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Schluchtensteig: Stühlingen - Blumberg - Schattenmühle - Schluchsee Oberfischbach - St. Blasien - Todtmoos - Wehr

 
  Streckenwanderung für 6 Tage.
Mehr zum Weg findet man auf der Seite des Schluchtensteigs

Anreise: Neustadt - Dr. Stemmers Kapellen Letterbox - Geo Post Office Villingen Catch - Villinger-Letterbox Catch - Blauer Stein Letterbox - Stühlingen
Samstag der 26.06.2010: Erfolgreiches Letterboxen
Heute morgen machten wir uns pünktlich um 9:00 Uhr auf den Weg. Alles war gepackt, Fyn und Jill verstaut und den anderen Beiden und dem Papa auf Wiedersehen gesagt.
Leider gab es auf der Strecke etliche Baustellen, weswegen wir nicht ganz so flott voran kamen. Außerdem nervte es ganz schön. Trotzdem erreichten wir unser erstes Zwischenziel Lauterbach ohne Stau. So machten wir uns um halb 12 auf die Suche nach der Stemmers-Kapellen-Letterbox. Es war doch wärmer als gedacht, um genau zu sein, es war ganz schön heiß. Und natürlich ging es mal wieder viel den Berg hoch. Doch alles in allem war es eine sehr schöne Letterbox mit 2 tollen Kapellchen und einer leicht zu findenden Box. (zum Dr. Stemmers Kapellen-Letterbox Bericht)
Zurück am Auto beschlossen wir auf der Bank am Friedhof erst mal Mittag zu machen. Die stand schön oberhalb von Strasse und Parkplatz im Schatten. Sehr lecker leerten wir die Nafa-Salate bevor es wieder im Auto auf die Strasse ging. In einer halben Stunde ging es auf kurvenreicher Strecke nach Villingen.
Hier hatten wir 2 GeoCatch Letterbox Hybriden, die direkt an unserer Fahrstrecke lagen, erwählt. Mal sehen ob wir sie finden, die sind zum Teil ja weniger Letterboxen als GeoCatchs mit Stempel. Die erste, das Geo Post Office war so eine. Dafür war das Versteck, ein echter Briefkasten mitten im Wald an einer Tanne schon eine tolle Idee. (zum Villinger Geo Post Office-Letterbox Bericht)
Mit Hilfe des Ausgedruckten Kartenausschnitts und dem Navi war der kurze Weg durch Villingen zum 2. GeoCatch, der Villinger Letterbox, leicht gefunden. Diese war schon mehr echte Letterbox, fürs GPS gab‘s nur die Startkoordinaten, der restliche Weg war durch Meterangaben und Himmelsrichtungen beschrieben. Werte musste man keine sammeln, der Weg war auch nicht besonders schön. Am Finale mussten wir etwas kämpfen, da die zu überquerende Wiese unbegehbar war. Wir wollten schon aufgeben, schafften es dann aber doch noch von hinten uns an die Box heran zu kämpfen. (zum Villinger-Letterbox Bericht)
Nun mussten wir uns Entscheiden ob wir erst zum Campingplatz fahren, oder direkt zur Letterbox "Der Blaue Stein". Wir wussten halt nicht bis wann wir auf em Campingplatz ankommen können und die Box war mit 3 Stunden angegeben. Wir entschieden uns trotzdem zuerst die Box zu suchen, also auf nach Blumberg-Randen. Nur wo um Himmels Willen ist unser Startort, einen Spielplatz fanden wir in ganz Randen nicht, aber dafür den richtigen Anfangsweg der Box, also haben wir halt einfach an der Strasse vor einem Restaurant geparkt und sind los.
Die Box war mal eine tolle Abwechslung, denn es ging so gut wie gar nicht hoch und runter. Die Wege führten uns durch den Wald und die Felder, immer um den Blauen Stein rum und zum Finale dann auch hin. Die Werte waren recht einfach zu finden, wenn auch bei manchem Schild nicht ganz klar war welche Zahlen nun gezählt werden sollen. Auch die Wegbeschreibung war manchmal etwas unglücklich, zumindest empfanden wir es so, aber der weg war trotzdem einfach zu finden. (zum Blauer Stein-Letterbox Bericht)
Zurück am Auto, wir hatten für die Box nur 2 Stunden gebraucht, ging es ab nach Stühlingen auf den Campingplatz an der Wutach. Nach einmaligem falschen abbiegen konnten wir gleich mal den morgigen Startort bewundern, dann hatte wir den Campingplatz gefunden. Ein kleiner sehr schöner Platz direkt an der Wutach mit einer sehr netten, unkomplizierten Besitzerin.
Nach Aufbau des Zeltes, versorgen der Hunde, kochten wir uns erst mal ein Nudelgericht. Hinter dem Campingplatz kam man direkt in den Wald und so konnten wir schnell und einfach die Abendrunde erledigen.
Später saßen wir noch eine ganze Zeitlang vorm Zelt im Freien und genossen den Abend.


1. Tag: Stühlingen - Weizen - Wutachschlucht - Wutachflühen - Buchberg - Blumberg - Achdorf - Wutachmühle - Ettwatingen 28 km
Sonntag der 27.06.2010: nimmt der noch ein Ende?
Mit nur Fyn und Jill im Zelt machte sich der Platzunterschied doch deutlich bemerkbar. Die 2 schliefen die Nacht gut und auch wir wesentlich besser als sonst. Am Morgen standen wir wegen des langen Tages nicht so spät auf, packten alles zusammen, das Zelt war vor allem vom Kondenswasser klatsch nass und machten uns mit dem Auto auf den Weg zum Startpunkt.
Dort setzte ich Pepe, die Hunde und die Rucksäcke ab und fuhr weiter zur Stadthalle, wo ich das Auto kostenlos parken konnte. Danach zurück zu Pepe, alles fertig machen und los ging es.
Zunächst durch den Ort, dann zur Wutach runter und dann war die Markierung weg...
Und nachdem dann 3 mal die gelbe Markierung da war, aber unsere immer noch nicht, wurden wir allmählich unsicher. Also das GPS ausgepackt, doch der Track war wo ganz anders. Also sind wir falsch, aber die Markierung ging doch ganz sicher noch hier runter und das hätte sie laut GPS nie gedurft. (Später stellte sich heraus das die Tracks völlig für den Arsch waren...).
Also bis zur letzten Markierung zurück und doch, die ist hier unten und auf dem Schild könnte mal noch ein Aufkleber gewesen sein.
Also doch hier weiter...
Zum Glück verließen wir zwischendrin immer den Radweg und konnten sehr schön auf einem Trampelpfad fast an der Wutach laufen. Dann kamen wir nach Weizen und mussten hoch am Industriepark vorbei. Doch der Weg war abgesperrt. Wir gingen seitlich lang und kurz darauf merkten wir auch warum. Ein Radrennen. Zum Glück verließen wir die Strecke gleich wieder am Bahnhof vorbei in den Wald.
Doch das Rennen und die Sperrung der Wege blieb noch eine Zeitlang Thema.
Nun zog sich unser Weg immer höher durch den Wald. Nichts besonderes, aber schön und angenehm zu gehen.
Dann trafen wir auf einen Asphaltweg und wieder war es abgesperrt, nun wussten wir ja auch warum... Schitt und wo müssen wir weiter? Da wir wegen der Sperrung nicht mitten auf den Weg konnten sahen wir unseren Weg überhaupt nicht, ärgerten uns nur das es schon wieder keine Markierung gab und wählten schließlich den Weg hoch zus. Doof war nur das das hat auch Rennstrecke war. Wir gingen ein ganzes Stück den Berg hoch, waren uns aber immer unsicher. Das GPS brachte uns auch nicht weiter, doch als wir uns vom Track noch weiter entfernten siegte die Unsicherheit und wir gingen zurück. Und siehe da, da ist noch ein weiterer Weg an der Kreuzung und da sind auch Markierungen!
Also weiter durch den Wald bergab. Wir waren glücklich endlich den Weg wieder gefunden zu haben und mussten unsere Meinung über die Katastrophale Markierung des Weges etwas revidieren. Beschwingt erreichten wir das Tal und standen erneut an einem Bahnhof der Sauschwänzel Bahn. Von hier ging es noch ein paar Meter weiter runter bis zur Wutach. Immer in deren Nähe ging es weiter, allerdings fehlte schon wieder eine Markierung, aber vielleicht war der andere Weg auch nur eine Sackgasse, wir entschieden uns diesmal gleich für den Richtigen, auch wenn wir sehr unsicher waren. So erreichten wir gemütlich die Wutachbrücke. Zuvor hörten wir noch die Bahn oben an uns vorbei tuten und schnaufen, leider bekamen wir sie nie zu Gesicht. Hätte sie nicht 5 Minuten früher kommen können, dann wären wir noch oben am Bahnhof gewesen, wir hätten sie schon gerne mal gesehen!
Am anderen Ufer ging es ein Stück zurück und dann hoch in die Wutachflühen.
Nun ging es erst mal stetig bergan bis wir mitten auf dem Steilhang der Wutachschlucht waren. Der Weg zog sich als schmaler Trampelpfad am Hang entlang, immer etwas auf und ab, über Stock und Stein, jeder Biegung folgend. Es war ein wunderschönes Gebiet, aber auch recht anstrengend. Gute 1,5 Stunden ging es so weiter, bis wir oben über der Schlucht einen Parkplatz erreichten. Dort waren alle Bänke leider schon besetzt, also suchten wir uns ein schattiges Plätzchen im Gras und machten ganz gemütlich Mittag. Gern wären wir noch länger sitzen/liegen geblieben, aber der heutige Tag war noch lang und so zogen wir weiter.
Ein Stück die Strasse entlang und dann steil bergauf durch die Felder. Die Sonne brannte, hier stand die Hitze teilweise. Beim Einstieg unten sah man oben auf dem Berg einen Turm und ich dachte noch "hoffentlich nicht bis da hoch, hoffentlich geht der Weg auf halber Höhe um den Berg oder so". Aber nein, genau bis da hoch und das Zeitweise heftig steil und am Anfang durch die Felder in glühender Hitze. Später im Wald waren wenigstens die Temperaturen besser. Aber es ging ganz schön an unsere Grenzen!
Wie sollen wir da die über 10 km bis zum Tagesziel noch schaffen?
Auf dem Weg nach oben hörten wir noch mehrfach die Sauschwänzel Bahn tuten, sahen auch Schienen, aber den Zug leider nicht.
Oben an der Hütte angekommen war jeder Platz besetzt, wäre es nicht so diesig hätte man von hier sicher eine schöne Aussicht, aber so kam uns der Weg über den Berg unnötig vor. Wir machten uns an den steilen Abstieg nach Blumberg.
Mitten im Ort an einem Brunnen, an dem die Hunde ihren Durst stillten, empfing uns und andere Wanderer eine nette, ältere Dame die uns gratis Mineralwasser anbot. Da unsere Vorräte drastisch zur Neige gingen, nahmen wir dankbar was an.
Nach einer kurzen rast ging es durch den Ort weiter und dann kam die große Enttäuschung. Die Schleifbachfälle, Wasserfälle an denen man auf einer 8 Meter Leiter hinab geht, waren wegen Erdrutsch gesperrt. Da hatte ich mich doch so drauf gefreut! Und dann ging die Umleitung auch noch an der viel befahrenen Kreisstrasse ohne Bürgersteig oder Randstreifen bis Achdorf!
Das Stück war wirklich entsetzlich! Inzwischen spielte die deutsche Fußballmannschaft ihr WM Achtelfinale gegen England und man hörte es.
In Achdorf machten wir eine kurze Pause auf 2 Bänken, dem Jubel nach hat Deutschland ein Tor geschossen.
Es fiel uns schwer weiter zu gehen, aber was hilfts. Durch den Ort und dann am Feldrand in den nächsten rein. Hier grillten welche und hatten im Hintergrund WM laufen, wir erkundigten uns nach dem Spielstand. Deutschland führt 2:1. Nur ganz dumm hatten wir vergessen nach ein wenig Leitungswasser zu fragen und wir hatten nichts mehr. Naja, bis nach Etwattingen muss es nun so gehen.
Noch kurz auf Asphalt, dann auf Schotter ging es etwas oberhalb der Wutach durch Feld und Wald. Schließlich kamen wir an die Strasse und sahen dann auch schon die Wutachmühle. Wir waren völlig erledigt. An der Bushaltestelle saßen Leute und wir entschieden uns, uns dort auch erst mal hin zu setzen. Auf dem Weg dorthin sahen wir einen Wegweißer nach Etwattingen, 1,5 km, senkrecht den Berg hoch. Das schaffen wir nicht!
Also mal schnell geschaut und in nicht mal 10 Minuten fährt ein Bus der auch in Etwattingen hält. Komm den nehmen wir!
Als der Bus kam, hörten wir im Radio noch das Deutschland im Viertelfinale ist, super. Für 6 Euro brachte uns der Bus den Berg hoch, das wäre wirklich heftig gewesen, und erklärte uns den Weg zum Campingplatz. Aber irgendwie liefen wir zu weit, also wieder ein Stück auf der Parallelstraße zurück. Aber wenigstens hatten wir so erfahren, dass Deutschland 4:1 gewonnen hat.
Am Campingplatz war die Rezeption wegen der WM geschlossen, aber es stand dabei wo man klingeln muss und schließlich zeigte uns eine sehr nette Frau alles und wir konnten es uns endlich gemütlich machen. OK, vorher noch alles aufbauen und die Hunde versorgen.
Der Campingplatz war auch sehr klein und obwohl wir wohl nicht ganz die Einzigen waren wirkte es wie ausgestorben.
Eine Ausgiebige warme Dusche weckte die ersten Lebensgeister wieder!
Auch wenn wir erst mal zu kaputt waren kochten wir uns dann doch noch eine Suppe und aßen gemütlich zu Abend.
Danach fühlten wir uns wieder ganz ok, außer das Pepe eine ordentliche offene Blase an der Ferse hatte.
Nach einer gemütlichen Pipirunde für die Hunde ging es ins Zelt. Wir waren erschöpft, aber doch nicht so müde wie erwartet.


2. Tag: Ettwatingen - Wutachmühle - Gauchachschlucht - Enge Schlucht - Schattenmühle - Lotenbachklamm - Schattenmühle 27 km
Montag der 28.06.2010: genau so sollte Schluchtensteig sein!
Wir schliefen bei offenem Zelt, so war die Luft doch etwas angenehmer. Doch zu früh weckten uns die ersten Geräusche eines normalen Werktages. Wir drehten uns nochmal um und dösten bis kurz vor 8:00 Uhr weiter. Leider hatten wir alle diese Nacht etwas unruhig geschlafen. Gemächlich standen wir auf, fütterten die Hunde, bauten das Zelt ab und packten alles zusammen. Um Punkt 9:00 Uhr verließen wir den Campingplatz und machten uns auf den Weg.
Nun ging es durchs Dorf zurück zur Hauptstraße, die wir aber gleich wieder verließen. Es ging durch schattigen Wald steil den Berg hinunter. Trotz des Schattens war es schon jetzt ganz schön warm, das würde ein heißer Tag werden...
Im nu hatten wir die Wutachmühle erreicht und starteten unsere eigentliche Etappe auf dem Schluchtensteig. Durch das Sägewerk ging es runter Richtung Wutach. Etwas oberhalb der Wutach ging es auf einem gemütlichen Weg zum Eingang der Gauach-Schlucht. Hier mussten wir die Wutach überqueren, eine tolle Holzbrücke überspannte den Fluss. Auf der anderen Seite ketteten wir unsere Rucksäcke gut verborgen im Gebüsch fest und machten uns auf den Weg die Gauach-Schlucht und die Enge-Schlucht zu erkunden. Leider teilte sich der Weg bald und wir wussten nicht welchen nehmen. Wir testeten Beide und entschieden uns für den Ersten. Durch das hin und her etwas genervt marschierten wir weiter. Aber das war alles bald vergessen. Am Anfang war der "Schluchtgrund" noch recht breit und der Bach schlängelte sich munter durch den Wald. Bald wurde das ganze enger, der zu Anfang noch recht breite weg sehr schmal. Nun ging es teils durch Mannshohes Gestrüpp, über Felsen, Baumwurzeln und Brücken immer am Wasser entlang. Dies floss mal recht zahm dahin um sich gleich darauf über Steine in die Tiefe zu stürzen. Nach etwa 1,6 km erreichten wir eine Mühle. Sie lag sehr idyllisch, aber auch sehr einsam da unten in der Schlucht.
Weiter ging es die Gauachschlucht entlang. Das Bild blieb das selbe und war doch immer abwechslungsreich und nie langweilig. Dann kam der Zufluss der Engen-Schlucht. Der Bach war schmaler, aber genauso wild. Wir folgten dem Bach ein Stück in die Schlucht hinein, doch dann ging es am Hang nach oben und man konnte das Wasser kaum noch sehen. Wir entschieden uns zur Umkehr. Wieder an der Mündung folgten wir der Gauach noch ein Stück Flussaufwärts. Am nächsten Wegpunkt, die Gauach teilt sich kurz vorher, entschieden wir uns zur Umkehr. Nochmal genossen wir die ganzen schönen stellen, aber halt nicht mehr so intensiv, außerdem ging es leicht abwärts und so waren wir ruck zuck wieder an der Mündung und unseren Rucksäcken. Alles war wie wir es verlassen hatten.
Nach einer Pause an diesem herrlichen Platz ging es wieder über die Wutach zurück und wir machten uns auf dem Weg zur Schattenmühle unserem heutigen Tagesziel. Bisher folgte, von unserem Abstecher abgesehen, nun das schönste Stück des Schluchtensteigs. Mal links, mal rechts der Wutach, meist auf schmalen Pfaden, mal durch den Wald, mal durch den Fels, schlängelte sich der Weg mal neben, mal über der Wutach entlang.
Dort wo es richtig eng am Fels entlang geht war als einziges richtig viel los. Schon doof irgendwie.
Dann wurde das Tal wieder etwas breiter und es ging durch hohen Bewuchs und lichten Wald. An einer Bank im Wald machten wir Mittag. Das Wetter war herrlich, in der Sonne aber auch sehr warm.
Bis zur Schattenmühle blieb der Weg nun immer nahe an der Wutach, mal breit, mal schmal...
Die Schattenmühle, ein dunkles Bauernhäuschen und eine große Pension liegen direkt an der Strasse, ansonsten aber einsam. Wir hatten ein Zimmer im Bauernhof reserviert und unsere Wirtin kam gerade vom Hühnerfüttern. Die Wirtin war nett, aber Jill fand sie irgendwie komisch und konnte sich nicht so recht mit ihr arrangieren.
Wir hatten ein winziges, düsteres Bauernzimmer mit Waschbecken. Toilette und Bad gab es nur für alle gemeinsam auf dem Flur, allerdings waren wir die einzigen Gäste.
Wir zogen gleich nochmal los, wir wollten uns die Lotenbachklamm noch ansehen. So ohne Rucksack war das nochmal eine richtig nette Abendrunde. Es geht am Bach entlang, ordentlich bergauf, sie ist keine so enge und felsige Klamme wie die die wir bisher kennen, aber sie ist auch schön. Das Wasser stürzt sich schon zwischen den Felsen in kleineren und größeren Wasserfällen hinab, aber links und rechts gibt es auch einige Bäume. Zwischendurch ist sie dann mal wieder flacher, bevor sie nach einem guten Kilometer an der Strasse endet. An der Bank oben an der Strasse ruhten wir uns aus und da wir den beschriebenen Rundweg nicht fanden ging es wieder durch die Klamm zurück.
Zurück auf unserem Zimmer gab es erst mal die wohlverdiente Dusche. Das Bad war nicht gerade der Hit, aber das Wasser schön heiß.
Im Zimmer wurden an allen Ecken und Enden die Klamotten zum trocknen aufgehängt, dann gab es Abendessen. Heute aufgrund der fehlenden Möglichkeiten nur kalt.
Die Nacht wurde dann doch sehr ruhig, die Betten waren ok.


3. Tag: Schattenmühle - Baar - Räuberschlössle - Stallegg - Haslachklamm - Lenzkirch - Schluchsee Oberfischbach 18 km
Dienstag der 29.06.2010: die ersten Gewitter und wo müssen nun eigentlich wir weiter?
Am Morgen lies ich erst mal die Hunde zum pinkeln raus, sie gingen Beide auf Kommando auch sofort und fütterte sie Zwecks möglicher Sauerei auch gleich draußen. Derweil packte Pepe schon alles zusammen und als wir um 8:30 unten zum Frühstück erschienen waren wir fast abmarschbereit. Frühstück, so sah es aus, gab es im privaten Wohnzimmer der Vermieterin. Leider gab es nur Brot und keine Brötchen, aber ansonsten war es zwar keine Auswahl, aber alles da. Halt ein einfaches, aber gutes Frühstück.
Danach machten wir uns flugs fertig, ich bezahlte und um kurz nach 9:00 Uhr waren wir unterwegs. Zunächst ging es durch den Wald hoch auf eine Hochebene, natürlich gleich morgens wieder ordentlich anstrengend. Und heiß war es zudem auch wieder, ok, aber lieber heiß und sonnig, als kalt oder Regen!
Oben ging es schön durch die Felder, mal was ganz anderes.
Wieder runter in den Wald führte der Pfad mal wieder ganz schmal durch hohen Bewuchs, natürlich auch wieder reichlich Brennnesseln. Mit kurzen Hosen besonders toll...
Danach ging es ab in den Wald zum Räuberschlössle. Eine ehemalige Burg in einem Felsrund, die nach ihrem Verfall von Gesindel und Räubern benutzt wurde. Von der Burg ist allerdings nichts über, aber das Felsenrund ist schon toll. Hoch über der Wutach gelegen.
Wieder ging es durch den Wald an der Wutach entlang. Meist deutlich über ihr, aber auch mal dran. Meist war sie nun zahmer, aber nicht zahm.
An der Rodenbachmündung machten wir eine Pause. Es war herrliches Wetter und die Mündung ein absolut idyllisches Plätzchen.
Über den Rödenbach und weiter an der Wutach entlang, nun immer recht nah und schmal bis zur Haslachmündung.
Hier überquerten wir die Wutach, naja, die ab da nicht mehr als Wutach existiert sondern sich in 2 Flüsse teilt, und folgten nun der Haslach, die nochmal richtig zeigte wie toll Schlucht sein kann!
Über Stock und Stein, vor allem Fels, ging es in einer Kletterpartie durch lichten Wald, an Wasserfällchen, tiefen Einschnitten und rauschendem Bach entlang.
Dann verließen wir die Haslach und quälten uns in Serpentinen in brütender Hitze und meist ohne Schatten den Hang hoch. Schon auf dem Weg nach oben waren die Blicke gen Himmel nicht zuversichtlich. Auf der Höhe die näher kommenden, schwarzen Wolken nicht zu übersehen.
Und nochmal, wenn auch nur kurz, ging es an einem rauschenden Bach mit Wasserfall nach unten. Herrlich im Wald gelegen, dann an einem weiteren, friedlichen eben entlang. So haben wir uns das mit dem Schluchtensteig vorgestellt.
Als wir nun die letzten Meter durch den Wald gingen, bevor wir an den ersten Gehöften in die Felder kamen, fing es an zu Regnen. Immer schneller und ohne viel Blicke nach links und rechts ging es auf dem Feldweg bis Lenzkirch. Schon war es nur noch am Tröpfeln, donnerte aber noch hörbar und der Himmel war schwarz. Im Ortskern fanden wir eine Bushaltestelle mit Überdachung wo wir Mittag machten. Doch es war nun ganz schön frisch geworden.
Nach Käse, Salami und Brot bleibt die Frage wo nun unser Weg weiter geht. Wo der Schluchtensteig weiter geht war klar, aber leider waren die Schluchtensteig Tracks die ich hatte völlig falsch und anhand derer hatte ich auch unsere Übernachtung am Schluchsee geplant. Irgendwie müssen wir da hinkommen. Nur es war nicht klar ob sich die beiden Wege nun schon hier trennen oder noch nicht und natürlich sind wir erst mal falsch gelaufen.
Dann schafften wir es dem GPS zu folgen und recht bald war klar das unser Weg nun wohl dem Mittelweg folgt.
Das Wetter hatte nun wieder aufgeklart und schon bald schien wieder die Sonne. Es war wieder herrliches Wetter nur alles war nass...
Auf schönen, aber breiten, geschotterten Waldwegen ging es mal wieder ordentlich bergauf. Wie sollte es auch anders sein, schließlich müssen wir nun aus dem Wutachtal hinaus.
Dafür ging es dann zum Schluchsee auch teilweise wieder steil bergab. Obwohl der Tag heute noch nicht lang war und es auch erst kurz vor 16:00 Uhr war, erreichten wir ziemlich erschöpft, mit schmerzenden Füßen Schluchsee. Hier mussten wir nun ein ganzes Stück die Strasse entlang zu unserem Campingplatz.
Bei der Anmeldung musste ich erst noch warten und dann ging er Computer nicht und so standen wir nochmal ewig rum. Gar nicht gut für unsere Füße.
Danach bauten wir herrlich im Wald unser Zelt auf, doch später erfuhren wir das dies privat von der Jugendgruppe ist und wir mussten unser Zelt nochmal umbauen.
Schnell machten wir uns wieder startklar, denn wir wollten noch die Urlaubsletterbox suchen. Also wieder die Strasse zurück und zum Edeka, hier war der Startpunkt. Und da wir später vermutlich viel zu müde sein würden um zu kochen, kaufte Pepe lecker Salat und Pudding.
Dann ging’s los. Wir hatten am Anfang, da wir die Tipps zur Box erst vergessen hatten zu lesen, etwas Probleme mit dem Clue, entsprechend waren wir auch nicht ganz bester Laune und überlegten schon aufzugeben. Aber irgendwie fanden wir den Weg und dann erinnerten wir uns auch an die Tipps und von da an war das Finden der Box kein Problem mehr. Nur nochmal anstrengend, weil es bis zum Aussichtsturm hinauf ging, den wir dann aber nicht mehr bestiegen, wir waren einfach zu müde. Die Box hatten wir dann trotz eines fehlenden Wertes schnell gefunden. (zum Schluchsee-Letterbox Bericht)
Also auf wieder runter von dem Berg und ab zum Campingplatz. Wir waren erledigt, aber es war erst 20:00 Uhr, also nicht so spät wie erwartet.
Schnell das Zelt umgebaut und dann ab unter die Dusche, wie herrlich. Endlich saßen wir gemütlich vorm Zelt, die Hunde hatten Futter und wir aßen lecker Salat. Kurz mit Zuhause telefoniert, allen geht es gut. Und bis wir mit allem fertig waren, war es schon Zeit fürs Bett.


4. Tag: Schluchsee Oberfischbach - Blasiwald - Althütte - Windberg-Wasserfall - St. Blasien - Oberkutterau 23 km
Mittwoch der 30.06.2010: zurück auf dem Schluchtensteig und wo wollen wir übernachten?
Als wir aufwachten war wie jeden Morgen das Zelt klatsch nass. Kondenswasser und der Tau der Nacht. Auch die Zeltwiese war nass und so mussten wir unsere Sachen zum packen auf den Weg vor bringen. Unsere Kleider hatten wir im Trockenraum aufgehängt und sie waren richtig trocken geworden. Ansonsten folgte das übliche Morgenritual, wobei wir uns mit dem Zeltabbau etwas Zeit ließen, in der Hoffnung es würde vielleicht noch etwas trocknen, denn es war schon arg nass. Die Hoffnung war aber umsonst.
Um 9:00 Uhr machten wir noch unsere Anmeldung, die ja gestern nicht geklappt hatte, fertig, bezahlten und machten uns auf den Weg.
Wir folgten dem Track nur so lala, wir wussten ja, dass wir nun erst mal um den See bis zur Staumauer mussten. Der See war schon schön, der Weg nicht. Auf Asphalt ging es neben der Bundesstraße entlang. Wie kann man nur so tolles Seeufer so nutzlos verplempern, die Strasse hätte man doch auch sicherlich ein paar Meter weiter weg bauen können?
Es war wieder ganz schön warm, aber auch schon erste Wolken am Himmel. Nach einer guten Stunde erreichten wir endlich die Staumauer.
Und wie nun weiter? Der Mittelweg, dem wir ja mehr oder weniger die ganze Zeit gefolgt waren, ging über die Staumauer unser Track blieb auf dieser Seite an der Strasse. Also dem Track weiter folgen, nicht das der Mittelweg und der Schluchtensteig sich nicht mehr kreuzen.
Zum Glück stand direkt an dem Parkplatz an der Staumauer eine Wanderkarte, zwar war der Schluchtensteig nicht drauf, aber der Mittelweg und beim Betrachten wurde klar, dass unser Track irgendwie nicht passen kann. Also den gesamten Verlauf betrachtet, ja er geht nach St. Blasien immer an der Strasse entlang! Nein, das muss anders gehen!
Also nochmal die Karte studiert und hey, wenn wir dem Mittelweg bis Althütte folgen dann müsste das klappen. Sollten wir dort nicht auf den Schluchtensteig treffen gibt es dort bestimmt einen anderen Weg nach St. Blasien. Also probieren wir es.
Über die Staumauer und drüben erst mal ein Stück im Wald runter. Von hier hat man einen guten Blick auf die Mauer. Dann durch den Wald kurz bis Blasiwald, was ein Name. Ab hier ging es nun bis Althütte komplett auf Asphalt, fast die ganze Zeit an der Strasse entlang, wenn auch kaum befahren. Es gab nur wenig sehenswertes, ja die 2-3 Dörfchen waren ganz nett, aber nicht spektakulär. Die Hochalmwiesen und der dunkle Wald im Hintergrund waren aber schon sehr schön! Es ging die meiste Zeit ordentlich bergauf, so dass wir das nach dem gestrigen Tag doch nicht immer so ganz genießen konnten. Je höher wir kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Links und rechts war es schwarz, von links auch Donnergrollen zu hören. Das geht nicht gut.
In Althütte trafen wir auch wirklich wieder auf unseren Schluchtensteig, der ein kurzes Stück mit dem Mittelweg gemeinsam ging, bevor sie sich hinter Althütte trennten.
In Althütte an der Kirche stand eine Bank und die Kirche war offen. Also machten wir, auch wenn es erst 12:00 Uhr war, dort Mittagsrast. Es wurde kühler und schließlich kam der Regen und wir flüchteten uns in die Kirche. Warm war es dort zwar auch nicht gerade, aber trocken.
Eine gute Stunde später, es hatte aufgehört zu regnen, entschlossen wir uns weiter zu gehen. Es war immer noch trüb, aber nicht mehr ganz so schwarz. Doch es dauerte nicht lang, da regnete es wieder, aber zum Glück nicht sehr stark.
Nun ging es auch endlich wieder durch den Wald, auf Schotterwegen bergab.
An dem Windbergwasserfall gab es eine kleine Schutzhütte in der wir nochmal eine kleine Pause machten, bevor wir den schönsten Teil für heute in Angriff nahmen. Neben dem herrlichen Wasserfall ging es runter und dann an dem schnell ins Tal rauschenden Bach entlang. Der Weg war schmal und steinig und führte mehrmals über Brücken über den Bach der immer wieder kleine Stufen und viele Felsen umspülte. Es war ein wunderschönes Stück, das wir dann aber nach St. Blasien am Ortsrand verlassen mussten.
Wir folgten der Strasse bis zur Hauptstraße, glaubten zwar, dass wir die nun eigentlich "zurück" müssten um zum Albstausee und unserem Campingplatz abzubiegen, waren uns aber nicht sicher und so gingen wir erst mal nach St. Blasien hinein.
Am Dom ließen wir uns auf einer Bank nieder, die Hunde kuschelten sich darunter und schliefen eine Runde.
Wir berieten hin und her was wir nun machen sollten, sollen wir zum Campingplatz zurück, der liegt halt gut 3 km neben dem Weg und wir wissen nicht ob er offen hat oder irgendwas weiter, da im Internet nichts rauszufinden war, oder sollen wir versuchen hier in St. Blasien eine Pension oder so zu finden, wird mit den Hunden aber sicherlich schwierig und halt auch teuer. Schließlich ließ ich Pepe, die Hunde und das Gepäck zurück und machte mich auf die Suche nach der Tourist Information. Nachdem ich sie geschickt umkreist hatte fand ich sie doch noch und wurde sehr freundlich bedient. Nun war ich schlauer, sie hatte extra auf dem Campingplatz angerufen und wegen der Hunde und dem Preis gefragt. Auch hatte sie mir soweit billige, hundefreundliche Unterkünfte genannt. Wir entschieden uns aber dann doch für den Campingplatz. Es war ja nun erst 16:00 Uhr und der Tag nun wirklich kurz gewesen. Auch der morgige wird nicht so lang, da machen die paar Kilometer mehr nichts. Doof war nur das wir an der Strasse entlang bis Oberkutterau müssen, zum Glück gab es lange einen Bürgersteig und dann bald einen Pfad zwischen Strasse und Albstausee. Nur das letzte Stück, hinter dem See, ging es nochmal an der Strasse entlang. Und dann natürlich durch den Ort, aber da war ja nichts los. Wir mussten wieder einige Meter zurück und das nur weil es da "hinten" keine Brücke über die Alb gibt.
Endlich hatten wir den Campingplatz erreicht, aber wo ist die Anmeldung? Der Gasthof gehört wohl dazu und schon zeigte uns eine freundliche, ich denke im Ursprung Holländerin alles.
Wir schlugen unser Zelt auf, bezahlten und gingen nacheinander duschen, da es nur eine Dusche gab.
Es war noch früh und so machten wir es uns vorm Zelt gemütlich. Einziges Problem, eine Nacktschneckenplage, Pepe hatte sogar eine in ihrem noch eingepackten Schlafsack, iiiiiiiiieeeeee wie ekelig.
Fyn hatte sich nun neben dem Rücken, was nur etwas besser als heute Morgen aussah, auch noch das linke Knie aufgebissen und gelutscht. Blöder Hund...
Schließlich war es Zeit fürs Abendessen und so kochten wir uns heute nacheinander eine Suppe und ein Nudelgericht. Lecker. Wir aßen ganz gemütlich und da es danach wieder anfing feucht zu werden, nicht von oben, das Wetter war seid St. Blasien wieder gut, zogen wir uns ins Zelt zurück.


5. Tag: Oberkutterau - St. Blasien - Lehenkopf - Urberg - Dachsberg - Rüttewies - Horbach - Klosterweiher - Ibach - Hohwehraschlucht - Todtmoos 23 km
Donnerstag der 01.07.2010: eine lange Höhenwanderung und wenig Schlucht
Wie immer waren wir recht früh wach, schliefen dann aber nochmal ein und standen erst kurz nach 8:00 Uhr auf. Das übliche Morgenritual mit Hunde versorgen, alles abbauen, packen und Flaschen füllen ging diesmal halbwegs schnell von statten und so waren wir auch heute um kurz nach 9:00 Uhr auf dem Weg. Wir hatten uns entschlossen es auf der anderen Seite vor zu versuchen, erstens müssen wir dann nicht mehr durchs Dorf zurück um über die Alb zu kommen und zweitens müssen wir nicht an der Strasse entlang. Nur wir wussten halt nicht ob und wie weit der Weg hier geht.
Es zog sich ein schöner Schotterweg an der Hangkante im Wald entlang. War wirklich gut zu gehen, auf alle Fälle um Welten besser als auf der Strasse. Und dann standen wir auch schon an der Staumauer und hier gab es Wegweißer. Und man konnte auch auf dieser Seite des Albstausees bis St. Blasien gehen, Kilometer mäßig war es höchstens ein wenig weiter, aber das war es uns allemal wert. Schön zog sich der Weg ein wenig oberhalb des Sees durch den Wald und recht schnell erreichten wir die Umgehungsstraße von St. Blasien. An der hätten wir nun auch vor gehen können, aber wir wollten auf alle Fälle noch die wunderschöne Innenstadt besichtigen. Also auf zum Dom.
Während Pepe den Dom besichtigte wartete ich mit den Hunden und dann umgekehrt. Der Dom ist innen doch überraschend, ganz in weiß aus viel Marmor und erstaunlich hell. Sehr schön!
Draußen wurden wir, wie eigentlich während der ganzen Wanderung, mal wieder wegen der Hunde angesprochen. Vor allem Fyn mit seinen Taschen zieht halt die Blicke auf sich und die meisten sind neugierig überrascht, verblüfft und finden es irgendwie toll. Nur die, auch wenn es wohl meist nicht ernst gemeint ist, wo kommen "der arme Hund" nerven, mich bedauert doch auch niemand ob meines schweren Rucksacks und mir macht das mehr aus als Fyn.
Weiter ging es durch die Innenstadt um den Dom und natürlich wurden reichlich Bilder gemacht...
Schließlich verließen wir St. Blasien, natürlich mal wieder den Berg hoch. Die nächsten 4 km ging es stetig, meist steil, aber auch meist sehr schön durch den Wald bergauf auf den Lehenkopf. Oben steht ein Holzaussichtsturm, nicht so offen wie die meisten, dafür auch nicht so schön, aber mit herrlicher Aussicht. Die Hunde, die eigentlich unten hätten warten sollen, standen natürlich mit oben.
Nun durften wir ein Stück durch den Wald bergab, aber lange sollte das nicht gehen, denn heute war irgendwie der Tag für bergauf.
Aus dem Wald raus ging es über Weiden, diese sollten auch das heutige Bild prägen.
Gegen Mittag erreichten wir den Klosterweiher, leider bot sich hier aber kein schönes Plätzchen für eine Mittagspause.
Also weiter, natürlich wieder den Berg hoch und schon gab es keine Schluchtensteig Markierung mehr. Sind wir noch richtig? Naja, wird schon passen.
Hier gab es ein Besucherbergwerk, naja, ein kleiner Stollen, eine Schutzhütte, ein paar Erklärungen und Klangsteine. Hier machten wir eine herrliche Mittagspause.
Das Wetter war heute wieder schön und warm, aber schon seid morgens wolkig, dafür wuchsen sie nie so weit hoch und es gab heute keine Gewitter.
Also weiter, an der nächsten Kreuzung wurde klar das wir die ganze Zeit richtig waren, gut. Von nun an ging es die meiste Zeit durch Weiden und Wiesen, aber selten auch mal auf Straßen und durch den Wald, im auf und ab den Panoramaweg entlang bis zum Imsbacher Kreuz. Wobei es gefühlt fast nur bergauf ging, was aber so nicht stimmt. Ansonsten war der Weg schön, aber wenig abwechslungsreich.
Da wir viel draußen in der Sonne liefen machten uns die Temperaturen schon zu schaffen.
Auf dem Weg durch einen Weiler kamen vom Haus eine Horde Kinder und fragten ob sie die Hunde streicheln durften, gleich darauf war Jill von 6 streichelnden Kindern umringt.
Vom Imsbacher Kreuz ging es steil bergab in die obere Wehraschlucht. Den Abstecher zur Quelle hatten wir ausgelassen. Der Wehra folgten wir dann wunderschön hinab bis nach Todtmoos. Ein kleiner wilder Bach.
Durch Todtmoos mussten wir noch eine ganze zeit durch, am Anfang durch die wirklich wunderschöne, aber doch sehr Touristische Fußgängerzone, dann bogen wir nach unten ab. Noch ziemlich lang zog sich unser Weg durch den Ort, kurz vorm Ziel erreichten wir noch einen Edeka in dem wir noch was zu Essen und Trinken kauften.
Am Sportplatz angekommen, der ist winzig, war noch Kindertraining und sonst nichts los. Das Vereinsheim war zu, wen sollten wir nun wegen dem Zeltplatz fragen? Wir setzten uns erst mal hin, ein bisschen doof war das nun schon. Da fiel uns ein das wir vergessen hatten Hundewasser aufzufüllen und ob wir hier Wasser bekommen? Aber die Umkleiden waren noch offen und außerdem gibt es einen Außenwasserhahn. Super!
Dann waren alle weg und wir waren allein. Wir sahen uns die Wiese hinter dem Haus an und entschieden hier unser Zelt aufzubauen. Dort richteten wir uns gemütlich ein.
Nach Hunde versorgen und Abendessen, riefen wir nochmal zu Hause an, vor allem um Essensvorschläge fürs Wochenende anzubringen.
Dann zogen wir uns ins Zelt zurück. Doof war nur das jemand im Vereinsheim vergessen hatte das Licht aus zu machen, das störte doch etwas.
Erst nach unserer Wanderung erreichte uns die Mail das wir doch nicht hätten auf dem Sportplatz campen dürfen, nicht schlimm es hatte uns ja keiner erwischt und wir wussten es ja nicht, aber enttäuscht hat es mich irgendwie schon, war ich doch begeistert gewesen von dieser unproblematischen Hilfe.


6. Tag: Todtmoos - Schwarzenbach - Au - Wehr 24 km - Stühlingen
Freitag der 02.07.2010: kommen wir heute noch ans Wasser?
Unser letzter Wandertag brach an!
Die übliche Routine nahm ihren Lauf, dank des Außenwasserhahns hatten wir genug Wasser zur Verfügung, mit dem wir allerdings sparsam umgingen. Heute schien das Zelt besonders nass zu sein.
Als alles verpackt war und wir unser Frühstück gegessen hatten machten wir uns auf den Weg durch die Stadt zurück zum Schluchtensteig. Nun ging es Bergauf, aber der Weg war doch kürzer als ich ihn von gestern Abend in Erinnerung hatte.
Viel Abwechslung brachte der heutige Tag nicht mehr, und war einer der hm, wie soll ich das Ausdrücken ohne das ganze abzuwerten, eintönig, aber trotzdem sehr schön.
Das schönste am heutigen Tag war das wir sowohl das Pärchen, als auch die Gruppe, die im besonderen, die wir die ersten Tage so viel gesehen hatten, wieder trafen und sogar gemeinsam Mittag machten. Das war wirklich ganz toll!
Von Todtmoos ging es zunächst auf einer Asphaltierten Zufahrtsstraße bis zur Klinik hoch, dann auf Waldwegen, immer weiter nach oben bis nach Schwarzenbach, einem netten kleinen Ort. Hier wollte ausgerechnet uns ein Heidelberger nach dem Weg fragen...
Nun folgte ein ähnlicher Weg wie vorher, nur das es nun abwärts ging bis Todtmoos-Au, was ein weniger schöner Ort ist. Hier trafen wir auch das erste Mal wieder auf die Gruppe, die wir für den Rest des Tages nun immer mehr oder weniger vor, bei oder hinter uns hatten, aber nie weit weg.
An einem Tierpark vorbei, hier hatte es massig Rehkitze, durch den Ort wieder in den Wald. Hier war einige der wenigen Stellen an denen wir nahe bei der Wehra waren. Eigentlich hatten wir erwartet das unser heutiger Tag mehr oder weniger immer wieder nah bei ihr sein würde. Uns war schon klar das einige Teile wohl auch hoch über ihr waren. Aber das wir sie im Prinzip nur am Anfang, einmal zum Überqueren an der Strasse und am Schluss so wirklich zu Gesicht bekommen würden, das hatten wir nicht erwartet und entsprechend Enttäuscht waren wir darüber. Die meiste Zeit waren wir so hoch über ihr, das wir sie noch nicht mal sahen.
Von Todtmoos-Au ging es erst mal links der Wehra in den Wald, immer schön Bergauf und wenn es mal kurz runter ging, dann steil und heftig, nur um gleich wieder Bergauf zu gehen.
Der Spruch des Tages war: "Tendenziell geht es abwärts!"
Der Weg war hier zum einen Teil ein breiter Waldweg, zu anderen Teil ein schon sehr schöner Trampelpfad. Schließlich fanden wir eine Stele an diesem an der wir eine Mittagspause machen konnten, Bänke waren heute irgendwie Mangelware und die Pause zu diesem Zeitpunkt aller höchste Zeit! Hier gesellte sich auch die ganze Truppe zu uns, verteilt auf Bänke und Baumstämme machten wir Mittag.
Kurz nach der Gruppe machten dann auch wir uns auf den Weiterweg.
Nach einiger Zeit ging es an einem wunderschönen Bach, der schnell zu Tale rauschte, steil Bergab bis hinunter an die Strasse und die Wehra. Diese wurde überquert und schon ging es wieder ab nach oben, nun aber auf der rechten Seite des Flusses.
Ein sehr schmaler, wirklich schöner Pfad wand sich nun am Hang entlang, auch hier meist Aufwärts.
Nun sollte es eigentlich zum Wehrastausee hinab und an diesem entlang gehen, aber anscheinend hatten sie die Wegführung geändert. Die Markierungsplaketten waren ganz normal da, aber auffällig war das auf den Schildern mit den Ortsangaben und Entfernungen kein Schluchtensteigsymbol mehr war. Und wir kamen nicht am Stausee vorbei. Das war natürlich eine Enttäuschung, darauf hatten wir uns gefreut.
Schließlich ging es auf einem breiten Schotterweg bergab und an der einzigen Bank im Schatten machten wir nochmal Rast.
Es folgten Feldwege durch die Felder bis nach Wehr und dann ein netter Weg an der Wehra entlang durch Wehr. Von Wehr schauten wir uns nur die Teile an die auf unserem Weg lag, irgendwie zog es uns jetzt schon zum Bahnhof um nicht allzu spät in Stühlingen anzukommen. In Wehr bekamen wir auch nochmal die Gelegenheit uns von den Meisten der Gruppe zu verabschieden, dann waren wir am Busbahnhof. Irgendwie passte der Fahrplan und mein Ausdruck nicht zusammen, bis klar war das 2 Orte auf dem Ausdruck in der Reihenfolge vertauscht sind. Und schon passte alles. Diesmal hatten wir auch Glück und mussten noch nicht mal 10 Minuten auf den Bus warten. Optimal!
Wir mussten einige Male Umsteigen, erst Bus, dann Zug, dann nochmal Bus und die Fahrt gestaltete sich Problemlos. Auch die Haltestelle an der wir zum Schluss austeigen mussten war einfach zu erkennen und so erreichten wir 2 Stunden später Stühlingen.
Noch eine kurze Besichtigung der Kirche und dann ab zum Auto. Angekommen!!!
Nur das Auto war natürlich die reinste Sauna, puhhh.
Auf dem Weg zum Campingplatz sahen wir noch einen Penny und kauften was zu trinken für heute Abend und morgen, dann ging es zu dem uns schon bekannten Campingplatz.
Unsere Wanderung war zu Ende! Morgen würde auf er Heimfahrt noch ein ganzer Letterbox Tag folgen, aber die eigentliche Tour war rum. Es war eine tolle Tour gewesen, wunderschöne Schluchten, aber auch schöne Wälder und andere ausblicke. Schade war nur das wir die Schleifbachfälle nicht haben sehen können und die Wegführung am letzten Tag war auch etwas enttäuschend.
Nun ging der Kampf mit den Zecken wieder los. Ansonsten machten wir uns einen gemütlichen Abend, mit gemütlich duschen, kurzen Piprunden hinter dem Campingplatz, viel Essen und dann ging es ein letztes Mal ins Zelt.


Abreise: Stühlingen - Titisee Letterbox - Titisee 2 Letterbox - Neustadt
Samstag der 03.07.2010: nochmal 2 Letterboxen und eine herrliche Schlucht zum Abschluss
Dadurch, dass wir gestern ja schon das meiste ins Auto geräumt hatten und wir heute ja auch keine Rucksäcke ordentlich zu packen hatten, waren wir früher denn ja Abreisefertig.
Wir nahmen Abschied, nun war die Tour irgendwie wirklich zu Ende. Naja, noch nicht ganz, denn die Letterboxen stellten schon nochmal eine Art Verlängerung da.
Wir zogen los. Auf dem Weg noch mal schnell am Penny vorbei, die Getränkevorräte nochmal aufgestockt und dann ab über die Landstraßen nach Titisee Neustadt. Was ne Kurverei.
Titisee ist ein absolut Touristischer Ortsteil, zwar schon schön, aber jedem Geschäft und davon gibt es massig, sieht man seine Touristische Ausrichtung an. Dazu am See mehrere Campingplätze, kleinere und größere Pensionen und Hotels.
Wir fanden das Kurhaus relativ schnell und ohne Probleme, doch dann gingen sie los. Hier gab es keinen Parkplatz. Also weiter, aber da kam nichts, also umkehren und zurück, Pepe hatte beim reinfahren ein Parkplatz Schild gesehen. Am Bahnhof gibt es einen sehr großen Parkplatz wo man das Auto für 3 Euro den ganzen Tag parken kann.
Dann wieder zum Startort laufen.
Fyn hatte auf der Fahrt hierher seinen Rücken bearbeitet, die Stelle war nun gut 3 mal so groß und blutig. Na toll, da kann ich ihm unmöglich das Geschirr drauf ziehen, aber was anderes habe ich doch für ihn nicht dabei und zumindest am Anfang geht die Box durch den Ort, an Straßen entlang, da kann ich ihn nicht frei laufen lassen. Zum Glück hat Lexes 2 Meter leine, die immer im Auto ist, eine so große Handschlaufe das sie Fyn ganz locker über den Kopf passt und so ging es.
Also auf zum Startpunkt. Alles in allem lässt sich die Box mit nicht unsere umschreiben. Schon am Anfang taten wir uns schwer, hatten dann auch nicht mehr so richtig Lust, versuchten es aber dann doch mit Geduld die wurde dann auch belohnt. Die Runde um den See war dafür an sich schon sehr schön, auch die Abstecher in den Wald. Am Schluss kamen dann erneut Probleme auf, da der Weg so zugewachsen war das wir ihn nicht als weg erkannten. Aber mit viel hin und her, dem drohenden Gewitter vor Augen, fanden wir sie dann doch noch.
Froh die Box doch noch gefunden zu haben und noch bevor das Gewitter richtig loslegt erreichen wir wieder unser Auto. (zum Titisee 1-Letterbox Bericht)
Was nun? Zur 2. Box? Was ist mit dem Gewitter?
Wir entscheiden uns erst mal zur 2. Box zu fahren, dann Mittag zu machen und dann weiter zu sehen.
Natürlich fahren wir erst mal in den falschen Ortsteil, erkennen dies auf einer Karte aber schnell und finden dann unseren Startpunkt recht einfach. Dort wird heftig renoviert und gebaut.
Bis wir mit unserem Mittagessen fertig sind regnet es nur noch leicht und hört dann auch bald ganz auf. Die Sonne strahlt wieder, es ist heiß und wir haben den Wald für uns allein.
Herrlich führt uns der Weg durch eine richtig tolle Schlucht bergauf. Die Werte sind leicht zu ermitteln, außer die aller ersten, das Schild fehlt nun ganz. Aber auch die kann man rausbekommen.
Am Ende der Schlucht fängt der Anstieg aber erst richtig an. Auf einem Walking Weg geht es sehr steil und endlos bis auf die Spitze des Berges. Hier oben liegt die Box und auch dieses Finale fordert uns nochmal ganz schön, diesmal wegen eines völlig zugewachsenen Grenzsteins. Aber auch hier sind wir hartnäckig und werden am Ende belohnt!
Schnell machen wir uns auf den Rückweg, nun zieht uns auf einmal alles nach Hause!
Doch der Rückweg sind nochmal 3 km, allerdings 3 km fast ausschließlich bergab und wir legen das Ganze in Rekord verdächtiger Zeit zurück. Wir sind wieder am Auto. Die Rückfahrt kann beginnen. (zum Titisee 2-Letterbox Bericht)
Diesmal kommen wir Problemlos durch, natürlich halten uns die Baustellen auch hier etwas auf. Um 19:00 Uhr sind wir zu Hause, früher als gedacht und schließen doch froh, auch wenn wir sie nicht wirklich vermisst haben, dazu waren wir zu beschäftigt, Lex und Enzo in die Arme. Unser Urlaub ist schon wieder zu Ende.
Es war ein gelungener Urlaub, mit dem Wetter hatten wir trotz der paar Gewitter Glück, die Tour hat fast Reibungslos funktioniert und war sehr schön, die Boxen haben wir, auch wenn wir zwischendurch zweifelten alle gefunden.


 

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