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Urlaub im Bayrischen Wald vom 17. - 24.09.2017

 
 
Montag 18.09.2017
Steinklamm in Zwieselau
Im Gedanken sind wir immer noch bei dem genialen Wochenende. Es war schon ein echtes Erlebnis. Aber nun genießen wir umso mehr einen ruhigen Urlaub und so schlafen wir heute auch erst mal richtig aus. Das Frühstück fällt noch etwas Bescheiden aus, wir müssen erst mal noch einkaufen gehen, was nun aber nicht heißen soll das wir Hunger leiden müssen.
Wir haben ein paar blaue Flecken davongetragen, ich habe mir am Trittbrett vom Scooter den linken Knöchel blutig und ziemlich blau geschlagen, Pepe hat ein paar blaue Flecken durch ihren Hinleger am Sonntag.
Und so machen wir uns ganz langsam mal ans Einkaufen, Frühstück und Abendessen für die nächsten 2 Tage.
Da Karin sich mit Magen/Darm entschuldigt hat, entscheiden wir uns für eine gemütliche Wanderung in der Steinklamm in Zwieselau. Während wir eine Runde durch die Klamm, am Stausee vorbei und am Kanal zurück drehen, macht Papa eine kurze Runde über den Marienberg. Wir bleiben weitestgehend trocken, aber gutes Wetter ist was anderes und das soll auch den Rest der Woche so bleiben. Feucht, Wechselhaft und vor allem kalt.
Die Klamm ist nun nichts wildes, aber wunderschön. Steinklamm, den Namen trägt sie zurecht. Am Stausee nieselt es leider Kräftig und es ist das einzige Stück wo wir nicht durch den Wald geschützt sind. Der Kanal ist fast kerzen gerade und wir wandern gemütlich auf dem Damm entlang. Alles in allem hat sich die 8km Runde wirklich gelohnt.

Dienstag 19.09.2017
Tierparkbesuch
Nach längerem hin und her haben wir uns für den Besuch des Tierfreigeländes am Lusen entschieden. Das Gehege beheimatet heimische Tiere, wie Rotwild, Wildschweine, Greifvögel, aber auch Elche, Luchse (der sich erfolglos versucht hinter den Bäumen zu verstecken), Wölfe (der sich nur Papa zeigt) und Bären (die viel zu weit weg faul rum liegen). Es gibt einen 7 km Rundweg, den wir durch zusätzliche Kringel auf 13 km ausdehnen, den man aber auch mehrfach verkürzen kann, so dass auch Papa eine schöne Runde findet. Die Gehege sind teilweise sehr groß und bieten auch den Tieren ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Zwischendurch gibt es naturbelassenen Wald, mit Moos, Flechten, Pilzen,… Auf jedenfall hat sich auch dieser Besuch gelohnt, auch wenn sich manches Tier das wir gern gesehen hätten versteckt hat.

Mittwoch 20.09.2017
Zusammen mit Lupo um die Trinkwassertalsperre
Heute heißt es wieder ausschlafen, wie jeden morgen, gemütlich und ausgiebig Frühstücken und dann ein wenig Zeit tot schlagen. Schließlich üben wir noch etwas Unterordnung mit den Hunden, bevor wir dann einkaufen fahren.
Um 14 Uhr treffen wir uns mit Charly’s Bruder Lupo und seinen Besitzern Karin und Dirk an der Trinkwassertalsperre in Frauenau. Karin ist noch nicht wieder 100% fit und so drehen wir eine gemütliche Runde um den Stausee. Lupo ist etwas grummlig, aber alles in allem Klappt es wunderbar mit den 3 pubertierenden Rüpeln.
Durch das nicht so gute Wetter, und dem Ende der Urlaubssaison, sind wir fast allein unterwegs. Wir Frauen sind natürlich wieder die ganze Zeit am quatschen, ich hoffe der arme Dirk hat sich nicht ausgeschlossen gefühlt, so ist das halt wenn 3 Weiber auf einem Haufen sind. Papa hat sich wieder für eine kurze Runde nur an der Staumauer vorbei entschieden.


Donnerstag 21.09.2017
Mit der Kreuzotter ums Klosterfilz und ein weiteres Treffen mit Lupo
Heute Nachmittag haben wir uns wieder mit Lupo und seinen Besitzern verabredet, aber vorher wollen wir noch eine Runde laufen. Würden uns ja gerne mal das Zwieseler Filz anschauen, aber als wir in Buchenau den Parkplatz erreichen wird klar das der Weg dorthin einfach noch viel zu weit ist, das war leider vorher in dem Text wo ich gefunden hatte nicht gut genug erwähnt. Für hin und zurück muss man mindestens mit 16 km rechnen und dafür reicht einfach die Zeit nicht mehr.
Also suchen wir was neues und werden in einem Wander Heftchen das Pepe bei der Touristinfo mitgenommen hat fündig, eine Runde über den Großen Rachel, leider natürlich wo ganz anders. Da steht zwar was von P+R und dann mit dem Igelbus, da steht aber leider nicht das der Startpunkt auch nur mit dem Bus zu erreichen ist. Als wir das feststellen wäre es schon mehr als knapp und dann fährt der Bus auch genau jetzt ab, was nicht mehr reicht um die Hunde auszuladen… Und eine halbe Stunde später reicht dann nicht mehr, das wird Abends zu knapp. Also schon wieder nichts, so langsam sind wir frustriert. Auch die anderen auf dem Schild angeschriebenen Wanderwege die interessant wären sind von hier aus mit dem Bus zu erreichen und wir wissen nun nicht ob auch anders. Also nochmal das Heftchen gewälzt und einen letzten Versuch hier in der Nähe gestartet, die Kreuzotter (Rundwege sind hier mit Tieren, Streckenwanderungen mit Pflanzen markiert) rund um das Klosterfilz bei Riethütte. Und tatsächlich erreichen wir den Parkplatz nach etwas Sucherei und werden mit einer wunderschönen Runde entschädigt. Nach einer Herrlichen Überquerung der Großen Ohe, mit tollem Rastplatz, geht es durch herrlichen Wald, auf schmalem Weg bis Guglöd hoch. Hier legen wir einen kurzen Abstecher zum Quarzstollen ein, in den man aber leider nicht rein kann, aber auch hier erklären wunderschöne Holztafeln alles. Bei Guglöd geht es ganz kurz an der Straße entlang, dann sofort wieder durch herrlichen Wald nach unten bis wir nach längerer Wanderung Sibenellen erreiichen. Hier kommt das einzige Stück wo wir etwas länger an der Strasse lang müssen, bevor es erst durch Felder und dann wieder durch den Wald weiter geht, bevor wir schließlich im Filz (Hochmoor) landen. Ein herrlicher Bohlenweg führt uns am Rand durch das Moor, wunderschön. Nun noch einen kurzen Hatscher durch Riedlhütte, bevor wir dem Radweg am Moorand entlang folgen. Nocheinmal geht es auf Bohlen durchs Moor und dann zum Abschluss noch durch den Filzwald, bevor wir wieder unseren Ausgangspunkt erreichen.
Nun aber husch husch Richtung Zwieslerwalldhaus, wo wir uns mit Lupo, Karin du Dirk für eine erneute Gassirunde verabredet haben. Zuerst geht es zu einer Waldhütte, wunderschön an einem Teich gelegen. Da uns wieder zurück nun doch etwas zu früh wäre, beschließen wir noch den Berg zu erklimmen. Auch wieder ein schöner Weg durch den Wald, was aber gar nicht so wichtig ist, sind wir doch mal wieder mit Dauerschwätzen beschäftigt. Deshalb macht es uns auch nichts aus den Runterweg auf dem breiten Forstweg zu nehmen, wo wir dafür alle nebeneinander gehen können. Von der Waldhütte geht es dann einen super schönen Weg an einem Kanal entlang, in den die Schwarzen auch immer wieder rein hüpfen müssen. Viel zu schnell ist auch diese Runde wieder beendet.

Freitag 22.09.2017
auslegen der kleinen Arber Letterbox
So langsam neigt sich der Urlaub schon wieder dem Ende zu, ich darf gar nicht drüber nachdenken. Heute wollen wir unsere kleine Arber Box legen, sofern die im Internet rausgesuchten Wege dafür auch wirklich taugen. Wie immer aber erst mal ausschlafen und gemütlich frühstücken, wäre ja auch mal was neues wenn wir dann ohne Zeitdruck auf die Runde gehen würden. Start ist in Bodenmais – Klausen. Zuerst geht es zu den Rießlochfällen, aber wir suchen uns seinen Weg abseits des breiten Schotterweges, so dass es aber auch erst mal nach unten, fast direkt an den Bach geht. Dann über den Parkplatz hinweg und natürlich wählen wir den steinigen Aufstieg direkt am Wasser entlang bis zu den Fällen. Anstrengend aber wunderschön und die Fälle wirklich sehenswert. Und immer weiter am Bach entlang, nicht mehr ganz so steinig, nicht mehr ganz so steil, aber immer noch ordentlich hoch, geht es weiter bis zur Chamer Hütte. Nun noch ein letztes Stückchen auf schmalem Pfad und wir haben das Gipfelkreuz des kleinen Arber erreicht. Wunderschöne Aussicht auf Bodenmais und auf den Großen Arber.
Weiter geht es nun aber nur noch abwärts. Der Beginn ist noch wunderschön, durch eine Graslandschaft auf schmalem Pfad, doch dann wird der Weg breiter. Meist auf breitem Schotterweg, leider teilweise auf Asphalt, entschädigt nur der schöne Wald. Fürs Finale finden wir nochmal ein wunderschönes Stück Grasweg durch Moosigen Wald.
Charly bekommt leider schon wieder den Urlaubskoller. Seit dem ersten Tag gibt’s schon wieder Probleme mit ihm, nun ist er schon wieder fürchterlich drauf. Ich wüsste gerne was sein Problem ist, Urlaub ist doch was Gutes. Ich habe den ganzen Tag Zeit für sie, wir sind viel zusammen unterwegs,…
Abends Treffen wir uns mit Karin und Dirk in Zwiesel im Dampfbierstüberl zum Abendessen. Etwas abenteuerlich war die Lokalfindung ja schon, die Saison ist rum und entweder haben die deutschen Lokale schon zu oder Abends nicht mehr sehr lange offen. Aber hier haben wir was gefunden was lange auf hat und auch wirklich gutes Essen. Und so verbringen wir einen letzten gemeinsamen Abend, es war wieder viel zu kurz!

Samstag 23.09.2017
Schachten und Filze
Unser letzter Tag bricht an und endlich haben wir gutes Wetter. Die Sonne lacht von einem fast strahlend blauen Himmel, nur kalt ist es immer noch. Aber wir dürfen uns nicht beschweren, immerhin hat es die meiste Zeit ja nicht geregnet, wenn es auch jeden Tag trübe war.
Für heute haben wir uns nochmal eine längere Wanderung vorgenommen. Ab der Trinkwassertalsperre Frauenau, wo uns Papa absetzt, der den heutigen Tag im Glasmuseum in Frauenau verbringt, über den Gläsernen Steig nach Buchenau, dann auf der Pestwurz Markierung hoch zum Lindberger Schachten und dann über Hirschbachschwelle, Zwiesler Filz, Filze und Schachten bis zum Hochschachten. Dort weiter mit der Markierung Borstgras weiter durch Moor und Hochebenen bis zum Almschachten. Dann wieder runter durch Wald bis zur Trinkwassertalsperre und auf schmalem Pfad an einem ehemaligen Kanal entlang des Sees zur Staumauer.
Erstmal suchen wir erfolglos unsere Markierung, halten uns dann aber richtig und mit Hilfe des GPS finden wir dann doch auf den Gläsernen Steig. Der Weg führt als breiter Schotterweg durch eine Allee alter Bäume, wir rätseln mal wieder rum was es für welche sind, bis nach Buchenau. Kurz durch den Ort und über den Wanderparkplatz ab in den Wald. Nun folgen wir der Pestwurz Markierung auf einem steinigen Waldweg stetig bergan. Der Weg ist eher langweilig, ähnlich wie zu Hause, und wir fragen uns schon ob wir die richtige Wanderung für den letzten Tag raus gesucht haben. Doch dann erreichen wir oben angekommen den Lindberger Schachten. Schachten sind ehemalige Waldweideflächen, die nun mit Seegras oder Heidekraut und nur sehr wenigen alten Bäumen bestanden sind. Auf dem Lindberger Schachten wachsen Unmengen an Heidelbeeren. Wir entscheiden uns für einen kurzen Abstecher zum Rachelblick, es geht zwar bergauf, aber diese gigantisch schöne Landschafft entschädigt dafür. Über den Schachten und Wald hat man einen tollen Blick auf den Rachel.
Nun geht es erst nochmal eine Runde etwas ab und auf durch den Wald, aber diesmal auf einem tollen schmalen Pfad. Dann öffnet sich die nächste Hochebene. Wir erreichen Hirschbachschwelle. Hier wurde der Bach aufgestaut um eine Flutwelle zum triften schaffen zu können. In einer Landschaft aus Moor, abgestorbenen Bäumen, liegt hier dann ein kleiner Stausee. Weiter geht es nun durch genau diese Landschaft, Schachten und Filze, abgestorbene Bäume. Unglaublich schön. Höhepunkt bildet der Bereich der Filze und Schachten, die mit einem langen Bohlenweg durchzogen sind. Ein Abstecher zu einem See, einem Moorauge, an dem Unmengen riesiger Moorlibellen schwirren. Hier wollen wir am liebsten gar nicht mehr weg, die Sonne scheint, es ist angenehm warm und wir sitzen auf dem Steg und schauen den Libellen zu.
Noch eine Weile geht es danach auf dem Bergrücken weiter, bevor wir uns dann wieder nach rechts und runterzus wenden. Steil geht es durch den Wald bergab, bis wir unten auf den See der Trinkwassertalsperre treffen. Oberhalb geht es auf einem schmalen Waldweg, an einem nun trockenen Graben entlang, bis wir auf der Südseite die Dammkrone erreichen und nun nur noch schnell zum Parkplatz absteigen müssen, wo Papa bereits auf uns wartet. Und es war eine absolut würdige Wanderung zum Abschluss. Wunderschöne Landschaft bei herrlichem Wetter, nur die Jungs könnten sich noch etwas besser benehmen.

Sonntag 24.09.2017
und schon geht es wieder nach Hause
Am Morgen heißt es nach dem ausschlafen und gemütlichen Frühstück nur noch schnell zusammenpacken. Inzwischen geht das wirklich flott und so machen wir uns bereits um halb 12 auf den Heimweg. Auf der A3 gibt es wegen einer Baustelle eine halbe Stunde Stau, ansonsten kommen wir gut durch. Um kurz nach sechs sind wir wieder zu Hause, der Alltag hat uns wieder.

 

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