teils nur knapp, teils recht tief unterhalb der Strasse verläuft der Fluss in einem recht schmalen Tal mit steilen Felswänden. Überraschenderweise wird das Tal hinter Asco eher etwas breiter und es gibt nun viele Kiefern und andere Nadelhölzer, bevor die Strasse am Ende des Tals dann nach Haut-Asco, bis zum Hotel sich in Serpentinen hinauf windet.
Wir suchen eine schöne Stelle an der man an den Fluss kommt und wir mit den Hunden verweilen können. Aber entweder ist viel los, es ist gerade ein anderer Hund da, oder es geht zu steil runter oder ich finde keine Parkmöglichkeit.
Doch dann finden wir ein schönes Plätzchen. Das Fleckchen hat eher seichtes Wasser, an der tiefsten Stelle ist es gerade mal knapp Hüfttief. Aber es reicht, dass die Hunde toll drin planschen können und wir uns auch etwas abkühlen können. Außer mir hat eh keiner Badesachen dabei, außerdem ist es den Anderen zum Schwimmen eh zu kalt. Aber es hat ein paar gemütliche Felsen zum darauf sitzen und liegen.
Wir bleiben eine ganze Weile hier, spielen etwas mit den Hunden, warten durchs Wasser und genießen die Sonne. Einfach herrlich.
Zum im Fluss weiter laufen scheint außer mir keiner Lust zu haben. Ich gehe ein Stück aufwärts, doch da kommen bald Leute und da Enzo mir neben Lex und Fyn, auch folgt, kehre ich wieder um.
Um 13:30 Uhr ziehen wir weiter. Bald erreichen wir das Palteau Stagnu, hier Endet die Strasse an einem Hotel und einer Gite de Etap mit vielen Zelten der GR20 Wanderer drum rum. Der Blick auf die Berggipfel ist gigantisch und Sehnsucht packt mich...
Früher gab es hier auch einen Skilift und ich finde man kann schon noch etwas die Skipiste sehen. Wir entscheiden uns ein Stück hoch zu laufen, doch Ann-Kathrin und Daniela kommen nur 5 Meter weit, dann können sie nicht mehr, bzw. haben keine Lust mehr und gehen ins Cafe zurück, während Pepe und ich dem GR20 ein Stück folgen.
Der Asco, der hier Stranciacone heißt liegt irgendwo links tief unter uns. Es geht stetig, aber nicht all zu steil bergan. Doch der Fluss beeilt sich mit den ansteigen und als er fast auf gleicher Höhe ist biegt links ein Trampelpfad zum Bach runter ab. Wir setzen uns seine Runde an den Bach, der hier nur ein größeres Rinnsal durch ein Felsenmeer ist. Das Panorama der Berge ist Atemberaubend!
Nach einiger Zeit gehen wir wieder zurück, der Weg durch den Wald ist felsig und schottrig, aber doch ein angenehm zu gehender Waldweg. Naja, Weg klingt fast zu hochtrabend, Pfad ist wohl das geeignetere Wort.
Unten treffen wir am Cafe auf Ann-Kathrin und Daniela. Im Auto essen wir noch etwas, es ist schon nach 15:00 Uhr. Dann machen wir uns auf den Rückweg.
Auch wenn es fahrerisch schon etwas anstrengend ist, genieße ich die Fahrt durch dieses wunderschöne Tal.
Da ich eh nach Ponte Leccia zum Tanken muss, das Asco-Tal zweigt ja auch nur kurz vor Ponte Leccia ab, entscheiden wir heute nochmal einkaufen zu gehen und unsere Vorräte bis Sonntag aufzustocken.
Am Super U finden wir aber diesmal keinen Schattenparkplatz und so nimmt Ann-Kathrin die 5 Hunde und stellt sich mit ihnen in den Schatten während wir anderen 3 einkaufen gehen. Ich gehe gerade durch die Supermarkttür als Jill hinter mir steht, also noch ein Versuch. Wir haben uns eindeutig die falsche Kasse ausgesucht, als wir alles auf dem Band haben macht die Dame erst mal Kassensturz...
Jill hat sich alle 4 Füße irgendwo leicht wund gerieben, nicht schlimm, es scheint sie selbst auch nicht weiter zu stören, aber so Welpen Ballen sind halt doch noch zu weich um wie eine Irre über die Felsen zu toben. Aber der kleine Wirbelwind ist ja nicht zu stoppen.
Dagegen scheint Marie nun aus der Standhitze draußen zu sein. Sie bietet sich Fyn nicht mehr an und Fyns Interesse an ihr ist deutlich zurück gegangen, auch wenn er sie immer noch toll findet. Aber heute am Fluss war Fyn dann doch ganz der Alte mit fast nur Augen für seinen großen Bruder Enzo!

Freitag 04.09.2009
Erst um 20 nach 10 machen wir uns auf den Weg nach Bastia. Ann-Kathrin hatte sich eine Großstadt gewünscht, da mussten wir sie aber enttäuschen, sowas hat Korsika nicht zu bieten. Es gibt nur 2 größere Städte, das eine ist Ajaccio, das andere, nur etwas kleiner mit gut 50000 Einwohnern ist Bastia. Also gerade mal etwas größer als Neustadt und doch deutlich kleiner als Mainz, geschweige denn Großstadt.
Ein wenig graute mir vor der Fahrt, immerhin eine gute Stunde einfacher Weg, aber das ist es gar nicht, um Bastia ist vor allem vormittags und abends immer sehr viel Verkehr und Stau und die Parkplatzsuche ist auch nicht gerade einfach.
Um kurz nach 11:00 Uhr waren wir kurz hinter Casamozza als es mit Stauungen anfing. Ich bremste, hinter mir ein kleiner, weißer 106er Peugeot bremste auch und dann hörten wir das quietschen einer Vollbremsung, da rast einem der Gedanke das es gleich Bum macht schon durch das Gehirn. Im Spiegel sah ich einen dunklen Espace leicht nach links ausscheren, dann folgte schon das Bum, es folgte der Gedanke "Bitte lass es dabei bewenden", aber dem war nicht so, es folgte das 2. Bum, was leider dann der weiße Peugeot in meiner Stoßstange war.
Der Peugeot sah übel zugerichtet aus, seine vordere Stoßstange hing noch bei mir auf der Anhängerkupplung, aber nicht mehr am Peugeot. Der Espace hatte vorne auch einiges abbekommen und wenn auch bei mir die Anhängerkupplung das meiste Abgefangen hat, sind wir nicht ganz ungeschoren davon gekommen, die hintere Stoßstange hat eine böse Delle und ist etwas verformt. Zum Glück gehen die Türen hinten noch Problemlos auf und zu.
Wir haben erst mal alle Autos von der Strasse befördert, der Peugeot lief nicht mehr so wirklich gut, dann fingen die Probleme an. Der Verursacher, ein Franzose, der andere ein Korse. Natürlich hat keiner wirklich englisch gesprochen und von uns kann keiner französisch. Die Beiden haben kräftig mit Versicherungspapieren hantiert, worauf ich aber auch nichts verstehe. Mich haben sie erst mal komplett ignoriert. Ich hab mich mal bemerkbar gemacht, ok mein Schaden ist der geringste, bezahlt will ich ihn trotzdem bekommen. Der Espace Fahrer hat gleich mal alle Schuld von sich gewiesen, nicht die für den Schaden am Peugeot, aber für den Schaden an meinem Auto. Polizei hatten sie nicht gerufen, ist in Frankreich bei Blechschäden wohl auch nicht üblich. Aber da der andere an meinem Schaden unschuldig sein will, dann auch noch im Ausland, mit Ausländern deren Sprache wir nicht verstehen, das war mir dann doch zu unsicher. Ann-Kathrin rief die Polizei an, die sprach sogar etwas deutsch, nahm den Unfall auf, sagten dann auch sie würden jemanden vorbei schicken. Wir warteten, aber es kam einfach keine Polizei. Daniela ruft nochmal an, aber ob nun jemand kommt oder nicht bleibt unklar. Am Ende habe ich einen Schadenszettel mit den Daten des Peugeot Fahrers und wir fahren weiter. Das Ganze hat ja auch nur 2,5 Stunden gedauert.
Endlich sind wir in Bastia, arg was für eine schreckliche Stadt, fahrtechnisch. Zum Glück finden wir dann hinterm neuen Hafen recht problemlos einen Parkplatz, der zum Glück auch noch kostenlos ist.
Pepe und ich haben vor 3 Jahren Bastia ja schon besichtigt und sind so also nicht an was Speziellem interessiert. Die anderen Beiden wissen nicht so recht was, wissen ja auch nicht was es so gibt. Wir gehen erst mal zur Tourismusinformation und besorgen uns einen Stadtplan. Ann-Kathrin und Daniela haben aber etwas Probleme damit den Stadtplan zu lesen. Also geht Pepe erst mal voraus.
Zuerst zum Place Saint-Nicolas, ein wirklich schöner Platz. Die Cafes reizen vor allem Daniela, aber zuerst wollen wir doch mal was Besichtigen. Wir ziehen weiter über den Platz, durch die angrenzenden Kirchen zum alten Hafen und dann über den römischen Garten in die Zitadelle. Es werden alle Kirchen besichtigt, generell Besichtigen wir diesmal recht ausführlich, und so ist es schon kurz nach 4 als wir die Zitadelle verlassen.
Wir schlendern über den Boulevard Paoli zurück. Nach kurzen Abstechern zum Bäcker und in den Spar erreichen wir ziemlich müde wieder den Place Saint-Nicolas. Wir machen eine Pause, bevor wir uns sehr erschöpft auf den Rückweg machen.

Samstag 05.09.2009
Heute war dann Daniela mit ihrem Wunsch an der Reihe. Nach kurzem überlegen entschied sie das sie am liebsten hier am Haus einen Faulen machen wollte. Wenn es ihr nichts aus macht, würde ich dann zumindest einen Teil des Tages allein oder mit den Anderen auf Achse gehen. Ihr war es recht. Ann-Kathrin entschied sich das sie lieber auch hier bleibt und Pepe wollte lieber mit mir kommen.
So was wir wirklich machen wollten wussten Pepe und ich auch nicht, wir wollten mal Richtung Calvi losfahren. So machten wir uns um kurz nach halb 11 auf den Weg, natürlich hatten wir die Hälfte vergessen, vor allem was zu trinken für uns, für die Hunde hatten wir was dabei.
Wir kamen nicht weit. Vorne aus dem Tal raus und bis Lozari. Dort gab es einen Snadstrand auf dem zumindest zurzeit nicht viel los war.
Der Parkplatz lag ungefähr in der Mitte, die Ferienanlagen rechts. Der Strand war recht lang und so blieben wir in der Mitte, wo nahe 2 Bars waren. Genau dort wo wir auf den Strand kamen, waren oben am Anfang Eisenstangen wo wir die Hunde fest machen konnten. Außer Lex, den lies ich frei, denn sobald er angebunden war bellte er und so lag er eigentlich die ganze Zeit bei unseren Sachen und alle waren recht still.
Es war sehr windig, was die wenigen Leute am Strand erklärte, denn es wurden auch kaum mehr. Der Wind war schon fast unangenehm, blies Blätter und so und auch manchmal etwas Sand durch die Gegend. So wurde es aber selbst in der prallen Sonne nicht zu heiß, auch den Hunden nicht.
Und das Beste an dem Wind waren die Wellen, richtig hohe Wellen. Pepe und ich nahmen die Kissen vom Schlauchboot und stürzten uns in die Wellen. Gigantisch. Hat das einen Spaß gemacht! Aber anstrengend war es schon auch. Enzo musste später das Wasser auch noch testen, der Hund ist einfach gestört. Wie ein Irrer stürzte er sich in die Wellen. Wir wechselten planschen und sonnen ab, später wurden die Wellen noch etwas höher, aber leider auch der Wind stärker.
Um 15:00 Uhr strichen wir die Segel, auch wenn wir etwas uneins waren ob wir nicht doch noch etwas bleiben sollen, es war wirklich super schön mit den Wellen. Ich liebe Meer mit ordentlichen Wellen.
Und nun? Direkt zurück oder noch weiter Richtung Calvi? Aber Calvi ist eh zu weit weg, das sollten wir mit den Anderen mal als Tagesausflug machen. Also zurück, aber nicht auf direktem Weg. Von Lozari führt die N197 über Belgodere Richtung Ponte Leccia, das hört sich doch gut an. An der Abzweigung sammelten wir noch ein junges Pärchen Anhalter, Rucksacktouristen auf und nahmen sie bis Belgodere mit. 2 Franzosen, die aber zum Glück etwas englisch sprachen. Natürlich bellten die Hunde erst mal, beruhigten sich aber schnell, nur Fyn nicht, der musste immer mal wieder loslegen, schon etwas peinlich. Ab Belgodere ging es dann für uns allein weiter.
Später bogen wir dann auf die D8 ab, überquerten die N1197, die von Ponte Leccia nach "Hause" führt und fuhren noch auf der anderen Hangseite durch die Bergdörfer Pietralba, Lama und Urtaca. Pietralba ist wirklich wunderschön, Lama liegt total schön und Urtaca sah nicht so verlockend aus, so dass wir nur durch die Randregion fuhren und dann zurück auf die Hauptstraße und nach "Hause".
Irgendwie kam mir die Dusche heut besonders kalt vor, aber so richtig heiß war sie noch nie, was aber bei den Temperaturen ja nicht so tragisch ist. Viel schlimmer ist, dass sie nur ein Rinnsal ist und ich das Shampoo kaum wieder aus meinen Haaren bekomme.

Sonntag 06.09.2009
Für heute Stand dann Calvi auf dem Plan. Um 9:55 waren wir auf dem Weg.
Wir fanden richtig schnell einen kostenlosen Parkplatz, gar nicht weit von der Altstadt weg. Wir machten uns auf den Weg und fanden auch gleich ein Schild Richtung Tourismusinformation, dort besorgten wir uns einen Stadtplan.
Wir bummelten gemütlich durch die Altstadt Richtung Zitadelle, durchstöberten verschiedene Souvenirläden und Pepe erstand ein T-Shirt. Danach besichtigten wir die Zitadelle ausgiebig. An sich eine schöne Anlage, tolle schmale Gassen, tolle Anlage an sich, aber leider ist alles arg dem Verfall preis gegeben. Überall blättert der Putz ab, ganz schlimm war es in der Kirche. Sehr traurig, da könnte man so viel mehr draus machen.
Danach bummelten wir wieder durch die Altstadt zurück, erneut mit Besuchen von Souvenirläden.
Dann ging es weiter ins Hinterland von Calvi, in den Kessel von Bonifatu. An der Auberge de la ForÍt endet die Strasse, die D251 an einem Parkplatz, für den wir allerdings bezahlen mussten. Da 3,50 Euro aber nun wirklich nicht so viel waren, entschieden wir hier zu parken und spazieren zu gehen.
In unseren Reiseführern stand etwas von einer 20-30 Minuten Tour, nur auf den Schildern war nichts Passendes zu finden, Zeitangaben gab es eh mal wieder kaum welche. Vom Parkplatz geht der Tra Mare e Monti weiter und auch die Variante des GR20. Ich kann nicht anders, ich komme da sofort ins Träumen.
Tja, welchen Weg nehmen wir jetzt? Wir entscheiden uns für den breiten Weg, den auch einige andere benutzen. Grundlegend keine schlechte Wahl!
Neben uns hören wir den Figarella-Bach plätschern und dann ergab sich auch eine Stelle um runter zu kommen. Wir gingen bis zum Bach runter und ließen die Hunde planschen. Leider war Jill wieder sehr laut und da, wenn auch nicht sichtbar, unter- und oberhalb auch noch andere Leute waren, war mir das schon sehr unangenehm. Also gingen wir zum Weg zurück, Fyn hatte es mal wieder zu eilig, war Pepe im Weg, überrannte Enzo und prügelte sich dann mit Lex. Na toll, doofer Köter.
Daniela war nicht so fit und ging von hier zurück in die Auberge. Wir anderen gingen den Weg weiter, bis der breite Weg zu Ende war. Er ging auf dieser Seite nur noch schmal als GR20 weiter und auf der anderen Bachseite, hier war das Bachbett steinig und breit, führte aber irgendwie kaum Wasser, als GR20 und weiterer Weg wieder Talabwärts.
Wir überlegten lange rum, aber irgendwie hatten wir alle 3 noch keine Lust zurück zu gehen und wir glaubten der eine angeschriebene Weg sei der Rundweg vom Parkplatz. Wie wär's mit dem? Naja, keiner wusste wie lang der ist und ob er es wirklich ist, aber wir können es ja mal versuchen.
Der Weg ging nun nur noch als schmaler, steiniger Pfad, ordentlich bergauf weiter. Doch er ging leicht ins falsche Seitental und wir wurden unsicher. Naja, zur Not müssen wir halt wieder alles zurück, aber ein Stück gehen wir auf jeden Fall noch. Dann kamen wir oben an eine Kreuzung, wo "unser" Weg die GR20 nach links abwärts verließ. Das sah irgendwie sehr passend aus.
Also folgten wir dem Weg weiter. Bisher war er nur steinig mit gigantischem Ausblick auf die Berge und in diesen Sagenhaft schönen Kessel. Nun ging es zu einem Bach runter, durch diesen durch und dann etwas weiter aufwärts. Wir hatten die Breche ins richtige Tal überschritten, nun waren wir überzeugt auf dem richtigen Weg zu sein.
Der Weg tauchte nun in den Wald ein und ging teils steil bergab, teils sogar in Serpentinen, bis wir unten wieder den Bach erreichten. Hier gab es eine Hängebrücke, der Bach war recht breit und bot einige Badegumpen. Wir und die Hunde meisterten die Hängebrücke um dann doch nochmal an den Bach runter zu gehen. Durch den Mangel an Badesachen, badeten nur die Hunde und wir kühlten nur die Füße.
Allzu lange blieben wir nicht mehr, wir hatten Daniela nun wirklich lange genug warten lassen. Auch wenn die Stelle wirklich wunderschön war und zum verweilen einlud.
Es war nicht mehr weit bis zum Parkplatz, doch da Daniela den Autoschlüssel hat, ließ Ann-Kathrin am Auto einen Schreier fahren. Ich machte Lex und Fyn fest und ging zur Auberge, wo ich Daniela gleich fand. Sie hatte Ann-Kathrins Schreier gehört und bereits bezahlt.
Wir machten uns auf den Rückweg, jedoch nicht bis Calvi runter und dann die Hauptstraße, sondern über die Dörfer am Berghang entlang, auf der D151. Eine wirklich tolle Strecke, mit wunderschönen Bergdörfern und sagenhaften Ausblicken auf die Ebene und die Bucht von Calvi.
Das letzte Stück wurde leider etwas getrübt weil wir so einen idiotischen Reisebus vor uns hatten. Was um alles in der Welt macht ein Reisebus auf DER Strasse?

Montag 07.09.2009
Um kurz nach 10:00 Uhr waren wir auf dem Weg an den Strand. Wir wollten es nochmal mit dem Sandstrand probieren, wo Pepe und ich vorgestern gewesen sind. Doch da es heute, obwohl auch windig, nicht so extrem ist, erwarten wir schon einen wesentlich größeren Andrang. Dafür hielt es sich dann eigentlich in Grenzen, es war schon deutlich mehr los, vor allem ab mittags, aber doch noch nicht so viel.
Wir wählten wieder dieselbe Stelle wie das letzte Mal, da man hier die Hunde halt gut anbinden kann. Hier hinten war auch am wenigsten los, die meisten lagen näher am Meer. Lex und Marie waren frei, die anderen 3 hinten angebunden.
Diesmal hatten wir alles mit, Essen und Trinken für uns, Wasser für die Hunde, Sonnencreme und "Wasserspielzeug" zu unserer Bespaßung. Und natürlich hatte Lex auch wieder sein eigenes Strandlaken.
Diesmal nahm ich mir eine Luftmatratze und den Blasebalg mit. Das Aufpumpen dauerte trotzdem ganz schön lang.
Das Wetter war heute ruhiger, zu Beginn kaum Wind, der aber immer mehr auffrischte, bis es gegen Nachmittag doch wieder recht ordentliche Wellen gab. Dafür war es etwas kälter, aber immer noch heiß.
Wir stürzten uns dann alle ziemlich bald ins Wasser, Pepe mit Enzo und Jill. Jill war zu Beginn etwas vorsichtig, das letzte Mal war das Meer ja doch etwas "gefährlich" gewesen. Als sie aber merkte, dass es wieder nur ganz sanfte Wellen gab, vergaß sie sofort alle Scheu und schwamm wieder kräftig auf und um den Enzo rum. Auch die Luftmatratze nutzte sie als Zwischenstation. Ich ließ mich dafür auf der Luftmatratze eine Runde von Enzo ziehen.
Es war herrlich, im Wasser war es auch sehr angenehm warm. Das Wasser ist hier wirklich herrlich, ganz klar und türkisfarben. Richtig idyllisch.
Dem Meer folgte das Sonnenbaden, dann wieder das Meer, ...
Später nahm ich auch einmal Fyn mit ins Wasser, der aber lieber Kapitän der Luftmatratze machte. Irgendwie ist ihm das Schwimmen halt immer noch nicht so ganz geheuer.
Später als dann die Wellen höher waren stürzten wir uns wieder mit den Bootskissen in die Fluten. Die Wellen waren nicht ganz so hoch wie das letzte Mal, aber es waren schon ordentliche Wellen und es machte wieder sehr viel Spaß.
Zum Schluss nahm Pepe dann auch nochmal Enzo und Jill mit ins Wasser. Enzo war wieder Meister der Wellen und unterhielt damit den ganzen Strand, der nun doch recht voll war. Für Jill waren die Wellen eigentlich viel zu hoch, aber die Kleine Irre war völlig unerschrocken und versuchte sich mit in die Fluten zu stürzen. Sie ging dabei zwar fast unter, aber das störte sie nicht. Wenn sie dann mal drin war klappte das alles auch ganz prima, aber da wo die Wellen brechen waren sie einfach zu hoch für sie.
Kurz nach 16:00 Uhr packten wir alles zusammen und machten uns auf den Weg nach Ponte Leccia zum Einkaufen.

Dienstag 08.09.2009
Daniela und Ann-Kathrin wollen den Tag lieber wieder hier verbringen. Also zogen Pepe und ich mit den Hunden allein los. Zuerst nach Ponte Leccia und dann auf der D71 durch die Castaniccia.
Zunächst ging es gemütlich Serpentinen aufwärts, durch stark bewaldete Hänge. Später zog es uns dann zu den Bächen, aber irgendwie war nichts Passendes zu finden. Die meisten Bäche waren viel zu steil.
Dann bog eine Strasse Richtung Konvent von Alesani ab, dort waren wir vor 3 Jahren gewesen und auf dem Weg dorthin - allerdings von der anderen Seite aus - lag ja auch irgendwo "unser" damaliger Bach. Wir bogen also auf die D17 ab und kamen dann auch an einen netten Bach. Nach oben sah er erst mal richtig gut aus, aber da machte sich gerade eine Familie breit. Also versuchten wir es Bachabwärts. Aber der Bach war recht unzugänglich, auch recht steil und links und rechts ziemlich zugewachsen. Wir gingen ein Stück, kamen aber nicht sehr weit, dann ging es nicht mehr weiter. Also kehrten wir um. Wir finden sicherlich noch einen besseren Bach.
Also weiter. Dann aber nicht Richtung Konvent, sondern Richtung Valle d'Alsani abgebogen und schon standen wir an "unserem" Bach. Hier waren wir ja am Anfang unseres Urlaubs, bei unserer Mare a Mare Wanderung schon vorbei gekommen.
Vor 3 Jahren waren wir wenn immer bachaufwärts gelaufen, nie runterzus und so entschieden wir es nun mal Bachabwärts zu probieren. Das war eine gute Entscheidung, der Bach war abwärts wunderschön, eigentlich schöner als aufwärts.
Allerdings gab es, vor allem für die Hunde und natürlich besonders für Jill, einige schwierige Stellen, die wir aber alle gut meisterten. Jill stellte sich eh super an, die kleine Maus ist sehr geschickt. Natürlich hoben und trugen wir sie auch einige Male.
Bei Lex, der eigentlich noch immer alles gut kann, merkte man aber schon, dass er kein Jungspund mehr ist und übervorsichtig geworden ist.
Es folgte eine nette Stelle der nächsten, aber nach knapp einer Stunde ließen wir es gut sein und legten eine Pause ein bevor wir umkehrten. Der Rückweg geht immer deutlich schneller. Erstens muss man nicht mehr nach jeder Biegung alles Bewundern und 2. Kennt man schon die Wege wo man gut lang kommt.
Danach fuhren wir weiter wieder auf die D71 und diese bis Chervione. Dort bogen wir Richtung San Nicolao ab, um durch die wunderschönen Tunnel und an dem Wasserfall vorbei zu kommen.
Ein Ort vornedran spielten 2 Hunde auf der Strasse, Fyn bellte und daraufhin verfolgte uns der Eine. Rannte mir dann sogar mehrmals vors Auto. Das war ein schaff bis wir den blöden Köter wieder los waren.
Von San Nicolao, wo wir ja auch auf unserer Wanderung waren, fuhren wir zurück an die Küste und dann über Casamozza und Ponte Leccia nach "Hause".

Mittwoch 09.09.2009
Heute wollen wir ins Asco-Tal wandern gehen. Doch als wir vor kommen müssen wir feststellen, dass Daniela zur Abwechslung noch nicht wach ist und die Beiden sich eingeschlossen haben, sonst bleibt die Tür nicht zu, und somit kommen wir nicht rein. Mist!
Und noch viel schlimmer ist das Wetter! Über den Bergen stehen einige dicke Wolken die auch dunkler sind. Allerdings mehr im Osten, aber man weiß ja nicht so genau wie sich das weiter entwickelt. Und vor allem kann man ja nicht sehen was sich hinter den Bergen noch verbirgt. Ob sich das zu Gewittern entwickelt? Oder löst es sich auf? Wer weiß das schon so genau. Und Wetterbericht haben wir keinen, würde uns auch nicht viel bringen, würde ja eh keiner verstehen.
Was machen wir nun? Ist ja auch Schitt wenn wir endlich das Asco-Tal hoch gefahren sind und dann ist das Wetter nichts, oder zweifelhaft. Das Risiko bei Gewitter in den Bergen zu stehen wollen wir halt auf keinen Fall eingehen und so die Wetterexperten sind wir halt auch nicht.
Um viertel vor 9 stehen die anderen beiden auf. Wir sind uns immer noch uneins, entscheiden dann aber auf Nummer sicher zu gehen und das Wandern auf morgen zu verschieben. Hoffentlich ist dann das Wetter gut! Natürlich hält das Wetter heute...
Wir beschließen nochmal an den schönen Strand bei Lozari zu gehen. Es ist wieder recht windig und die Wellen hoch. Aber es ist auch ein bisschen kälter. Wir suchen uns diesmal einen Platz weiter links, direkt an der einen Strandbar, da es an unserem alten Platz so viele Kletten gab das Pepe dem Enzo massig Fell raus schneiden musste.
Pepe geht dann erst mal mit den Hunden ins Wasser, sie spielt mit Enzo Ball und Fyn, Jill und Marie spielen mit, auch wenn außer Jill einmal keiner der anderen schwimmen geht. Jill bellt dafür zur Unterhaltung viel. Da regt sich plötzlich der Barbesitzer ganz fürchterlich auf. Er brüllt rum, natürlich in Französisch und außer "Chien" versteh ich gar nichts...
Danach ist die Stimmung etwas geknickt, was nun? Die Hunde bleiben den Rest der Zeit an unserem Platz.
Pepe nimmt dann meine Beiden eine Runde und ich gehe ins Meer, welches heute wirklich eiskalt ist! Ich plansche eine Weile in den Wellen, es macht total Spaß. Nach kurzer Zeit kam einem das Meer auch nicht mehr so kalt vor. Doch dann taucht auf einmal eine Qualle auf und gleich nochmal 2 und ich mache das ich da Weg und raus aus dem Wasser komme. Schitt! Ich wäre gern noch etwas im Wasser geblieben.
Wir entschieden nur noch kurz zu bleiben und dann nach "Hause" zu fahren und einen Spiele Nachmittag zu machen. Um 14:00 Uhr waren wir auf dem Heimweg.

Donnerstag 10.09.2009
Heute wollten wir eine erneuten Versuch starten ins Asco-Tal, naja, eher an dessen Ende nach Stagnu, wandern zu gehen. Das Wetter war Gott sei Dank wieder besser und so stand der Wanderung nichts weiter im Weg.
Um 9:20 Uhr waren wir auf dem Weg. Ann-Kathrin kam diesmal mit, aber Daniela blieb am Haus, für sie wäre diese Wanderung doch etwas zu viel gewesen.
Um 10:20 erreichten wir Haut-Asco. Gleich machten wir uns, naja, eher die Hunde, Lex und Fyn trugen ihre Taschen, Lex mit Karte, Leckerlies und Pullis und Fyn mit Getränken für uns und die Hunde, fertig und zogen los.
Wir folgten der GR20 erneut bergauf durch den Kiefernwald, an der Stelle vorbei wo Pepe und ich das letzte Mal an den Bach abgebogen waren. Der Wald wurde immer lichter und es wurde immer steiniger. Schließlich waren wir aus dem Wald draußen und der Weg immer öfter mit Geröll übersät. Wir kamen auf eine kleine Lichtung, rechts von uns sah man am Hang noch die verrosteten Pfeiler des ehemaligen Skiliftes. Wie traurig sie die Natur verschandeln.
Hier oben trafen wir auf ein Pärchen, Deutsche, die auch gleich mal unsere Taschenhunde bewunderten und Bilder von ihnen machten. Das Pärchen trafen wir den Rest des Tages immer wieder, sowohl auf dem Weg nach oben, als auch auf dem Rückweg.
Das Wetter war inzwischen doch ganz schön bewölkt, aber nach Regen sah es nie aus, es wurde auch nicht schlechter. Aber es war ganz schön frisch. Schon beim Aussteigen aus dem Auto war das aufgefallen, aber beim Laufen war es dann ok.
Der Weg zog sich nun an der Bergflanke entlang aufwärts. Erst durch überwiegend Macchia mit noch recht sandigem Weg, dann immer mehr Geröll, bis wir bald auf reinem Geröll liefen, das aber eher klein war und zum wegrollen unter den Schuhen neigte.
Wir erreichten die etwas ebener Stelle um A'Ltorre und den kleinen Tümpel, den wir aber erst sahen als wir schon vorbei waren. Hier stand mal eine Hütte von der leider gar nichts mehr übrig ist.
Von nun an wurde der Weg richtig steil und zog sich über fast blanken Fels. Geröll und Fels, teils mit leichten, aber absolut harmlosen Kletterstellen.
Fyn tat sich unheimlich schwer, wollte immer wieder in die falsche Richtung gehen. So kennen wir Fyn gar nicht, normal ist er der geschickteste und immer ganz flott beim klettern! Was war nur heute los? Ich war schon ganz schön irritiert. Erst viel später kamen wir darauf, dass es Möglicherweise die halb leeren Getränkeflaschen waren. In denen schwappte das Wasser hin und her und sorgte für eine ständig und vor allem plötzlich wechselnde Gewichtsverteilung, die Fyn weder einschätzen noch kontrollieren konnte. Und nachdem er sich am Anfang der Kletterei damit schwer getan hatte, war er danach natürlich etwas verunsichert.
Nach heftiger Kletterei, inzwischen war es so frisch das wir alle unsere Pullis angezogen hatten, erreichten wir gegen 13:00 Uhr, nach ungefähr 3 Stunden die Höchste Stelle auf 2183m, den Col du Perdu oder auch Bocca Tumasginesca.
Hier war für uns Endstation. Im Anschluss folgt die Schwierigste Stelle der GR20, der Cirque de la Solitude. Eine Kesseldurchquerung auf blankem Fels, schier senkrecht runter und wieder hoch. Die schwierigsten Stellen sind zwar mit Ketten entschärft, aber für heute ist das auf alle Fälle zu schwierig und auch zu lang.
Gerade als wir oben angekommen sind, kommt eine Gruppe aus dem Cirque de la Solitude. Jeder der oben ankommt wir stürmisch mit Beifall begrüßt und als alle oben sind gibt es ein paar Lieder. Die Gruppe ist einfach gut drauf und es macht richtig Spaß. Ein paar sprechen etwas Deutsch und schon wieder werden unsere Hunde mit ihren Taschen bewundert.
Wir legen hier oben eine längere Pause ein, auch wenn es sehr zugig und dadurch richtig kalt ist. Die Landschaft ist einfach grandios, der Cirque de la Solitude ist einfach nur gigantisch, atemberaubend!
Natürlich ist auch die Landschaft davor einfach nur super, die Berggipfel, die Klasse Aussicht...
Irgendwann trennen wir uns von den Ausblicken und den Träumereien und machen uns an den Abstieg. Es geht auf demselben Weg wieder zurück. Ruck zuck sind wir den Felshang wieder unten, die Hunde klettern wie die Großen, Jill die zwar einige Stücke getragen wird, ist der reinste Hammer, sie rennt wie eine Große über die Felsen, klettert und springt als wäre sie ein alter Hase! Wir müssen sie echt bremsen damit sie sich nicht übernimmt, denn eigentlich findet sie es nun gerade doof getragen zu werden.
Unten am Tümpel machen wir eine Pause und die Hunde können was trinken. Von jetzt an wird Jill den Rest der Strecke komplett von Pepe getragen, denn vor allem abwärts wäre für ihre jungen Knochen zu viel.
Gemütlich geht es runter, das Geröll ist ganz schön "rutschig" und schließlich rutscht Pepe mit Jill auf dem Arm weg und legt sich auf den Rücken. Dummerweise trifft sie voll eine Felskante, aua, das wird richtig blau werden. Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir gegen 16:00 Uhr wieder Haut-Asco.
Wir machen uns direkt auf den Weg nach Ponte Leccia, wo wir die für die restlichen Tage noch benötigten Sachen einkaufen. Und dann geht es ab nach "Hause", wir sind nun doch alle auch ganz schön geschafft.
Leider sind die Bilder vom Cirque de la Solitude nicht so wirklich was geworden, ich finde man kann recht wenig darauf erkennen und die Wahnsinns Landschaft sieht eher nach nur langweiligem Fels aus. Man kann nicht sehen wie steil es da runter und drüben wieder hoch geht. Ach Mensch, so schade!!! Aber ich habe ihn endlich wenigstens mal gesehen und irgendwann, irgendwann werde ich das Ganze auch mal laufen!

Freitag 11.09.2009
Heute sollte es dann nochmal nach Corte gehen. OK, Pepe und ich hatten Corte für diesen Urlaub wahrlich genug, aber Daniela wollte es gern mal sehen.
Ann-Kathrin wollte heute lieber am Häuschen bleiben, sie war noch etwas von gestern geschafft.
Um kurz nach halb 11 waren wir auf dem Weg. Über Ponte Leccia geht es ja recht schnell. Da ich keine Lust hatte durch die Altstadt zu fahren und wir nicht recht wussten wo wir sonst parken sollen, entschieden wir vor dem Campingplatz Chez Bartho zu parken, dort wo wir die 4 Tage in Corte verbracht hatten. Von dort ist man recht schnell in die Altstadt gelaufen und das Auto steht gut und schattig.
Wir ziehen los in die Stadt. Über den Platz Paoli, verschiedene Kirchen, hier gibt es eine richtig schöne, aber auch eine bei der überall der Putz bröckelt, wie leider in vielen Kirchen auf Korsika und leider nicht nur in Kirchen. Natürlich geht es auch in die Zitadelle und wir überlegen schon was wir mit den Hunden machen könnten damit wir endlich mal den Rest der Zitadelle mit der Burg sehen können, die man leider aber nur über das Museum erreicht, wo die Hunde nicht mit rein dürfen. Aber dafür, dass uns das Museum eher nur am Rande interessiert sind uns 5,30 Euro doch etwas zu teuer und so geht es weiter durch die Altstadt. Einkaufsmeile, Denkmäler, Geburtshäuser..., aber leider für Pepe und mich nichts Neues.
Schon mittags sind wir wieder am Auto zurück, diesmal dürfen die Hunde eine Runde im Tavignano baden, doch Jill macht mal wieder die Kläfferin und so bringt Pepe ihre Hunde ins Auto und das Ganze ist bald zu Ende.
Zurück am Häuschen fangen wir schon mal ein bisschen an zu packen.
Den Nachmittag verbringen wir mit etwas üben mit den Hunden, spielen, ...
Schließlich ziehen Daniela und Ann-Kathrin auf einen kleinen Spaziergang los, da ich gerade bei uns hinten im Zimmer war bekomme ich davon nichts mit. Pepe will noch ein paar Mandeln sammeln und ich komm samt den Hunden mit. Am Ende wird es ein längerer Spaziergang über die Plantage, vom Hügel aus hat man einen tollen Ausblick über diese. Danach geht es durch Macchia, Bäume, aber wenig Mandeln und einigen Zäunen eine schöne Runde über die Plantage. Ich denke, dass wir durchaus auch schon außerhalb waren, aber das ist echt schwer zu sagen.
Spielen, packen und nochmal ausgiebig einfach nur genießen runden den Tag ab.

Samstag/Sonntag, 12/13.09.2009
Und schon brachen sie an, unsere letzten Stunden auf Korsika. Schnüff, schon wieder geht ein Urlaub zu Ende.
Wir standen heute wieder etwas früher auf. Wir müssen zwar nicht zu einer bestimmten Uhrzeit aus dem Häuschen raus, hatten aber gestern bei Herrn Haucks Frage gemeint das wir gegen 10:00 Uhr fahren wollen. Das das nicht ganz passen würde war zwar auch klar, aber wenigstens ungefähr wollten wir uns daran halten.
Also gleich mal mit dem weiteren Einpacken von Kleidungsstücken losgelegt, dann aber doch erst mal, ein letztes Mal gemütlich gefrühstückt und anschließend die Hunde gefüttert. Danach ging dann die Packorgie richtig los. Alles in den Taschen und Rucksäcken verstauen und am Auto stapeln. Dann Zimmer fegen und wischen. Pepe und ich begannen dann das Auto zu beladen, während Daniela und Ann-Kathrin noch fertig packten und dann ihre Zimmer und den Wohnraum sauber machten. Das beladen des Autos war gar nicht so einfach. Auf dem Hinweg hatten wir ja eine Box mehr frei und unsere Rucksäcke auf den Sitzen stehen. Dazu kam nun auch noch das Handgepäck von Daniela und AK und die Beiden Hundeboxen. Das alles mussten wir nun irgendwie an der Stelle wo normal der 3. Rücksitz wäre unterbringen. Zudem noch in der Mittlere, oberen Box, Jill und Marie teilten sich Jills Box. Aber irgendwie haben wir dann doch alles rein bekommen und um 11:00 Uhr starteten wir endlich Richtung Bastia.
Ein letztes mal ging es an Ponte Leccia vorbei und bis nach Casamozza war die Fahrt Problemlos, aber bereits direkt hinter Casamotzza standen wir im Stau. Und das zog sich nun in Zeitlupe vorwärts!!! Wir hatten ja überlegt nochmal an den Strand zu gehen - wollte dann aber wegen fehlender Dusche und so doch keiner - oder nochmal nach Bastia bummeln, aber das würde nun alles knapp werden.
Als wir rechts eine Tankstelle mit niedrigem Preis fanden tankte ich erst mal. Doch das dumme Ding schaltete nicht ab und so lief ein ordentlicher Schluck wieder raus und versaute alles. Na das fängt doch richtig toll an. Danach ging es an den Hyper U vor Bastia, Reiseproviant und etwas Mitbringsel kaufen. Auf dem Parkplatz schmierten wir dann auch gleich unsere Brote. Danach war es mit dem Verkehr etwas besser.
Um kurz vor 14:00 Uhr erreichten wir die Hafeneinfahrt und dort ging gar nichts mehr. Zum Glück schafften wir es noch rein und standen nicht wie andere auf der Strasse rum, bzw. mussten schauen wo wir das Auto hinstellten. Nun hieß es für mich warten bis wir endlich zum richtigen Anleger durchkommen. Wir hatten ja zum Glück noch etwas Zeit, Fahrer von den Moby Schiffen waren da schon unruhiger.
Die Anderen hätten mal eine Runde nach Bastia gehen können, aber keiner hatte Lust. Pepe ging dann als einzige wenigstens mal mit Enzo und Jill ums Eck.
Es dauerte lange bis es endlich vorwärts ging und wir bis an den Fähranleger kamen. Und da kam dann auch schon unsere Fähre eingefahren und so verließen wir den Anleger gar nicht mehr, sondern schauten der Fähre beim anlegen und entladen zu.
Und schon ging es auf die Fähre, ganz vorne oder eher hinten, in Savona würde sie rückwärts anlegen, standen wir. Leider winkte uns der Kerl so weit nach rechts, das die anderen mit dem Aussteigen Probleme hatten. Daniela kam nicht durch und so musste ich nun schnell, schnell aus dem Auto und trotzdem war es zu spät. De hinter uns stand bereits und wir bekamen die Türen nicht mehr richtig auf. Mit viel Mühe schafften wir es aber doch noch die Hunde auszuladen, sind halt echte Schlängelkünstler! Doch durch die Hektik hatte ich nun tatsächlich meine Hosenbeine im Auto vergessen und kam nicht mehr dran. Ohje...
Wir fanden ziemlich weit oben, hinten auf der Fähre einen schönen Platz, nur leider gab es keine Liegestühle mehr und so saßen wir eigentlich die ganze Überfahrt auf dem Boden rum. Naja, viel der Zeit lagen wir auf dem Boden rum, dösten vor uns hin, genossen noch lange den Ausblick auf Korsika, denn nach Savona geht es ja erst mal am Cap Corse vorbei, unterhielten uns, gespaßten die Hunde und ließen uns den Wind um die Nase wehen.
Nun war der Urlaub irgendwie vorbei, wir hatten Korsika verlassen!!!
Als es anfing zu dämmern wurde mir so kalt das ich mich mit Fyn eine Zeitlang nach unten verzog, aber da waren natürlich alle guten Plätze auch weg.
Mit knapp einer Stunde Verspätung erreichten wir um 22:30 Savona. Dadurch das es dunkel war konnte man halt nicht viel sehen, aber das Lichtermehr war irgendwie auch schön.
Und dann ging es auf die lange Autofahrt. Durch Italien und die Schweiz bis nach Deutschland. Wir machten nur wenig Pausen, eine längere vor dem Gotthardtunnel in der ich mal eine Runde schlief. Bis kurz vor Basel fuhr ich, dann löste mich Ann-Kathrin für 1,5 Stunden ab.
Am frühen Morgen erreichten wir Neustadt. Wir sind wieder zu Hause!
 

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