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Korsika 15.09. - 30.09.2006

 
 
Freitag 15.09.2006 + Samstag 16.09.2006
Also, los ging es hier gegen 19 Uhr, nachdem endlich alles im Auto verstaut war. Erster Stopp war Landau, wo wir Antje und Kerstin samt Hunde und Gepäck eingeladen haben.
Von dort ging es weiter durch die Schweiz nach Italien. Die meiste Zeit ist Nina gefahren, kurz auch Pepe. Antje hat keinen Führerschein und Kerstin auch noch nicht lange und traut sich deshalb nicht das große Auto zu fahren. In der Schweiz haben wir dann von zwei bis um kurz nach sieben ne größere Schlafpause eingelegt.
Das Wetter war zwar nicht gut, aber es hat kaum geregnet.
Die Hinfahrt lief soweit Problemlos. Es sind ja 900 km, und wir hatten keinen einzigen Stau, haben uns nicht verfahren, was bis Italien auch fast unmöglich ist und um Milano rum hat auch perfekt geklappt.
Die reine Fahrzeit betrug so etwa 8 1/2 Stunden, kann das nicht so genau sagen habe nicht so auf die Uhr gesehen.
Endlich in Livorno am Hafen angekommen hatten wir noch recht viel Zeit, bis unsere Fähre ging. Also haben wir erstmal was gegessen.
Dann haben wir kurze Runden mit den Hunden gedreht und uns etwas im Hafen umgesehen, leider gibt es hier noch nicht mal einen Grünstreifen wo die Hunde mal hätten machen können. Alles Beton, dreckig und ekelig.
Und dann kam endlich unsere Fähre an, die Corsica Victoria.
Für das Entladen der Fähre brauchten sie ewig und dabei war die Fähre erst kurz vor Abfahrzeit angekommen. Dann waren wir endlich auf der Fähre und haben mit 30 Minuten Verspätung abgelegt.
Nina hat dann noch ein paar Bilder vom Hafen von Livorno gemacht und dabei ein Schiff mit interessantem Namen gesehen, die ARIS! Allerdings ein hässlicher Frachter unser Aris ist eindeutig hübscher!
Als es zu Regnen anfing haben wir uns nach drinnen verzogen.
Fyn war zu Beginn stark am hecheln und wir hatten echt Sorge das ihm noch schlecht wird und er auf die Fähre kotzt. Aber es war für ihn wohl einfach nur unheimlich und stressig zu Beginn, war ja auch was ganz neues. Nach 30 Minuten hat er sich dann aber anfangen zu beruhigen und dann auch geschlafen...
Um kurz vor sechs (geplante Ankunftszeit war 17:30) kamen wir in Bastia an. Inzwischen waren wir alle doch sehr müde....
In Bastia waren wir dann tatsächlich schnell von der Fähre, den richtigen Weg haben wir auch Problemlos gefunden und gleich hinter Bastia auch einen Hyper U zum einkaufen. Soweit hat alles Reibungslos geklappt. Die Fahrt bis Prunete (ist der Ort am Meer zu Chervione das ein paar km im Land drin liegt) dauerte wie der Rutenplaner sagte knapp eine Stunde (es sind von Bastia ca. 50 km die Küste runter), ich hatte leider nur eine einfache Wegbeschreibung und keine genaue Adresse. Trotzdem fanden wir unser Ferienhaus sofort auch wenn wir uns im ersten Moment nicht sicher waren ob es das richtige ist (Prunete besteht aber auch nur aus einer Strasse). Aber zum Glück stand der Name des Vermieters dran. Wir waren ein paar Meter zu Fuß gelaufen und während ich nun das Auto her fuhr tauchte die Vermieterin auf und zeigte uns alles,.. Die Verständigung war schwierig, da von uns keine wirklich gut Französisch (also ich und Pepe eigentlich gar nicht, Antje ein klein bisschen, nur Kerstin etwas mehr) sprachen und die Dame nicht sehr gut englisch und gar kein deutsch konnte. Aber es hat funktioniert, auch später haben wir fast alle Belange mehr oder weniger Problemlos mit ihr geklärt bekommen...
Das Haus liegt direkt am Strand und ist sehr groß, aber auch sehr einfach.
Die Zimmerverteilung ging dann auch recht flott, Pepe und Nina bekamen das hintere Schlafzimmer, leider war das Bett sehr klein, Antje das mittlere mit den 3 Einzelbetten drin und Kerstin das vordere.
Kerstin und Pepe haben dann schnell noch Abendessen gekocht während Nina und Antje das Auto ausgeräumt haben und dann sind wir bald ins Bett gefallen....

Sonntag 17.09.2006
Wir haben es heute erstmal gemütlich angehen lasen, wir müssen ja auch erst mal unsere Heimat für die nächsten 2 Wochen inspizieren.
Nach dem Frühstück haben wir die Hunde eine Runde am Strand toben lassen. Weder Flox noch Fyn waren ja bisher am Meer. Enzo hat das tolle Nass natürlich gleich wieder erkannt und geliebt...
Wie man an den Bildern sieht war das Wetter nicht sooo berauschend, aber es war warm und hat auch nicht geregnet und für die nächsten Tage war schönes Wetter vorher gesagt.
Die Hunde haben gleich mal ein Bad genommen, naja, nicht alle... Telly ist Wasserscheu! Und Fyn geht auch nur soweit rein wie er stehen kann Das das nun Salzwasser ist und es Wellen gibt hat ihn nicht gestört, aber schwimmen geht der Herr nicht. Man da habe ich 5 Jahre gebraucht bis Lex endlich gemerkt hat das schwimmen toll ist und nun habe ich schon wieder so einen...
Danach sind wir uns erst einmal in Pruente umschauen gegangen. Ein paar Häuser an der Strasse, das war's. Aber es gibt einen Zeitungskiosk und einen Bäcker, wo wir auch gleich mal ein Baquette erstanden haben.
In der Tür gab es dann das Missgeschick. Enzo war drin, und Telly stürmt auf die Tür zu um rein zu kommen, also genau auf Enzo zu, das war zuviel für den Schisser und sie fingen an sich zu prügeln. Enzo war frei, Telly an der Leine, ich hatte Enzo auch mehrfach weg geschoben, aber Kerstin konnte Telly nicht halten. Nach dem 3. Versuch hatten wir sie auseinander, aber dummerweise hat Enzo Telly mit dem Zahn im Gesicht erwischt und Telly hatte ein Loch in der Backe. Das war's dann mit guter Stimmung und so... Pepe war geknickt, von da an war Enzo immer bei uns im Zimmer eingesperrt, zumindest wenn Telly da war. Telly konnte man leider nicht mal einsperren, da er die Tür auseinander genommen hat.
Danach gab's dann Mittagessen, Bratwürstchen mit Pü, zumindest für Antje, Pepe und mich, Kerstin ist ja Vegetarierin, was aber super geklappt hat (ich hoffe sie sah das auch so)...
Danach haben wir uns noch etwas ausgeruht und Nina hat mit ihren Beiden noch etwas geklickert...
Anschließend haben Antje, Kerstin und Nina, mit Lex, Fyn, Flox und Telly einen langen Strandspaziergang gemacht. Pepe wollte nicht mit. So weit das Auge reicht geht hier der Sandstrand weiter, nach den paar Häusern von Prunete kommt noch eine Hotelanlage (klein) und das war's dann, dann kommt einfach nur Strand, keine Menschen, keine Häuser, kein nichts. Herrlich!
Wieder zu Hause haben wir noch etwas gespielt, ich hatte extra für Abends einige Spiele eingepackt die wir auch reichlich genutzt haben.
Zum Abendessen gab es dann einen Kartoffel-Lauch Auflauf den Antje gekocht hat.
Fyn hatte Durchfall und noch viel schlimmer, er hatte reichlich Meerwasser gesoffen und hat mindestens 10 mal gespuckt. Fyn hat ja ein generelles trink Problem, trinkt er viel, dann trinkt er auch zu hastig und meist spuckt er kurz darauf wieder eine Ladung von sich. Das ist fast reines Wasser nur mit Speichel vermischt was es aber zu einer fürchterlich klebrigen Masse macht. Und heute war das ganze extrem. Außerdem musste er so dringend pinkeln das er es einfach unter sich laufen lies. Er hat sich nicht einmal bemerkbar gemacht. Puh das kann ja heiter werden...

Montag 18.09.2006
Als Nina morgens einmal schnell auf der Toilette war, bot sich ihr ein herrlicher Sonnenaufgang. Die Fenster des Häuschens, reichlich viele auf der Seite bieten ungehindert Blick auf den Strand und das Meer und die Aufgehende Sonne!
Noch vor dem Frühstück gab es eine kleine Pipirunde am Strand. Dann erstmal Frühstück.
Für heute hatten wir entschieden uns mal Chervione anzuschauen, das ist die Dependance zu Prunete am Gebirgsrand. Chervione ist deutlich größer, wenn auch immer noch ein Kaff, und wir hofften dort eventuell eine Einkaufsmöglichkeit zu finden.
Chervione ist eigentlich ein schönes Dorf, naja, wäre es wenn nicht alles am Zerfallen wäre, wie leider in vielen der kleinen Bergdörfer in Korsika. Von weitem sehen sie wunderschön aus, die kleinen verwinkelten Gassen, aber überall an den Häusern blättert der Putz ab,...
Leider gibt es in Chervione auch keine echten Einkaufsmöglichkeiten, ich gebe zu für den "Großeinkauf" bevorzuge ich dann doch einen Supermarkt...
Wir haben uns dann wieder auf den Weg gemacht und sind weiter Richtung St Nicolao gefahren. Die Bergsträßchen sind winzige gewunden und man hofft die ganze Zeit das einem keiner entgegen kommt, wobei es an den meisten Stellen mit dem Überholen zum glück noch geht.
Und auf einmal fahren wir durch einen wunderschönen Tunnel. Die Wände sind Natur belassen, blanker unsauber behauener Fels und im Straßenrand sind Scheinwerfer die den Tunnel anstrahlen. Wunderschön. Als man aus dem Tunnel raus kommt sieht man linkerhand einen Wasserfall, dann geht's in einen 2. Tunnel dieser Art. Danach kann man anhalten und wir sind erstmal zurück gelaufen, diese wunderschöne Natur genießen.
Ein Stück sind wir dann neben dem Wasserfall hoch gelaufen, leider saß dann dort eine Gruppe Radfahrer (ihre Räder standen unten) und weiter wollten die anderen nicht hoch...
Wir sind dann weiter gefahren und haben einige Zeit später an einem Bach gehalten. Bäche gibt es im Gebirge wie Sand am Meer... Hier konnten die Hunde eine kleine Runde planschen.
Als wir dann auf die Nationalstrasse kamen, sie führt an der Küste lang, also waren wir nun wieder aus dem Gebirge draußen, sind wir noch das Stück hoch nach Folleli gefahren wo es einen Hyper U zum einkaufen gibt. Dort haben wir dann erstmal für die nächsten Tage eingekauft.
Dann ging es ab nach Hause. Zum Mittagessen gab es dann nur Brot mit korsischem Schinken und Salami. Lecker...
Die ganze Zeit war es herrliches Wetter, doch nun fängt es doch noch mal leicht an zu Regnen.
Also machen wir uns einen gemütlichen Nachmittag zu Hause, faulenzen, Nina übt mit Lex etwas Geruchsunterscheidung und Distanzkontrolle und mit Fyn nur Distanzkontrolle .
Dann gehen Pepe und Nina mit Fyn, Lex und Enzo noch mal eine Runde vor die Tür uns spielen mit den Jungs im Meer.
Danach ist die Meute nun endlich platt.
Wir spielen nun auch wieder einige Spiele, nur vom Abendessen, bunter Salat, unterbrochen...

Dienstag 19.09.2006
Für heute war ein Ausflug in Korsikas Berge geplant. Aber zuerst schliefen wir gemütlich aus, bis Enzo uns durch seine morgendliche Dauerheulerei so auf die Nerven viel das wir aufstanden.
Also schnell mit den Hunden Pipi machen gehen, was einfach einmal Strand rauf oder runter bedeutete, oder direkt neben dem Dorf geht ein Weg parallel zum Strand entlang....
Dann haben wir gefrühstückt und überlegt wo wir hinfahren wollten. Wir entschieden uns von Chervione aus weiter in die Castanichia zu fahren, mal sehen wie weit wir kommen und was wir so unterwegs finden. Also alles eingepackt was man so brauchen könnte, einschließlich Reiseführer und los ging's.
Auf der D71, das ist die die von der Nationalstrasse Richtung Chervione führt bis Valle d'Alesani. Dort bogen wir Richtung Konvent ab. Es ist gut beschildert, aber laut Reiseführer aufgegeben...
Wir kommen über eine Brücke und sehen rechts einen Bergbach (ok links war er natürlich auch) und auch einen Weg dort reingehen, mit Wanderschildern. Also rechts ran gefahren - dort stand ein einsamer Hof - und die Hunde ausgeladen und ab runter zum Bach. Wir sind natürlich nicht irgendwelche Wege lang gelaufen sondern einfach mitten im Bach lang. Haben auch mehr gespielt als das wir wirklich viel vorwärts gekommen wären....
Für den doch etwas Wasserscheuen Telly war das alles sehr kompliziert, aber Spaß hatten sie alle 5 und wir 4 Menschen auch.
Dann ging es weiter Richtung Kloster. Das letzte Stück ging es ziemlich steil Bergauf, am Kloster vorbei. Am Straßenrand parkten wir dann halt, ohje, komm ich da noch mal weg???
Leider mussten wir dann feststellen das das Kloster, also die Anlage verschlossen war. Das Tor sah ziemlich neu aus, im Gegensatz zum Kloster das ziemlich unter Verfall litt....
Rund um das Klostergelände gibt es immer wieder Familiengrabstätten. Aber auch die sehen nicht alle sehr gepflegt aus, andere dagegen scheinen noch benutzt zu werden.
Vom Kloster aus - ja ich schaffte es auf Anhieb anzufahren! - ging es über die D217 zurück auf die D71.
In Pie d'Orezza haben wir kurz angehalten und uns das Dorf angesehen. In erster Linie haben wir geschaut wie man zu der Mineralwasser Quelle kommt, aber da muss man erst noch ein Stück fahren...
Weiter ging es dann zur Mineralquell, an der direkt eine Abfüllanlage betrieben wird.
Aber viel zu sehen gab es irgendwie nicht und so haben wir uns wieder auf den Weg zurück auf die D506 gemacht. Der sind wir dann Richtung Folleli gefolgt, da es zu spät war um noch weiter die D71 lang zu fahren.
In Folleli, wenn wir schon mal da sind, haben wir gleich noch im Hyper U eingekauft und sind dann zurück nach Hause.
Da Nina wohl etwas zuviel Sonne abbekommen hat, und die Fahrerei ja auch nicht unanstrengend ist, hat Nina sich eine Runde hingelegt und gelesen.
Abends hat dann Kerstin Käse Gnocchi gekocht und anschließend haben wir wieder eine Runde gespielt.

Mittwoch 20.09.2006
Nach dem Aufstehen haben wir mit Enzo, Lex und Fyn den Morgenspaziergang mit dem Baquette und Croisons (ähhh wie schreibt man das???) holen kombiniert.
Lex benimmt sich beim Füttern daneben, keine Ahnung was heute los ist, die Stimmung ist etwas gereizt. Und ewig sitzen wir rum, dabei wollten wir doch schon längst am Strand sein, aber die Strandfrage ist mal wieder nicht geklärt. Denn auch wenn Enzo und Telly bei den Ausflügen zusammen unterwegs sind und soweit miteinander auskommen, will Pepe das nicht an Stationären Orten testen, da kommen sie zu leicht auf Blödsinnige Ideen... Und am Strand liegt man halt doch viel rum...
Gegen 11:30 brechen wir dann endlich auf, diesmal bleibt Antje mit Telly zurück. Sie will etwas lesen und dann bei uns am Haus etwas am Strand Gassi gehen und so...
Wir verbringen einen schönen Tag am Strand, mit planschen, spielen mit den Hunden, Sonnen, lesen und einfach nur faulenzen.
Auf einmal merkte Pepe das Flox weg ist. Erstes suchen brachte nichts, Kerstin schaute erst noch mal in der Entgegengesetzten Richtung, bevor sie zurück wollte, vielleicht war er ja nach Hause zu seinem Frauchen gelaufen. Leider wusste ja auch niemand wie lange er schon weg war, da es keiner gemerkt hatte.
Da tauchte Flox am Strand Richtung Heimat auf und kam dann auf Ruf auch direkt zu uns.
Kerstin hatte nun aber genug Sonne und entschied sich mit Flox zurück zu gehen. Wir blieben noch ein bisschen.
Fyn hat heute auch Schwimmunterricht bekommen. Nina trägt ihn ein Stück ins Meer und lässt ihn unter großem Lob zurück schwimmen. Irgendwann muss doch auch er merken, dass er das kann. Aber vorerst sieht es nicht so aus als würde er schwimmen lernen, zumindest nicht freiwillig...
Danach übt Nina noch ein bisschen.
Dann gehen wir zurück.
Ab unter die Dusche und als ich wieder raus komme finde ich einen elendigen Fyn vor. Er hat vor lauter Frust und auch weil er ein Depp ist ständig Salzwasser gesoffen, er beißt dabei so richtig ins Meer und nun spuckt er sich die Seele aus dem Leib.
Ich komme mit dem wischen kaum noch hinterher.... Scheiße..... Dem geht es richtig dreckig, wo kommt nur das viele Wasser her, soviel kann der doch gar nicht gesoffen haben...
Wir spielen dann eine Runde, bis Kerstin Hunger bekommt und sich die Reste von Vorgestern einverleibt.
Fyn spuckt als weiter und hat nun auch Durst. Ganz vorsichtig Füttere ich ihm einen kleinen Teil seines Futters mit viel Wasser. Und endlich hört die Spuckerei auf. Ich bin schon ganz fertig mit den Nerven.
Zum Abendessen gibt es Auflauf.
Danach spielen wir wieder etwas, dann die letzte Pipirunde am Strand und ab in die Heia.

Donnerstag 21.09.2006
Heute steht Antje früh auf, duscht und richtet das Frühstück, durch diese Geräusche geweckt fängt Enzo noch früher mit seinem piens Konzert an und wir stehen halt auf.
Schnell ne Pipirunde mit den Hunden.
Frühstücken und dann gleich fertig machen, denn heute soll es Richtung Aleria gehen. Aleria ist die nächst "größere" Stadt Richtung Süden. Sie liegt an der Kreuzung 2er Nationalstrassen der N198, die auch durch Prunete an der Küste von Nord nach Süd entlang führt und die N200 die von Aleria bis ins Inselinnere nach Corte führt. Corte ist die einzige größere Stadt im Inselinneren, war auch schon mal Hauptstadt und es gibt dort sogar eine kleine Universität!
Aleria hat ein ehemaliges Römer Fort und das wollen wir uns ansehen. Aber man kommt nur gegen Eintritt rein und in 3 Minuten beginnt die Mittagspause. Es gibt auch Ausgrabungen, aber an die Grabungsstätte an sich kommt man gar nicht ran. Also verzichten wir darauf. Ansonsten gibt es in Aleria gar nichts, überhaupt nichts. Nach einer kurzen runde mit den Hunden entschließen wir uns weiter zu fahren.
Nach kurzem überlegen entscheiden wir uns das Tarvignanu Tal Richtung Corte zu fahren. Corte, ist eh einer Ninas heimlichen Lieblingsstätte, neben St Florent. Keine Ahnung warum... Und in unserem letzten Korsikaurlaub haben wir sie beide nicht gesehen. Aber Map24 hat was von 2 Stunden Fahrzeit behauptet, nunja, das ist dann doch zu weit.
Die Nationalstrasse ist hier super ausgebaut und man kann schnell fahren.
Der Tarvignanu liegt meist tief unten in einem relativ schmalen Flussbett.
Wir kommen über eine herrliche alte Brücke, die nur einspurig ist und danach kann man links gut parken. Also halten wir an und siehe da man kann sogar bis zum Fluss runter klettern.
Zunächst haben wir eine Runde mit den Hunden Stock gespielt. Und dann haben Antje, Kerstin und Nina sich entschieden im kalten Fluss doch eine Runde zu baden. Pepe hatte erstens keine Badesachen an und 2. war es ihr zu kalt.
Nach nur kurzer Zeit war das Wasser gar nicht mehr kalt, sondern hat sich auf der Haut richtig warm angefühlt. Es war einfach herrlich!
Nach einer guten Stunde sind wir dann weiter gezogen und waren dann überraschend schnell in Corte. Alles in allem haben wir nur 55 Minuten reine Fahrzeit gebraucht. Mensch hat Nina sich gefreut!!!
Natürlich war Cortes Zitadelle ein muss, aber leider kommt man nur noch durchs Museum richtig rein und dort dürfen die Hunde nicht mit. Schade, aber ich glaube das war beim letzten mal auch schon so.
Danach sind wir gemütlich durch die Altstadt geschlendert und haben ein paar Souvenirs gekauft.
Den Rückweg haben wir dann über Ponte Lecia Richtung Folleli genommen, ebenfalls eine recht gut ausgebaute Nationalstrasse. Aber anders ist es angenehmer zu fahren. In Folleli haben wir dann wieder im Hyper U eingekauft.
Beim Einladen fiel Pepe auf das Telly an seiner Wunde war und das sie nicht mehr so gut aussieht. Und da die Schwellung schon die letzten Tage einfach extrem war und nicht zurück ging, entschieden wir uns doch zum Tierarzt zu gehen. Antje hatte auf dem Weg vom Folleli nach Prunete ein Tierarzt Schild gesehen und so fanden wir leicht einen. Das Loch sah gut aus, nichts war Entzündet, also soweit hatten Kerstin und vor allem Pepe gute Arbeit geleistet. Aber leider hatte sich unter der Wunde ein Abszess gebildet, daher auch die extreme Schwellung, den man unter Narkose öffnen musste. Schitt...
Da der Tierarzt meinte das es ca. 1 Stunde dauert gingen wir mit den anderen Hunden eine kleine Runde Gassi damit sie nicht die ganze Zeit im heißen Auto warten müssen. Nach 30 Minuten waren wir zurück und kurze Zeit später kam auch schon der Tierarzt raus, da Telly fertig war. Also packten wir den noch halb schlafenden Telly ins Auto und fuhren heim. Zum Glück hat er alles Problemlos überstanden.
Zuhause machten Pepe und Nina essen, Würstchen und Salat.

Freitag 22.09.2006
Heute wollten wir wieder einen Tag am Strand verbringen und so zogen wir, Pepe, Antje und Nina mit Enzo, Flox, Lex und Fyn los. Kerstin blieb mit Telly zu Hause. Es ging wieder den Strand hoch um an die ruhigeren Ecken (ok vor unserem Haus war an sich auch nichts los nur 3 Häuser weiter wohnt ne Blöde Kuh die uns jeden Tag wenigstens einmal beschimpft und anscheinend nicht rafft das wir eh kein Wort verstehen) zu gelangen.
Wieder verbrachten wir einen gemütlichen Strandtag, an ungefähr der selben Stelle wie das letzte mal. Mit viel planschen, vor allem mit den Hunden, lesen, sonnen, faulenzen,...

Samstag 23.09.2006
Nach dem Frühstück beraten wir erstmal was wir heute machen sollen.
Aufgrund von zuviel Sonne am Vortag will heute eigentlich keiner an den Strand. Wir beschließen loszufahren in der Hoffnung einen Bergbach zu finden. Doch auf der gewählten Strecke finden wir außer dem sandig, dreckigen Stausee kein Wasser.
Irgendwann biegen wir falsch ab und landen wieder an der Küste. Da wir glauben bereits weiter südlich zu sein entschließen wir uns noch bis zum Etang de Diane zu fahren. Das ist eine Muschel und Fischzucht. Doch schnell merken wir, dass wir noch gar nicht so weit südlich sind sondern erst die Nationalstrasse noch weiter runter fahren müssen. Gesagt getan. Doch am Etang de Diane kann man wenig sehen, es stinkt dafür recht heftig, das Restaurant ist uns zu teuer und so ziehen wir weiter.
Wir entscheiden uns es noch mal mit dem Tavignanutal zu probieren. Vielleicht finden wir ja auch weiter vorne eine Stelle an der man mit den Hunden an den Fluss kommt. Diesmal probieren wir es erst mit der D43, aber da ist nichts und so fahren wir über die Brücke auf die N200. Aber wir finden nichts. Bei der ersten Brücke halten wir an und laufen 2 Meter rechts rein, und da kommt man dann auf die ehemalige Brücke. Dort gibt es auch eine Stelle wo man runter zum Fluss, der hier in einer tiefen Felsschlucht fliest, käme, aber Kerstin traut sich mit Telly nicht und so gehen wir wieder zurück und fahren weiter.
Wir fahren weiter und finden keine Möglichkeit zum Fluss zu gelangen bis wir wieder an der Stelle vom letzten mal sind. Diesmal laufen wir hier nun gemütlich den Fluss abwärts.
Nach einer Stunde gemütlich den Fluss runter laufen, in der wir wirklich nicht weit gekommen sind, machen wir Pause und Essen was zu Mittag. Danach gehen wir wieder durch den Fluss zurück.
Fyn hat nun endlich kapiert das man zumindest einen Fluss auch schwimmend queren kann, diesmal macht er das schon ohne Probleme. Aber im Meer oder so kann er immer noch nicht schwimmen...
Wir entschließen uns nicht auf direktem Weg nach Hause zu fahren sondern hoch durch die Bergdörfer. Die Strassen sind zum Teil eine einzige Katastrophe. Unterwegs begegnen uns heute viele Tiere. Die blöde Ziegenherde stand mitten auf der Strasse und es war vielleicht eine Tortur bis die endlich bei Seite gegangen sind...
Zu Hause, es ist inzwischen Abend geworden, gibt es selbstgemachte Pizza. Leider haben wir nur ein Backblech und so müssen wir die Pizzen nacheinander machen. Beim Herd anzünden gibt es mal wieder Probleme. Er geht nicht an, aber die Flasche ist eindeutig noch nicht leer. Also holen wir die Vermieterin, und bei ihr geht der Herd sofort Problemlos an. Peinlich, was machen wir nur verkehrt? Sie erklärt uns noch mal wie wir die Flasche aufdrehen müssen,... Aber wir haben doch schon die ganze Zeit drauf gekocht und das hat doch geklappt. Die hält uns glaube ich für völlig bescheuert...

Sonntag der 24.09.2006
Heute entscheide Nina sich direkt nach dem Aufstehen ins Meer zu hüpfen. Mensch, warum sind wir nicht früher auf diese Idee gekommen. Das ist so was von herrlich. Leider schließt sich Nina keiner an, aber auch allein ist es sehr schön...
Heute sind das erste mal die Wellen etwas höher, also endlich mal Wellen, vorher waren die so klein das man sie kaum wahrgenommen hat.
Anschließend übt Nina noch eine Runde mit den Hunden bevor es Frühstück gibt.
Das Wetter war zwar noch gut, aber windiger und kühler als die Tage zuvor. Wir entschieden uns heute einen gemütlichen Tag zu machen.
Pepe, Antje und Nina gingen erst mal mit Flox, Enzo, Lex und Fyn eine Stunde lang durch die Plantagen spazieren.
Ohne Pe gingen wir dann eine weitere Runde im Meer baden um anschließend draußen eine Runde zu spielen, ok, 2 Runden danach wurde es uns zu windig und wir zogen nach drinnen um.

Montag der 25.09.2006
Heute Nacht gab es Gewitter. Die Wellen sind nun deutlich höher.
Am Morgen war das Wetter leider immer noch bedeckt. Trotz allem nahm Nina wieder ein Morgendliches Bad im Meer, die Wellen waren einfach zu verlockend. Es war auch recht anstrengend über den zum Teil recht früh brechenden Wellen zu bleiben, aber es hat tierisch Spaß gemacht. Das Wasser war auch nicht kälter als sonst, nur die Lufttemperatur, aber auch nicht sehr. So war es immer noch angenehm. Das einzige was fehlt ist halt die Hitze durch die Sonneneinstrahlung.
Als wir dann um 10:30 am Frühstückstisch, ja war reichlich spät geworden, saßen fing es leider auch noch richtig an zu regnen...
So entschieden wir uns lieber hier zu bleiben und was zu spielen.
Nina übte dann noch eine Runde mit ihren Beiden, nach dem Mittagessen gehen wir am Strand spazieren, wobei Kerstin mit Telly in die andere Richtung als der Rest geht. Nina nutzt den Spaziergang um erneut mit Lex und Fyn zu üben, wir spielen Stock im Meer, ok eigentlich spielt nur Enzo, Flox sind nach dem ersten paar Versuchen die Wellen zu hoch und Fyn geht ja immer noch nicht schwimmen, obwohl ihm die Wellen anscheinend nichts ausmachen.
Als es dann wieder anfängt zu regnen kehren wir um...
Als Kerstin dann auch von ihrem Spaziergang zurück ist fahren wir erstmal einkaufen. Diesmal nicht nach Folleli (15 km von uns) sondern in die andere Richtung da ist nach 7 km ein Super U.
Ich will Geld holen um die Miete zu bezahlen, doch der doofe Automat gibt mir nur 300 Euro auf einmal. Schitt, da muss ich wohl öfters Geld holen...
Wir kaufen für die nächsten Tage ein. Telly war mit, da man ihn nicht allein zurück lassen kann. Als wir heim kommen hören wir von weitem schon Flox bellen und dann auch Fyn mitheulen. Scheiße.
Antje entdeckt, dass die Trockenfuttertüte fehlt, ich verdächtige natürlich sofort Lex und mache mir etwas Sorgen da nicht sicher ist ob er soviel Trockenfutter verträgt. Doch anhand von Floxes Bauch und Durst ist schnell klar das mein Digger diesmal nichts damit zu tun hat, denn wenn er sie runter geholt hätte, hätte er Flox schon mal gar nicht das Feld geräumt. Also war es Flox, der nun etwas fasten darf...
Später geht nun auch Pepe noch eine Runde baden. Natürlich mit Enzo.
Danach gibt es Abendessen, grünen Salat mit allem drum und dran.
Anschließend gehen Pepe und ich mit Flox, Enzo, Lex und Fyn noch mal zur Hauptstrasse hoch dort steht ein Telefon.
Das Wetter ist immer noch bescheiden, soll aber in den nächsten Tagen wieder besser werden. Na hoffen wir's mal.

Dienstag 26.09.2006
Leider hat der Wetterbericht nicht so ganz recht. Es ist stark bewölkt und über den Bergen recht dunkel. Es sieht zwar etwas besser aus als Gestern aber nicht viel.
Heute sind wir recht früh aufgestanden da wir nach Bastia wollen. Und da Antje und Kerstin dort auch gerne auf den Wochenmarkt wollen und der nur bis 13:00 Uhr statt findet wollen wir hier nicht so spät los.
Vor Bastia ist wie immer um Bastia, Stau, es schleppt sich mühsam vorwärts und man hat das Gefühl gar nicht an zu kommen. Die Parkplatzsuche gestaltet sich als schwierig, schließlich finden wir einen am alten Hafen wo 4 Stunden nur 1,40 Euro kosten sollen. Doch für unsere 1,40 dürfen wir laut Parkschein 6 Stunden stehen bleiben. Ok, soll uns auch recht sein.
Wir schlendern erst einmal Richtung Place St. Nicolas, dort ist das Tourismusbüro, wo wir einen Innenstadtplan bekommen.
Danach suchen wir den Wochenmarkt, den Platz finden wir auch, das Schild besagt auch das heute Wochenmarkt sein soll, tja nur wo isser dann...
Na gut dann halt nicht.
Am Platz steht die Kirche St. Jean Baptist, die wir, außer Antje, uns nacheinander ansehen, da wir nicht mit den Hunden rein gehen wollen. Die Kirche ist ein typisch katholischer Prunkbau aus dem Barock.
Danach schlendern wir durch den alten Hafen und weiter Richtung Zitadelle, durch einen römischen Garten. Dann gemütlich durch die Zitadelle mit ihren schmalen Gassen, Kirchen,...
Danach schlendern wir über Umwegen zum Boulevard Paoli. Dort geht's noch ein wenig durch die Geschäfte.
Die ganze Zeit war zwar schlechtes Wetter, aber es wart trocken, doch nun fängt es an zu regnen und wir machen uns auf den Rückweg zum Auto. Wir haben nun eh alles von Bastia gesehen was wir sehen wollten. So ziehen wir nach einem Mittagessen im Auto, wie meist Baguette mit Korsischem Schinken und Salami, weiter.
Es geht nach St. Florent, an die Westküste. Leider ist das Wetter nun so beschissen das es keine Bilder mehr gibt. Aber wir freuen uns trotzdem nach St. Florent zufahren. Wir parken am Hafen und bummeln durch die Geschäfte. Diese Stadt hat schon irgendwie einen besonderen Flair. Und die schroffere Westküste ist einfach auch mehr unser Ding, obwohl uns die Ostküste auch gut gefällt!
Als wir zurück nach Hause kommen ist es bereits 18:30 und der Gasherd geht ein 3. mal nicht an... Und da ja bei den beiden malen davor bei der Vermieterin der Gasherd sofort anging sind wir nun unsicher was tun. Was wenn er bei ihr wieder sofort angeht, das ist doch oberpeinlich... Die muss uns doch langsam echt für dämlich halten. Nach langem hin und her haben wir sie dann trotzdem geholt, denn keiner wollte nichts essen... Und diesmal ging der Gasherd auch bei ihr nicht an, puh, Gott sei Dank. Wir haben ihr dann auch erklärt das das bei uns die letzten beiden male auch so war und das die Gasflasche noch nicht leer ist, ist ja eindeutig (das dachten wir beim ersten mal). Trotzdem entschied sie sich fürs Flasche wechseln. Und da sie das nicht abbekommen hat, hat sie uns erstmal noch nen Kerl geschickt, Flasche gewechselt und schon ging's wieder, auch bei uns!
Also Abendessen kochen, es gab Fisch für Antje und Pepe und Muscheln für Kerstin und mich und Kartoffeln und Krabbensauce.
Den Abend ließen wir dann mit den üblichen Spielen ausklingen.

Mittwoch 27.09.2006
Die erste Frage nach dem Aufwachen gilt dem Wetter. Wurden unsere Gebete erhört? Durch den Fensterladen sieht es nach Sonne aus. Aufstehen und zum Fenster raus schauen, über dem Meer ist Sonne und blauer Himmel, aber wie sieht es über den Bergen aus? Durch das Fenster sieht man nicht viel. Pepe geht mit den Hunden Gassi während Nina Futter für sie macht. Als Pepe zurück kommt gilt Ninas erste Frage dem Wetter... Und ja auch über den Bergen strahlend blauer Himmel und Sonnenschin!
Wir frühstücken und brechen dann auf um an den Bach zu fahren in dem wir schon mal ganz am Anfang etwas spazieren gegangen sind. Da wollten wir eigentlich schon am Montag hin, aber das schlechte Wetter hatte uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Also wieder die D71 bis Valle D'Allesani und dann Richtung Kloster, bis über die kleine Brücke und rechts ran. Dort steht in der Nähe das einzige Haus weit und breit.
Antje hat das Auto hinten auf gemacht und da Telly die Box nun endgültig ganz zerstört hat, also ein Stab in der Tür fehlt kann der einfach so aussteigen und läuft Richtung dem Haus, aber nie bis hin. Darauf taucht dort eine schreiende Tussi auf, die uns als weiter anbrüllt, wir (außer Kerstin) verstehen natürlich kein Wort. Laut Kerstin droht sie uns mit der Polizei, wenn wir dahinten, wo wir bis zum Fluss lang wollten, ein offizieller Wanderweg, mit Wanderbeschilderung!, weiter gehen, da sie ihre Tiere dort hat. Naja, wie in Korsika üblich vermuten wir mal, dass ihre Tiere halt auch einfach frei durch die Gegend streifen. (Wir sind nicht einem begegnet). Nun die Drohung lies uns kalt, aber ein bisschen Angst um ihr Auto hatte Nina schon, wer weiß zu was die fähig ist wenn man ihre Ausbrüche einfach ignoriert. Sie hat dann noch versucht den Mann dazu zu bewegen sie zu unterstützen, der hat aber einfach seine Sachen weiter gemacht...
Wir sind dann einfach gegangen. Den Wanderweg ein Stück rein und dann runter zum Fluss und in dem weiter. Wir sind ein Stück gegangen, waren aber schon verunsichert, die richtige Stimmung wollte sich nicht einstellen. Als wir dann noch einem Scheißhaufen begegnet sind, hatte Kerstin doch etwas schiss wegen der Tiere (Telly jagt). Wir sind dann wieder zurück. Die Enttäuschung war groß, aber dann haben wir es ausdiskutiert und entschieden das Kerstin mit Telly auf dem Wanderweg einen Spaziergang macht, und wir anderen wandern im Fluss hoch und treffen uns in ein paar Stunden wieder. Doch es kam dann anders, denn an einer Biegung stieß Kerstin dann wieder auf uns und wir gingen ab da zu 4 weiter!
Es machte sehr viel Spaß den Fluss hoch zu wandern, das Wasser war zwar eiskalt, aber die Sonne war wieder sehr warm und es war einfach herrlich.
Antje und Nina waren dann ganz mutig und gingen sogar eine Runde baden.
Und dann kam diese Stelle, schön tief ging es da senkrecht rein. Da konnte Nina nicht wieder stehen und sprang einfach rein. Völlig bescheuert und total herrlich.
Dann kam eine schwierigere Stelle. Nina war schon hoch geklettert und Lex wollte ihr hinter her, sprang super auf den Felsen hoch, der leicht schräg und mehr als glitschig war. Und so konnte er sich nicht halten und rutschte wieder ab. Da Nina viel zu spät gemerkt hatte was er da treibt schaffte sie es nicht mehr rechzeitig zu ihm und er viel rückwärts wieder runter. Runde 2 Meter, zum Glück in ein Wasserloch... Puh, das hätte schief gehen können.
Nach über einer Stunde machten wir dann eine gemütliche Pause und gingen anschließend wieder zurück.
Zum Glück tauchte die Tussi nicht mehr auf als wir am Auto zurück waren und dem Auto war auch nichts passiert.
Also machten wir uns wieder auf den Rückweg, bis Valle di Campoloro. Dort bogen wir wieder ab um noch mal durch die herrlichen Tunnel, vorbei an dem Wasserfall zu fahren.
Danach ging's dann nach Hause.
Zu Abend gab es diesmal gerillten Schafskäse, Würstchen und Kartoffelsalat. Danach wurde wieder eine Runde gespielt.

Donnerstag 28.09.2006
Heute hieß es relativ früh aufstehen.
Nina ging mit Enzo, Fyn und Lex schnell Gassi, während Pepe Futter richtete. Füttern, Auto beladen und los ging's Richtung Corte und weiter die Restonica hoch. Das Restonica Tal hoch zu fahren war mal wieder abenteuerlich, der Weg ist stellenweise so schmal das man nicht überholen kann, manchmal echt spannend.
Und dann ging's los. Nina hatte sich auf diesen Tag so richtig gefreut. Wir waren beim vorletzten Korsikaurlaub schon mal hier wandern gewesen, es ist eine einmalig schöne Gegend...
Und so wanderten wir in Ruhe bis zum Melosee.
Der Weg ist meist ein schmaler Wanderpfad, sehr, sehr steinige, oft geht es einfach über Felsen und Geröll irgendwie den Berg hoch...
Früher waren die Wege ausschließlich mit solchen Steinmännchen markiert, heute sind sie auch noch durch Farbmarkierungen gekennzeichnet.
Ziemlich unten ist noch mal eine Hütte und dort stand der Maulesel, oder halt so...
Fyn immer vorneweg. Der ist echt eine Paarung aus Bergziege und Springbock.
Die kleinen Kletterpartien meisterten die Hunde mit unserer Hilfe super. Tja irgendwo hatten wir die Abzweigung für den leichteren Weg verpasst, grundlegend war das auch völlig ok, der schwierigere Weg ist eh schöner. Aber es gibt da ein Problem. Genauer gesagt 2 Leitern die man hoch muss, da man da über den Fels nun wirklich nicht kommt. Die Leitern haben natürlich kleine Rundsprossen. Lex, Fyn und Enzo bekommen wir da Problemlos hoch, die kennen so was ja, aber ob wir das mit Telly und Flox schaffen. Auch wenn es nicht gerade einfach war, wir haben sie alle 5 da hoch gebracht.
Und dann kam schon das nächste Problem, denn da wo Pepe bereits hoch ist kommen die Hunde nicht hoch, aber das kann nicht der einzige Weg sein, denn die meisten Menschen schaffen das auch nicht. Und nach etwas suchen haben wir dann auch den Weg außen herum gefunden. Nur zuerst mussten wir Enzo von dort oben wieder runter bringen und der war da etwas anderer Ansicht.... Aber auch das hat geklappt.
Oben am Melosee angekommen war Kerstin ziemlich fertig, Telly zieht doch ganz schön an der Leine und durch seine Menschenprobleme konnte er halt nicht frei laufen. Deshalb entschied sich Kerstin am Melosee zu bleiben während wir weiter hoch zum Capitello See gingen.
Oben angekommen war Flox dann auch schon recht fertig. Die Gegend ist einfach nur herrlich, aber es ist manchmal schon eine ganz schöne Kletterei!
Nina wäre ja noch wahnsinnig gerne zum Goiasee gegangen, aber das ist für die Hunde wohl zu schwer. Nina weiß wo er sein muss, aber keiner konnte auf den Felswänden einen dazu passenden Weg finden. Wir haben nicht die leiseste Ahnung wie man da hingekommen wäre, das wären doch alles mehr als heftige Kletterpartien. Schade, aber für Flox war es nun eh genug und für uns wohl auch. Und so haben wir uns wieder auf den Rückweg zum Melosee gemacht.
Unten am Melosee haben wir Kerstin gleich wieder gefunden und erstmal noch eine kurze Pause gemacht. Im See waren sie immer noch mit irgendwas zu Gange, aber leider konnte man nicht erkennen mit was. Immer mal wieder ist ein Hubschrauber gekommen und wieder geflogen,...
Dann haben wir uns wieder an den Abstieg gemacht, diesmal haben wir aber den leichteren Weg genommen, der aber an sich anstrengender ist, aber er hat halt nicht diese extremen Kletterstellen.
Zurück am Auto haben wir erstmal die Hunde versorgt und dann was gegessen. Die Hunde waren in ihren Boxen, aber natürlich standen noch die Türen offen und ständig blieben Leute davor stehen. Wir waren mal wieder Touristenattraktion!
Auf dem Weg runter Richtung Corte fing die Bremse tierisch an zu stinken und qualmte dann auch, oha. Aber wir kamen heil unten an und auch die Bremse hat es soweit überlebt.
In Corte nahm Nina am Kreisel mal wieder die falsche Ausfahrt und wir drehten noch eine extrarunde durch die Stadt bevor wir dann über die N200 wieder nach Hause fuhren. Möglichst mit wenig bremsen!
Zuhause angekommen gingen Antje und Nina noch mal eine Runde im Meer baden das inzwischen wieder ganz ruhig war.
Danach heiß duschen, Abendessen, es gab Nudeln mit verschiedenen Tomatensoßen.
Dann gab Antje Flox Futter, machte die Zimmertür zu. Lex stand davor musste ja schauen was los ist, Telly auch. Und auf einmal geht Telly auf Lex los. Das er Futterneidisch ist wussten wir ja aber das... Dann wollte auch noch Antje dazwischen gehen, aber das konnte Nina noch rechzeitig verhindern. Lex hatte sofort die Oberhand und bald unterwarf sich Telly. Doch dann fing Lex an zu sabbern und zu zittern, scheiße. Pepe rannte zum Glück glich los und holte sein Belladonna aus dem Auto und so konnten wir den Anfall noch mal verhindern.
Aber warum eigentlich immer Lex???
Danach spielten wir wie immer noch eine Runde...

Freitag 29.09.2006
Heute war dann also unser letzter ganzer Tag in Korsika. Morgen werden wir uns wieder auf die Heimreise machen. Schnüff..
Nach längerem Ausschlafen entscheiden wir uns heute noch mal etwas weiter hinten an den Strand zu gehen. Da wo wir auch das letzte mal waren. Kerstin und Telly kommen nicht mit.
Am frühen Nachmittag haben wir genug und gehe zurück. Zuhause wird eine Runde gespielt, gefaulenzt und dann auch schon ein wenig die Sachen zusammen gepackt da wir morgen recht früh aus dem Haus müssen.

Samstag 30.09.2006
Tja, heute steht dann die Heimreise an.
Wir stehen früh auf, beladen das Auto, kehren und wischen und gehen noch mal mit den Hunden Gassi. Schnell ist mit der Vermieterin alles geklärt und wir machen uns auf den Weg. Wir wollen in Folleli noch mal in den Hyper U, die Mitbringsel kaufen.
Danach geht es nach Bastia an den Hafen. Wir haben noch etwas Zeit und so gehen wir noch mal eine kurze Runde mit den Hunden Gassi, aber nicht mehr wirklich weit vom Hafen weg.
Und dann kommt auch schon unsere Fähre. Die Corsica Marina Seconda.
Das entladen dauert diesmal nicht ganz so lang, trotzdem kommen wir erst viel zu spät an Bord und dann stehen wir auch noch irgendwo oben, wo wir erst wieder einsteigen können wenn neben uns die Autos weg sind, na das kann ja beim entladen heiter werden.
Wir suchen uns diesmal draußen ein Plätzchen, schmeißen uns in die Liegestühle und pennen ne Runde.
In Livorno dauert es wirklich etwas länger bis wir endlich von der Fähre unten sind. D.h. Antje, Pepe, Kerstin, Enzo, Telly und Flox verlassen die Fähre zu Fuß, Fyn, Lex und Nina schlängeln sich zum Auto durch, quetschen sich irgendwie rein als die nebendran endlich weg sind und sammeln die anderen dann im Hafen wieder auf.
Die Heimfahrt gestaltet sich genauso ereignislos wie die Hinfahrt, naja, mal davon abgesehen das wir 2 mal falsch gefahren sind.
Pepe fährt wieder ne gute Stunde, ansonsten fährt Nina. Aber diesmal lassen wir die Pause weg und so kommen wir mitten in der Nacht zu Hause an.
Ein herrlicher, aber wie immer doch zu kurzer Urlaub ist vorbei!
 

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