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Urlaub in der Zugspitzregion 25.06.-01.07.2012

 
 
Montag 25.06.2012
von der MAC in die Zugspitzregion (Garmisch)
Leider wurde das Wetter über Nacht nicht besser. Wir wachten morgens, nach einem MAC Qualiwochenende, noch in Bad Soden, bei grau in grau und Regen auf. Das Wetter wurde dann während der Fahrt besser, so dass wir anfingen Hoffnung zu schöpfen, nur um dann kurz vor Kempten mit einem Schlag wieder miserabel zu werden.
Aber von Vorn. Morgens machte ich mich zunächst mal auf ein kurzes Gassi, bei dem ich dann doch nicht ganz so viel Nass wurde. Allerdings waren die Hunde gut nass, da wirklich alles nass war. In der Zwischenzeit richtete Pepe das Futter, aber ich wollte gerne noch eine Fährte machen.
Für Nuk wählte ich die Parkplatzwiese auf der auch unser Wohnwagen stand und am Wochenende massig Autos, Menschen und Hunde drüber spaziert waren. Deshalb gab es eine kurze Fährte von nur guten 100 Schritt mit nur einem Winkel und einem Gegenstand am Ende, kombiniert mit vielen Leckerlies, am Anfang sogar in jedem Schritt. Für Fyn gab es die Wiese nebenan, die Sicherlich auch von Hunden überquert worden war, aber bestimmt nicht vollständig und nicht so viele. Allerdings versuchten mir da die Vögel die Kekse zu klauen, die es bei Fyn nach der Katastrophe vom letzten mal am Anfang wieder in jedem Fußdappen und auch später noch sehr viele gab. Für ihn gab es einen großen Bogen und einen Winkel, alles in allem knapp 100 Schritt.
Nuk suchte soweit ok, tat sich mit dem extrem schweren Gelände aber doch sehr schwer, war immer wieder neben der Spur und hatte es mal wieder recht eilig. Der Winkel lief ok, aber nicht perfekt, den Gegenstand wollte er nicht. Ich glaub erst beim 5. Versuch machte er ihn endlich.
Fyn suchte überraschenderweise sehr gut, war zwar auch ein paar mal neben der Spur, korrigierte sich aber immer selbst wieder, bis auf einmal, wo ich ihm aber helfen konnte, ohne das er die Krise bekam. Am Ende war er wirklich gut.
Danach gabs dann endlich Futter und für uns Frühstück und danach machten wir uns auf den Weg Richtung Zugspitze, bzw. Grainau.
Mein Navi machte mir mal wieder viel Freude und schickte mich durch Frankfurt, wo ich dank Umweltzone aber gar nicht durch darf. Auf der Autobahn war viel los und mein Auto zeigte schon an den Hügelchen vor Stuttgart erste Probleme mit der Temperatur und wir machten uns große Sorgen wie wir den Eichelberg hoch kommen sollen – im 2. Gang bei 3000 Umdrehungen!
Bei strömendem Regen erreichten wir den Campingplatz, er liegt direkt an der Durchgangsstrasse, die leider Nachts auch zu hören ist, aber nicht schlimm. Ansonsten ist er recht einfach aber ok. Auch die Sanitären Anlagen sind ok, wenn auch nichts Besonderes, aber immerhin kann man ohne Zusatzkosten heiß duschen und das ist für uns ja besonders wichtig.
Sehr praktisch ist auch das genau gegenüber der Campingplatzeinfahrt ein ALDI ist, so dass man Abends noch schnell zu Fuß einkaufen gehen kann (was wir später auch gemacht haben).
Nun ging noch der große Aufbau los, Wohnwagen stellen, Vorzelt aufbauen, Gott sei Dank ging das Problemlos in die Kedarleiste.
Ansonsten wurde es nicht sehr spät, die Fahrt war doch sehr anstrengend und außerdem stand der Wecker für morgen früh auf kurz vor 7!

Dienstag der 26.06.2012
Auf dem Weg zur Zugspitze: Teil 1: Garmisch - Reintalangerhütte
Viel zu früh beendete der Wecker die Nacht. Eigentlich wollten wir so gar nicht aufstehen, aber wir wollen doch früh los. Am Ende war das völlig umsonst, da wir knapp zu spät waren und so doch Eintritt für die Partnachklamm bezahlen mussten und viel zu früh an der Hütte waren.
Aber wenigstens hatte das Wetter ein einsehen und begrüßte uns mit 2/8 Bewölkung und Sonnenschein!
Die Morgenverrichtungen wurden schnell erledigt, dann ging es mit dem Auto an das Skistation in Garmisch-Partenkirchen. Hier startete unsere Tour auf die Zugspitze. Heute sollte bis zur Reintalangerhütte gehen.
Wir wussten zwar das es vom Parkplatz noch ein Stück Fußweg zur Klamm ist, aber nicht das er eine halbe Stunde lang ist und so kamen wir etwas zu spät dort an. Zum Glück gab es mit den Gästekarten wenigstens Ermäßigung auf den Eintritt und die Hunde kosteten nichts.
Die Hunde waren auch wieder gut bepackt, alle 3 mit ihren Taschen, allerdings vom Gewicht her nicht ganz voll, vor allem Nuk noch nicht. Wir teilten uns einen der großen Rucksäcke, den wir immer abwechselnd trugen.
Die Partnachklamm, die wir aufgrund der trotzdem noch recht frühen Stunde für uns allein hatten, war gleich mal ein erster absoluter Höhepunkt. Die Partnach ist generell ein sehr schnell, eher wild strömendes Gewässer und in der engen Klamm tat sie dahingehend ihr bestes. Die Wege führten direkt unten am Wasser entlang, oft auch durch Felstunnel. Nur nass wurde man kräftig, überall tropfte es. Leider war es zwischen so hohen Felswänden oft sehr dunkel, so dass die Bilder nicht so der Hit geworden sein dürften. In den Tunneln musste man sich manchmal echt voran tasten, da es sehr dunkel war.
Sehr lang ist die Klamm allerdings nicht und so erreichten wir nach einer gemütlichen guten halben Stunde das obere Ende.
Hier öffnet sich die Klamm nun zum Reintal. Einem wild romantischen Tal. Einfach wunder, wunder schön! Die Partnach durchströmt es immer noch wild und stellenweise sehr laut rauschend. Am Anfang führt der Weg auf Fahrweg breitem Schotter, oft hoch über der Partnach, so dass man sie manchmal nur hört und gar nicht sieht, durch den Wald. Es lies sich wunder bar gehen. Der Wald war schön, große Farne und was weiß ich für Gewächse bedeckten den Boden.
Später wurde der Weg schmäler und blieb nun nah der Partnach. Noch vor der Bockhütte machten wir eine erste Pause, wir hatten schließlich viel Zeit. Die Hunde durften eine Runde durchs Wasser toben, natürlich war Nuk das erste mal drin bevor ich ihm die Taschen abgenommen hatte. Allerdings blieben sie nur am Ufer, die Strömung war doch ganz schön heftig. Nach der Bockhütte folgte die nächste Pause, bei der wir uns ans Partnachufer legten und die Sonne genossen.
Nun folgten nur noch kürzere Pausen, der Weg folgte weiter der Partnach, herrlich durch den Wald, bis wir am späten Mittag schon die Reintalanger Hütte erreichten.
Diese liegt wirklich idyllisch, fast am Ende des Reintals an der Partnach. Erst mal war unsere Reservierung nicht aufzufinden und so setzten wir uns eine Runde an die Partnach, wo Liegestühle bereitstanden und machten Mittagspause. Auch konnten wir so den Anflug eines Hubschraubers beobachten, der direkt hinter den Bäumen hinter der Hütte auf einer großen, aber doch sehr welligen Wiese landete. Natürlich mussten wir nun erst mal Hubschrauber betrachten gehen.
Da die Wolken nun immer mehr zunahmen, am Abend war dann wieder durchgehend Bewölkt und der Regen nicht weit, verließen wir unseren Platz am Wasser. Inzwischen war auch unsere Reservierung wieder aufgetaucht und wir konnten den Winterraum, eine extra Hütte (die original Angerhütte) beziehen. Einziges Manko, drinnen war noch kälter als draußen und wir fingen langsam heftig an zu frieren. Ansonsten war alles perfekt.
Deshalb gabs noch mal ein Gassi für die Hunde, das dann doch etwas ausgedehnter ausgefallen ist. Mit Schlappen bis zum Partnachursprung, auch wenn dort der Wasserfall direkt in ein Schneefeld stürzt und an dessen Ende eine viel größere Partnach hervor kommt. Wir setzen die gemütliche Runde noch bis zum Ende des Reintals fort.
Danach verzogen wir uns in den völlig überhitzten Gastraum der Hütte und nahmen erst mal ein Abendessen zu uns, bevor es dann zu Bett ging. Leider gab es keinen schönen Sternenhimmel oder Sonnenuntergang in den Bergen.

Mittwoch der 27.06.2012
Auf dem Weg zur Zugspitze: Teil 2: Reintalangerhütte - Zugspitz
Auch heute klingelte der Wecker viel zu früh. Wir hatten alle leider nicht sehr gut geschlafen.
Als wir die Läden öffneten, marschierten draußen schon die ersten vorbei. Auch wir waren schnell fertig und auf dem Weg.
Wir machten uns etwas Gedanken, denn leider sollte es oben doch noch viel Schnee geben (das wussten wir), so dass aber die Ketten im oberen Teil unter Schnee liegen und damit alles die Bahn ab dem SonAlpin nimmt, bzw. nehmen sollte. Aber das wäre irgendwie kein erwandern der Zugspitze...
Das Wetter war leider auch nicht wieder gut geworden, ganz im Gegenteil zunächst sogar noch schlechter, so bekamen wir sogar ein paar Spritzer ab, zum Glück kein echter Regen. Aber die Wolken hingen zeitweiße so tief, dass die Zugspitze in den Wolken war. Immer wieder zogen auch Wolkenfelder unter uns rein. Aber es gab auch sonnige Abschnitte, leider immer nur sehr kurz, erst am Spätnachmittag wurde das Wetter wieder etwas besser, die blauen Löcher größer und die Sonnigen Abschnitte länger.
Das Stück bis zum Ende des Reintals war noch mal recht idyllisch, auch wenn der Bewuchs nun immer weniger wurde. Bis hierhin war es eine schöne Wanderung (also mit gestern), aber keine Bergwanderung. Nun kam der Alpinere Teil, eine echte Bergwanderung. Felsen, Geröll und steil nach oben, immer wieder in Serpentinen. Kahler Fels, Geröll, aber doch auch immer wieder Alpenblumen prägten das Bild. Und kurz vor der Knorrhütte dann auch die ersten Schneefelder, wobei wir den ersten Schnee ja schon gestern gesehen hatten.
Wir haben selten so heftig geschwitzt, wie auf dem Stück bis zur Knorrhütte, viel Geröll, steil nach oben, sehr anstrengend.
An der Knorrhütte haben wir denn Pause gemacht und auch mal was gefrühstückt. Leider war es ganz schön kalt. Die Sonne zeigte sich immer nur sehr kurz, der Wind blies ordentlich und wir waren völlig verschwitzt. Auch die frischen Klamotten die wir überzogen brachten nicht viel und so zogen wir nach einer guten halben Stunde und dem Rucksacktausch weiter.
Zunächst ging es noch genauso weiter, steil und nun viel Schotter, der einem unter den Füßen wegrollte. Bald wurde es etwas flacher, aber nicht entscheidend. Nun gesellte sich der Schnee hinzu. Pappschnee, weich und rutschig, aber trotzdem ganz ok, es gab ja auch immer eine Spur.
Wo wir auf dem Stück zur Knorrhütte noch viel schneller als angegeben waren, blieben wir hier nun kaum noch unter der Zeit. Trotzdem erreichten wir schon wieder zum Mittag das SonAlpin.
Zivilisationsschock gab es diesmal keinen, wir waren ja drauf vorbereitet und seid der Knorrhütte, die steht noch unterhalb, begleiteten schon Skilifte das Bild. Trotzdem, hier oben war eine Menge los. Schockierend war die Bekleidung so mancher, mit kurzen Hosen und völlig ungeeignetem Schuhwerk, auch wenn die alle mit der Bahn hochgekommen sind und sich kaum 3 Meter bewegt haben.
Wir wurden mal wieder zur Attraktion und unsere Hunde von allen Seiten abgelichtet.
Erst mal Pause und dann heftige Diskussionen was nun. Weiter oder nicht. Schließlich stand fest, nicht mit dem schweren Rucksack. Also nicht, denn wohin damit, aber unsere Diskussion bekam eine Bedienstete des SonAlpin mit und bot uns an den Rucksack (und die Hundetaschen) außen unter das Zeltdach zu stellen, wo ihn keiner so wirklich sieht. Aber auch sie wies uns auf die Schneesituation hin.
Wir entschieden es zu probieren und umzudrehen falls es wirklich zu heftig wird. Taschen und Rucksäcke blieben da, nur Fyn musste schleppen. Er trug noch mal Jacken zum überziehen (auch wenn wir nun wesentlich dicker angezogen waren) und Getränke, aber auch sein Rucksack war leichter.
Nun mussten wir erst mal den Einstieg finden und bei der Suche entdeckten wir 2 Jungs im Hang, wir waren also nicht die einzigen (nach uns folgten auch noch mal 2 Frauen). Ob wir wirklich den richtigen Einstieg fanden? Ich weiß es nicht, derzeit wohl schon, normal doch hoffentlich eher nicht. Eine Geröll/Schotter Hang, sehr steil und meist keine Spur. Der ganze Hang war in Bewegung, man fand kaum einen halt mit den Füßen, da alles unter einem weg rollte. Da waren wir schon nah dran umzudrehen, krabbelten einmal sogar auf allen vieren weiter. Nur die Hunde, sie hatten natürlich so gar keine Probleme.
Dann erreichten wir das große Schneefeld, das uns schon von unten Angst gemacht hatte. Nun mussten wir eine Entscheidung treffen, denn zurück über dies, nein danke. Wir entschieden uns dafür weiter zu gehen, denn schon vorher am Rand des Feldes hatte sich gezeigt das man auf diesem besser gehen kann als auf dem Geröll!
Also schön in den Spuren unserer Vorgänger nach oben, jeder Schritt erst sicheren Halt tretend bevor man den Fuß voll belastet. So kamen wir ganz ohne Probleme bis nach oben!
Die wohl größte Herausforderung folgte nun und wurde vorher in dem Maße nicht von uns erwartet. Vom Schneefeld wieder auf den Fels zu kommen. Zwischen Schneekante und Fels befand sich weitestgehend ein tiefer Einschnitt, dort wo die Jungs vor uns rüber sind, kamen wir nicht mehr rüber, das Loch war zu groß. Also wieder etwas weiter aufs Schneefeld drauf und noch ein Stück weiter hoch. Hier gabs zwar auch eine Kante, aber man konnte auch schon das Seil greifen und der Spalt war nicht so tief. So kamen wir auf den Fels und den versicherten Weg.
Die Hunde hatten auch das mit Leichtigkeit bewältigt, ihr Vierfußantrieb wirkt da echt Wunder! Nuk rannte den Fels hoch, egal ob Fels oder Schnee, als hätte er noch nie was anderes gemacht (es ist ja nun seine erste Tour dieser Art!) und ich musste ihn auch hier immer wieder stoppen damit er nicht zu weit voraus ging. Fyn entschied sich regelmäßig mal wieder für die senkrecht hoch Variante und auch das stellte kein Problem da, nur an 2 oder 3 Stellen die etwas enger waren sicherte ich ihn aufgrund seiner Taschen, nötig wäre es nicht gewesen. Und Jill der Bergfloh machte das alles mit Links, ihr kommt schon ihr geringes Gewicht zugute.
Nun ging der Weg zum Glück die Meiste Zeit ohne Schnee weiter. Noch 3 mal waren Schneestücke zu überbrücken, das eine war auch noch mal recht schwierig. Außerdem gab es 2 Stellen wo man ganz außen an der Kante laufen musste, da innen Schnee lag. Ansonsten war der Weg aber nun nicht mehr schwerer als er sonst auch ist.
Aber ganz ohne ist er nicht, ich finde das die Beschreibungen teilweise doch harmloser klingen. Ja, man hat fast überall ein Seil an dem man sich halten und sich auch dran hochziehen kann, aber das ist halt nicht ein kurzes Stück, sondern man klettert da 1,5 Stunden Berghoch. Oben auf dem Gratstück kann einem dann auch mulmig werden, wenn man nicht ganz höhenfest ist.
Und schließlich erreichten auch wir die Zugspitze, wirklich heftig war nur das erste Stück durch den Geröllhang und aus dem ersten Schneefeld raus gewesen.
Oben auf der Zugspitze wurden wir gleich wieder zur Attraktion. Auch wenn diesmal nur noch Fyn Taschen trug. Für die ersten, die uns noch hochkommen sahen, reichte es schon das wir tatsächlich mit den Hunden hoch gelaufen sind.
Lange hielten wir uns nicht an der Spitze auf, machten kurz Pause, ein paar Bilder vom Gipfelkreuz, die allerdings nur von der Terrasse aus und ließen uns alle zusammen ablichten. Ein kurzer Rundgang und dann auf zur Bahn, nur wo ist die? Schilder gabs hier irgendwie nicht, aber wenn man nicht mit der Bahn hochgekommen ist, ist es halt nicht so einfach den richtigen Eingang zu finden. Aber auch das schafften wir, kamen aber leider ganz knapp zu spät und sahen die Bahn nur noch abfahren. So mussten wir eine ganze Weile warten, was die Hunde für eine erste Schlaf und Kuschelstunde nutzten. Auch hier fand vor allem Jill gleich wieder Freunde.
Dann gings mit der Gletscherbahn zurück zum SonAlpin wo unser Gepäck noch vollständig auf uns wartete. Noch mal eine kurze Pause, nun alle 3 Hunde wieder mit Taschen und auch gleich wieder als Fotomotiv. Dann runter zum Bahnhof der Zugspitzbahn, lieber etwas früher, bevor wir die Bahn verpassen, denn es ist die letzte.
Alle zusammen in eine Sitzecke gequetscht, auf und übereinander. Und dann ab durch den Tunnel nach unten. Für uns gings am Eibsee vorbei, für den so leider keine Zeit mehr war und weiter bis zur Endstation in Garmisch-Partenkirchen, wo sie nicht mehr als Zahnradbahn, sondern gewöhnlicher Zug unterwegs war.
Von hier konnte man dann zum Glück gemütlich an der Partnach entlang zum Skistation zurück laufen. Aber nun merkte man doch das der Aufstieg schon ordentlich gewesen war und wir waren doch etwas müde.
Am Campingplatz angekommen schrie die Dusche schon ganz laut nach uns, was ein herrliches Gefühl!

Donnerstag der 28.06.2012
Eine Letterbox udn 2 GeoCache Hybriden
Heute wollten wir uns dann ganz dem Letterboxen widmen. Aber zuerst mal richtig ausschlafen. Leider haben wir irgendwie alle nicht so gut geschlafen.
Das Wetter war wie vorhergesagt einfach nur sommerlich wunderbar. Heiß, fast wolkenlos! Endlich Sommer!
Unser erstes Ziel war die „Das Blaue Land“ Letterbox bei Murnau. Die Gegend ist so anders als noch gestern. Wesentlich sanftere Berge, mit viel Almwiese und Kühen. Irgendwie lieblich, nicht so schroff, obwohl man häufig einen tollen Blick auf die ersten Berge der Alpenkante hat.
Los ging es am Fluß, den wir aber gleich wieder verließen. Und damit wir nicht aus der Übung kommen ging es erst mal steil den Berg hoch in den Wald, wo uns dann die nassen Wege, was aber im Clue extra angegeben war, am meisten Schwierigkeiten machten, aber nach 2 Tagen in den Wanderschuhen, hatten wir einfach keine Lust mehr und waren nur mit Turnschuhen unterwegs.
Über die Wiese waren wir etwas unsicher ob hier überhaupt noch ein Weg ist, auch gab es keine Öffnung im Zaun, es gab gar keinen Zaun, aber an sich war das kein Thema, denn der Weiterweg war klar.
Auch der Hochsitz verwirrte uns kurz, weil bereits vorn am letzten Gehöft einer stand, aber der war nicht gemeint. Zudem dann die Frage wie man ein Vogelhäuschen eigentlich nennt.
Weiter ging es nun auf einem Höhenweg durch die Wiesen, sehr gemütlich und halt so anders als bei uns, die wir nur Wald gewohnt sind. Vor lauter Ausblick auf die Berge, übersahen wir ganz die anderen Ausblicke.
In dem Weiler taten wir uns dann schwer, das mit dem Über die Wiese passte einfach irgendwie nicht. Deshalb gingen wir dann später auch an der Abzweigung erst mal vorbei, aber bald wurde dann schon klar, dass das nicht stimmt und wie es wohl sein muss. Und schon waren wir auf dem richtigen Pfad und auch bald bei der Box, die leicht zu finden war.
Der Rückweg führte uns nun noch richtig steil Bergab und dann am Fluss entlang zurück.
Das Auto war ganz schön aufgeheizt. Also alles sperrangelweit auf und weiter zu den 2 GeoCache Letterbox Hybriden die wir noch suchen wollen.
Zuerst die Schleierfälle. Hier gibt’s auch wenigstens noch ein Stück zu laufen.
Den Parkplatz fanden wir dank genauer Koordinaten Problemlos, nur dann mussten wir erst mal schauen wo wir hin müssen, es sollte ja Schilder Richtung Schleierfälle geben. Das Navi war hier keine Hilfe, selbst im zu Fuß Modus gings auf heftigen Umwegen, ich hab halt nur eine Straßenkarte.
Aber der Einstieg war schnell gefunden und zunächst gings dann ein kurzes Stück durch Kuhweiden. Im Wald angekommen bogen wir gleich mal falsch ab und stürzten uns schier senkrecht den Hang runter und dann war der Weg zu Ende. Na toll, das sollen wir doch jetzt bitte nicht alles wieder hoch? Aber zum Glück fanden wir einen Weg, na ja, eine Möglichkeit auf den eigentlichen Weg zu gelangen ohne zu nasse Füße zu bekommen, denn hier unten floss bereits ein Bach. Dann kamen wir an den Fluss und hier ging es auf einem schmalen Weg bis zu den Fällen. Aber vorher sahen wir ganz deutlich oben den Höhleneingang in dem die Box liegen soll. Also erst die Box holen.
Die Höhle war wirklich stock dunkel, da half auch die Taschenlampe nur wenig. Auch hätte ich mir die Gänge nicht ganz so Eng vorgestellt. Aber wunderschön war sie, glitzerte an Wänden und Decke. Die Box war an sich leicht zu finden, nur nicht leicht dran zu kommen, da dieser Ganz auch noch fürchterlich tief war. Schließlich hatten wir sie geborgen und brachten sie zum Stempeln nach draußen. Leider hat sie nur einen Kinderstempel der so gar nicht zum Thema der Box passt und rein gar nichts darüber aussagt. Das finde ich schon arg dürftig, sehr schade.
Von hier aus gings dann weiter vor zu den Fällen, wo sich leider eine ganze Familie breit gemacht hatte und im Fluss rumtollte. Leider sind die Schleierfälle auch nur vom Wasser aus wirklich gut zu sehen.
Wir blieben etwas abseits und ließen erst mal die Hunde im Wasser toben. Der Fluss hatte außerhalb der Mitte keine starke Strömung und war relativ lange sehr flach, so dass sie rumtoben konnten ohne schwimmen zu müssen.
Dann zog ich doch mal meine Schuhe aus und machte mich auf die Fälle zu bewundern und gebührend abzulichten. Das Wasser war aber schon arg kalt.
Für den Rückweg nahmen wir nun den korrekten Weg, der war wenigstens auch nicht ganz so steil, wenn es auch hier noch genug bergauf ging.
Weiter ging es zu der Amme.. Kapelle. Zum Glück war das auch schon die richtige Richtung für zum Campingplatz zurück. Die Kapelle war ganz nett, aber nichts besonderes, der Kreuzweg hatte keine Bilder und die Grotte war ganz nett. Aber dafür durfte man für den Parkplatz gleich mal blechen, mindest Parkdauer 2 Stunden. Dabei wollten wir doch nur eine viertel bis höchstens halbe Stunde bleiben.
Die Box war schnell gefunden, das es keinen Stempel mehr gibt wussten wir ja schon aus den letzten Logs. Aber leider gab es auch kein gescheites Logbuch, wir hatten ja die Hoffnung dort zumindest einen Stempelabdruck des ehemaligen Stempels zu finden und abfotografieren zu können. War aber nicht so, sehr schade. Nun wissen wir gar nicht was wir statt dessen in unser Logbuch machen sollen.
Von hier ging es dann wieder zurück zum Campingplatz. Es war doch deutlich später geworden als erwartet.
Nach einer kurzen Pause entschlossen wir uns doch noch die Fahrräder zu schnappen und nach Garmisch rein zu fahren, in der Hoffnung eine Touristinformation zu finden. Wir wurden dann auch in der Fußgänger Zone fündig, bekamen dann auch Infos, aber nicht so wirklich üppig. Aber immerhin hatten wir nun ein Bild von Neuschwanstein und konnten so am Abend noch unseren Stempel für die morgige Box schnitzen. Auch Logbücher hatten wir ergattern können und zudem aß ich seid Ewigkeiten mal wieder ein frisches Eis!
Wir waren gerade mit Abendessen und unseren Arbeiten an Stempel und Logbuch fertig als dunkle Wolken heraufzogen, die dann auch richtig heftige Gewitter brachten.

Freitag der 29.06.2012
Königsschlösser und unsere erste eigene Allgäubox
Als wir aufwachten Gewitterte es immer noch, bzw. schon wieder. Wir machten uns wenig Hoffnungen für den Tag und blieben relativ lang liegen. Als wir dann aufstanden sah das Wetter aber richtig gut aus und machte sich immer mehr, bis dann kein Wölkchen mehr am Himmel war.
Heute ging es nach Füssen, zu den Königsschlössern. Wir hatten uns einen Weg vom Schwanensee, über den Alpsee, Neuschwanstein und Hohenschwangau rausgesucht um hier eine Letterbox zu verstecken.
Leider wollte das GPS den Track einfach nicht anzeigen, der Track war zwar da, die Linie auch immer wieder zu sehen, aber meist nur kurz und dann zeigte er sie wieder nicht an. Sehr seltsam und keine Ahnung was das nun wieder sollte.
So suchten wir uns den Weg anhand der nächsten Stationen, den Anhaltspunkten von der Beschreibung die wir noch im Kopf hatten (die Beschreibung war nicht sehr intensiv, es gab ja den Track) und etwas dem Track selbst. So kam es auch das unser Weg dann doch ein wenig anders verlief, aber die Hauptpunkte doch genauso berührte.
Der Schwanensee ist sehr schön und mir tat es richtig leid das wir keine Badesachen dabei hatten um die Badezone zu nutzen.
Der anschließende Fischersteig, der uns vom Schwanensee an den Alpsee brachte war dafür wieder ganz ordentlich. In Serpentinen auf schmalem Weg bergauf.
Der Alpsee ist ebenfalls wunderschön, deutlich größer, aber genauso klar, tief blau und grün! Hier umrundeten wir nun sehr gemütlich den halben See und hier konnten nun auch die Hunde eine Runde rein springen. Der Weg war schmal und sehr schön zu laufen, nur einsam war es heute noch nicht gewesen.
Natürlich verpassten wir deutlich den Abzweig vom See weg, finden es eigentlich auch ganz schön so lang am See zu bleiben. Außerdem wollten wir nicht mehr so weit zurück, also suchten wir uns einen anderen Weg hoch auf den Track zurück. Und natürlich war der gleich mal richtig heftig! Sowas von steil, schwitz. Oben führte dann ein sehr schmaler Pfad am Hang entlang, einfach super und ganz nach unserem Geschmack. Witzig ist das Hohenschwangau auf fast jedem Schild steht, Neuschwanstein aber auf keinem einzigen!
Schließlich erreichten wir den Busplatz vor Neuschwanstein und nachdem es hier hoch zus und hier oben recht einsam gewesen war, nun die Menschenmassen. Wirkliche Massen!
Als erstes ging es zur Marienbrücke um dann auch die Atlas Quest Letterbox zu suchen. Die Brücke war verstopft vor Menschen. Von den Ausblicken die man vorher schon hatte war klar das sich Neuschwanstein nicht perfekt präsentiert, denn es sind Renovierungsarbeiten im Gang und es stehen Gerüste, so das man Teile nicht sieht. Von der Brücke bot sich dann aber doch ein super Bild mit nur wenig Gerüst.
Die Box war dann leicht zu finden und zum Glück noch mit allem Vorhanden!
Zurück und auf zum Schloss, das wir uns von außen, was dann ja nicht so viel ist ansahen.
Nun entschieden wir uns für den Weg durch die Plö... Schlucht, was eine gute Entscheidung war. So hatten wir noch einen super Blick auf den Wasserfall unter der Brücke, die Brücke und eine herrliche Schlucht.
Danach gings durch die Touristenmassen und Souvenirläden Richtung Hohenschwangau. Auch hier wurde Garten und Schloss von außen Besichtigt und dann der Rückweg gesucht.
Wir fanden einen wirklich guten Platz für die Box, denken wir zumindest, aber beim Rückweg ging dann was schief und wir landeten wieder am Fischersteig. Hm und nun? Was solls, so lang ist das Stück wo man 2 mal gehen muss nicht, lassen wir es dabei. Wir waren nun auch schon wirklich lang unterwegs und hatten keine Lust mehr zurück zu gehen.
Zum Glück war der Rückweg nun nicht mehr weit und die Autofahrt zurück ungehinderter als der Hinweg, wo wir hinter einem ewig langsam fahrenden Wohnmobil fest hingen.
Nach Dusche, Essen kochen und essen war es nun doch recht spät geworden, außerdem waren nun auch wir (und die Hunde) geschafft und so wurde der Abend nur noch ganz ruhig ausklingen gelassen.

Samstag der 30.06.2012
Es ist Sommer: Eibsee
An unserem letzten Tag standen wir vor der Wahl zwischen Eibsee oder Höllentalklamm. Da aber irgendwie nicht wirklich rauszufinden war ob die Hunde mit in die Klamm dürfen und man ja nicht bis zur Klamm fahren kann sondern noch einen Fußweg hat, wo auch nicht klar war wie lang der nun eigentlich ist und ob es auch einen Weg zurück nicht durch die Klamm gibt, entschieden wir uns letztendlich für die gemütlichere Version des Eibsees. Aber wenn schon, dann legen wir hier auch noch eine Letterbox. Gesagt getan.
Nachdem wir nun mal lange geschlafen haben, ging es dann bei herrlichem Sommerwetter hoch an den Eibsee. Diesmal hatten wir auch die Badesachen im Gepäck.
Der Parkplatz war schon gut voll und am See tummelte sich Groß und Klein in Massen. OK, hatten wir irgendwo erwartet.
Wir starteten unsere Runde um den Eibsee, gemütlich auf Schotterwegen führt ein gut 7km langer Weg einmal um den See. Auch hier war einiges los, Spaziergänger, Badegäste die einen besseren Platz suchen, Radfahrer,...
Trotzdem fanden wir am anderen Ende des Sees ein Plätzchen wo auch wir mit den Hunden an den See konnten, zwar nicht einsam, aber doch so, dass wir die Hunde planschen lassen konnten ohne das sie jemand anderem in den Füßen rum springen. Auch wir Beiden gingen eine Runde schwimmen, es war wirklich sehr schön. Nur das Ufer gab hier leider keinen gemütlichen Liegeplatz her und deshalb ging es nach einer ausgiebigen Baderunde wieder weiter.
An der Brücke, wieder vorn am See angekommen, hatten wir alle möglichen Werte für die Box gesammelt, nun hieß es möglichst etwas vom See wegkommen um die Box platzieren zu können. Das gestaltete sich doch als schwieriger als gedacht. Hier ging zwar ein Weg weg, der aber auch nicht gerade einsam war. Wir mussten ihm doch ein ganzes Stück folgen bevor er weit genug oberhalb des Sees war und ruhig genug um von ihm in den Wald abzubiegen. Zum Glück befand sich hier auch eine markante Stelle und man verschwand nach ein paar Metern durch den Wald hinter einer Kuppe, so dass man die Box später hoffentlich ungesehen bergen kann. Das Versteck selbst ist recht unscheinbar unter Felsen, hoffentlich liegt sie sehr lange hier.
Wieder zurück am See suchten wir uns erneut eine Stelle um mit den Hunden nochmal eine Runde baden gehen zu können, leider war hier kaum was zu finden. Entweder war jedes Fleckchen besetzt, oder man konnte sich dort kaum hinsetzen oder dergleichen. Schließlich fanden wir eine Stelle auf Felsen, die allerdings nicht so bequem war und so wurde auch hier nur noch eine Ausgiebige Runde geplanscht und dann nicht mehr so arg lang in der Sonne gesessen. Von der hatten wir eh nun reichlich abbekommen und keiner hatte Lust auf einen Sonnenbrand.
So machten wir uns auf den Rückweg um den Nachmittag und Abend ganz gemütlich auf dem Campingplatz ausklingen zu lassen.

Sonntag der 01.07.2012
Heimfahrt
Viel zu schnell war der Urlaub wieder zu Ende. Es war wirklich wunderschön gewesen. Eine optimale Mischung aus Wanderung, Letterbox und Entspannung. Und endlich mal hatten auch wir einfach Glück mit dem Wetter.
Und so machten wir uns am Vormittag auf den Weg nach Hause.
 

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