Vogesen/Elsaß  Urlaub  Bilder  

 

Col de Calvaire - Hirschsteine - Hohneck - Petitt Ventron - Col de Rimbach - Thann

 
  Streckenwanderung für 5 Tage
Große Teile der Strecke verlaufen auf dem GR5 oder GR531. Als Karte ist die Wanderkarte 6/8 des "Club Vogesien" ausreichend. Der Wanderführer "Zu Fuß durch die Vogesen" vom Thomas Striebig ist für diese Strecke sehr Hilfreich.

Angereist sind wir mit dem Auto, da keine vernünftige Möglichkeit besteht mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Col de Calvair zu kommen. Mein Vater hat Pepe und mich (Nina) und die Hunde Enzo, Lex und Fyn hingefahren. Von Thann sind wir mit dem Zug über Mulhaus nach Strasssbourg gefahren, dort hat uns wiederum unser Vater abgeholt, weil alles weitere Zeitlich einer Weltreise gleich kommt.
Dadurch dass die meisten Auberges uns telefonisch bereits die Auskunft übermittelt hatten, dass wir mit den Hunden nicht übernachten dürfen, hieß es für uns also alles mitzuschleppen. Zelt, Geschirr, Kocher, Isomatten, Schlafsack, Essen für uns und die Hunde, ... Dies führte dazu das Pepes Rucksack mit sämtlichem Wasser 17 kg, Ninas 19 kg, Enzos 5 kg, Lexes 4,5 kg und Fyns 1,5 kg schwer waren. Heisa das kann lustig werden...

1. Tag: (Neustadt -2:40h) Col de Calvaire -0:40h Soulzeren Eck -1:00h Lac des Truites ou du Forlet -1:30h Lac Vert ou de Soultzeren -1:00h Schanzwasen -0:30+1:00h Hirschsteine
Wir brachen um 7:50 in Neustadt auf. Mit einem Tankzwischenstopp in Srassbourg, wo natürlich bei der ersten Tanke die wir fanden, deren Preis auch deutlich geringer war als in Deutschland, die öffentlichen Zapfsäulen defekt war und es unbekannt war wie lange es dauern würde den Schaden zu beheben. Also weiter suchen und doch für einen ähnlichen Preis wie in Deutschland tanken. Um 10:30 erreichten wir dann den Col de Calvair.
Nachdem wir alle mal im Gebüsch verschwunden und dann unseren Einstiegspunkt gefunden hatten hieß es Hunde satteln, Schuhe schnüren (anscheinend sind dabei meine Hausschuhe in den Vogesen geblieben), Rucksäcke aufsetzen und los gehts.
Unsere Strecke begann auf dem GR 5, noch ein kurze Stück hoch bis auf den Hauptkamm. Dort wollten wir auf den rot/weiß/rot markierten Weg wechseln der näher am Steilabhang des Hauptkammes verläuft und so eine bessere Sicht bietet. Doch dieser war gesperrt und so blieben wir bis zum Soulzeren Eck auf dem GR 5. Dieses Stück war ich vor 4 Jahren ja schon mal mit Jürgen gelaufen. Der Weg führt oben auf dem Kamm entlang, ist meist sehr schmal, ab und zu muss man sich durch Büsche drücken. Bäume gibt es keine, aber dafür viel Heide... Hier begegneten uns auch einige Menschen, und die ersten Bewunderten unsere Taschenhunde :-) Aber hier machte sich dann auch die erste Hitze des Tages bemerkbar und schnell war klar das wir mit dem Wasser für uns Menschen durchaus Haushalten müssen.
Am Soulzeren Eck bogen wir ab auf den mit rotem Dreieck markierten Weg, der uns vom Hauptkamm hinunter an den Lac des Truites ou du Forlet führte. Der Weg führt steil, schmal und steinige in Serpentinen durch die Bergwiesen bergab. Kurz vor der Auberge Forlet gibt es eine Holzbrücke die von Kühen gesäumt wurde. Hier zeigten sich unsere Hunde aber Kuhfest!
Am See machten wir dann unsere Mittagspause. Die Hunde konnten eine Runde baden. Leider war recht viel los am See und so zogen wir 1:30 Stunden später wieder weiter.
Nun folgten wir dem gelben Punkt bis zum Lac Vert ou de Soulzeren. Zunächst ging es hoch in den Wald, dann auf einem Breiten Weg durch den Wald wieder runter zum Stausee, ein Stück um diesen rum und über die Staumauer, auf deren Balustrade Lex die Aussicht genießen musste. Auf einer Bank auf der anderen Seite legten wir noch mal eine kurze rast ein und Enzo ging in den See sich abkühlen. Doch er kam wohl irgendwie besonders duftend wieder raus, denn von da an hing Fyn wie eine Klette an ihm und wollte ihn sogar besteigen...
Wir folgten weiter dem gelben Punkt über Seestaedle nach Schanzwasen. Zunächst ging es durch den Wald. Nach Seestaedle dann recht steil, einen breiten Weg durch Wiesen bergauf, anschließend wieder eben durch den Wald. Schanzwasen kam dann irgendwie überraschend.
Leider war da die Beschilderung etwas komisch, oder wir auch einfach zu doof. Als wir weiter gingen waren wir uns irgendwann nicht mehr sicher noch auf dem richtigen Weg zu sein und so lies ich Pepe, die Hunde und das Gepäck zurück um erstmal zu schauen ob wir überhaupt richtig sind, vor allem da wir der Meinung waren es müsste Bergauf gehen, es aber immer weiter runter ging. Doch dann tauchte an einem Baum endlich wieder ein gelber Punkt auf. Also zurück alles einsammeln und weiter auf dem breiten Schotterweg. Kurz nach dem rettenden Baum biegt der Weg dann in den Wald hinauf ab. Zunächst noch breit später etwas schmäler. Gut ausgeschildert bogen wir dann Richtung Hirschsteine ab und benutzten ab da das gelbe Dreieck.
Ursprünglich wollten wir ja irgendwo hinter Schanzwasen Schluss machen, aber wir waren noch fit, der morgige Tag war einer der längsten und so entschieden wir uns noch ein Stück weiter zu gehen. Also auf zu den Hirschsteinen. Zunächst führt ein schmaler Waldweg leit den Berg hinauf. Hier liegen schon viele Felsen im Wald, also ein echtes Fels Wald Gemisch. Schön. Wenn man dann auf die Hirschsteine zugeht, sieht man erst nur ein Geländer und hintendran einen Abgrund und die Felswände. Der Weg biegt nach rechts und dann wieder links ab und so sieht man erst ganz spät was da auf einen zukommt. Über 2 Leitern geht es die Felswand durch einen Einschnitt runter. Wunderschön! Aber für die Hunde natürlich nicht ganz einfach. Zur Sicherheit ging Pepe zuerst, ich sicherte dann einzeln die Hunde und schickte sie zu Pepe. Aber alle 3 meisterten das wirklich perfekt! Danach führt der Weg als schmaler Trampelpfad fast eben weiter durch den Wald mit vielen Felsen, Farn und hin und wieder ein Bächlein. Es war wunderschön. Die Hirschsteine empfand ich als schönste Stelle unserer gesamten Wanderung, aber dicht gefolgt vom Rest :-)
Als der Weg wieder breit wurde und eine winzige Lichtung bildete entschieden wir uns gleich hier unser Zelt aufzuschlagen. Inzwischen war es auch schon 18:30 Uhr. Also schnell Alles aufräumen, Zelt aufbauen, Hundefüttern und für uns Essen kochen (Gemüsepfanne). Einziges Problem an unserem herrlichen Zeltplatz, auf einmal vielen die Mücken über uns her. Es war ein kraus und so zogen wir uns auch recht schnell ins Zelt zurück. Leider hat Fyn sehr schlecht geschlafen, war sehr unruhig, wodurch er natürlich auch Pepe und mich immer wieder weckte.
Ansonsten waren die Hunde aber super lieb gewesen, ok Fyn hat mit seiner ewigen um uns rumhüpferei so manches mal schon genervt. Das Wetter war herrlich gewesen, nur sehr heiß. Aber alles in allem war das ein acht super start in unsere Tour.


2. Tag: Hirschsteine -0:45 Col de la Schlucht -3:00h Sentier de Roches - Auberge Frankental -1:00h Schaeferthal -1:0 Hohneck -0:20h Pied du Honeck
Um 7:30 schälten wir uns an einem wunderschönen morgen aus dem Zelt, bauten alles ab, Fütterten die Hunde und uns selbst, sattelten alle und zogen um 8:30 wieder los. Der Tag wurde wie es der morgen versprach, sonnig und heiß!
Zunächst führte uns unser Weg dem gelben Dreieck folgend den Berg hinauf, bis wir auf den GR 5 (rotes Rechteck) trafen. Diesem folgten wir dann wieder Bergab, zwischen vielen Steinen hindurch bis zum Col de la Schlucht.
Hier legten wir eine kurze Pause ein, füllten unsere Wasservorräte auf und suchten unseren Weiterweg...
Nun führte uns unser Weg durch den Sentier de Roches. Ein wenig bedenken hatte ich schon das das mit den Hunden klappen würde, aber es klappte erstaunlich gut. Lex ist einfach ein geschickter Hund mit einer enormen Körperbeherrschung und Sicherheit. Er lief da absolut super durch. Enzo weiß inzwischen das er etwas tollpatschig veranlagt ist und machte deshalb an schwierigen Stellen besonders langsam oder lies sich helfen. Auch er meisterte das ganze super. fyn ist eine Gazelle, gepaart mit Bergziege. Also in dem Sinne alles kein Problem, tja wenn da nicht sein jugendlicher Übermut wäre. Er schoss da hin und her, sprang über Stellen, schluck... So landete Fyn an der leine, seine Taschen nahm ich und er bekam sein Geschirr an damit ich ihn im Notfall halten kann. Und so meisterten wir das ganze super.
Nur aufgrund der Hitze, des schweren sperrigen Tourengepäcks und der Hunde, konnten wir die Zeitvorgaben von 1:40 absolut nicht einhalten und brauchten ganze 3 Stunden für den Sentier de Roches. Aber es war beeindruckend schön!
Der Sentier de Roches ist ein steiniger, schmaler Weg, naja, mehr Fels als sonst was, der am Abgrund entlang läuft. Man muss viel über Felsen klettern, sich an Felsen vorbei drücken, durch Felshöhlungen quetschen. Manchmal auch über Brücken oder Leitern am Fels. Aber ich muss sagen, dass alles sehr gut mit Seilen gesichert war, so dass ich nie Angst hatte in den Abgrund zu verschwinden.
Es war sicherlich das anstrengenste Stück unserer Tour, auch das am meisten Adrenalin erzeugende Stück, aber es war auch eins der schönsten und beeindruckensten Stücke. Und trotz des schweren, sperrigen Gepäcks sind solche Wege ganz nach meinem Geschmack und machen mir sehr viel Spaß. Aber man sollte wirklich trittsicher sein und seine Höhenangst unter Kontrolle bringen :-)
Anschließend führte der Weg noch eine Zeitlang schmal durch den Wald bergab, nun aber sehr angenehm zu gehen, dann als breiter Schotterweg, steil bergan zur Fame Auberge Frankental. Diese liegt einfach nur gigantisch. Dieser Ausblick auf die Felsmassive. Einfach nur herrlich!
Hier legten wir nun eine längere (ca 1:30h) Mittagspause ein, mit Essen, schlafen, Sonnebaden und Aussicht geniesen!
Das einzige ernüchternde an diesem Fleckchen war das Bewusstsein, das unser Weg irgendwo da hoch auf diese gigantischen Felswände führen muss.....
Und so kam es wie es kommen musste. Wir folgten nun dem roten Dreieck, früher war es mal ein blaues Dreieck und in unserer Karte auch noch so markiert, zunächst über eine Weide bergab und dann über eine wunderschöne Holzbrücke. Danach ging es im Wald teilweise in Serpentinen, teilweise gerade aus, einen steinigen, schmalen Trampelpfad, senkrecht den berg hoch. Wir waren fix und alle, als wir endlich oben auf schönen Hochwiesen raus kamen. Da musste auch erstmal eine Pause her.
Dann ging es weiter über Wiesen, erst etwas flacher dann wieder steiler ansteigend den Berg rauf bis zum GR 5 (rotes Rechteck) dem wir dann wieder relativ steil bis zum Honeck folgten. Man hatte einen herrlichen Ausblick über die berge und runter auf den lac de Schissrothried. Zusätzlich quälte uns die Sonne und so kamen wir in der Hitze nur noch sehr langsam voran. Der Sentier de Roches, der extrem steile Aufstieg danach hatten ihren Tribut gefordert, wir waren am Ende. Und nicht nur wir, den Hunden merkte man diesen tag nun auch an. Deshalb machten wir oben eine lange Pause, genossen die Aussicht und erkundigten uns dann im Gipfelhotel nach einer Schlafmöglichkeit. Doch sie konnten uns nicht weiter helfen. Aber Jürgen und ich waren ja auch 2002 hier gewesen und ich erinnerte mich noch ungefähr wie es zu der Unterkunft ging.
Und so zogen wir weiter runter zur Auberge Pied du Honeck. Nicht gerade billig, zumindest nicht dafür was man geboten bekam, kleines Zimmer, Toilette und Dusche für alle auf dem Gang, aber immerhin waren hier Hunde erlaubt. Die Dusche war aber zugegebenermaßen einfach nur herrlich. Gerade nach diesem Tag! Dann die Hunde versorgt und überlegt was wir mit Abendessen machen (mit Abendessen war uns das ganze dann doch zu teuer), eigentlich wollten wir vor dem Hotel, naja ein wenig die Strasse runter, den Kocher aufbauen, aber dazu hätte ich in die vom Schweiß klatschnasse Hose gemusst und so haben wir auf dem Zimmer gekocht. Mit Benzinkocher und Pepe musste Storys erzählen, möglichst laut, damit man auf dem Flur das Zischen des Kochers nicht so hört :-) Dafür haben wir heute zugeschlagen, erst Tomatensuppe, dann Käsespätzle!


3. Tag: Pied du Honeck -1:30h Colette du Reinkopf 1193m -0:45h Col du L'Etang 1024m -0:50h Col de Bramont 956m -0:35 Schutzhütte 1197m -1:30 Grand Ventron 1204m -0:40 Petitt Ventron -0:35 Schutzhütte les Winterges 1049 m
Die Entscheidung für die Übernachtung in der Auberge war absolut richtig gewesen. Wir hatten herrlich geschlafen und nicht nur wir, die Hunde auch, gestört nur von ein paar wenigen Bellern Lex immer wenn Nachts jemand auf Toilette ging. Und so fühlten wir uns doch sehr ausgeruht, natürlich taten die Schultern inzwischen weh, aber von Muskelkater keine Spur. Das Frühstück war einfach, aber in Ordnung und so zogen wir um 9:30 frisch gestärkt los.
Wir folgten nun dem rot/weiß/rot markierten Weg, naja, eher gesagt wir versuchten es, wir waren wohl nicht immer drauf. Aber die Markierungen fehlten hier irgendwie, dafür war ein gelbes Kreuz zuviel da... Trotzdem sind wir Problemlos da lang gekommen wo wir hin mussten. Der Weg führte zunächst über Almwiesen. Als es dann bergab ging war auf einmal das rot/weiß/rot auch wieder da....
Es ging an 2 Almhöfen vorbei, mitten durch die Kuhherde durch, bis zu einer Wiese an der sich der Weg gabelte und wir kurz rasteten. Anschließend entschieden wir uns nun nicht dem eigentlichen Weg über den Reinkopf zu folgen, sondern weiter mit rot/weiß/rot um den Reinkopf zu wandern, bis wir direkt danach wieder auf unseren Weg treffen. Um den Reinkopf rum bot sich uns ein herrlicher Blick auf den Lac de Blanchemer. Ein ebner, schmaler, angenehm zu laufender Waldweg, der dann auf den GR 531 trift.
Wir folgten nun dem GR 531 teilweise steil bergab. An der Schutzhütte am Col de L'Etang legten wir eine Pause ein.
Weiter folgten wir dem schmalen, sehr steinigen Waldweg bergab, teilweise war er nun auch ebener, bis zum Col de Bramont. Einmal bot sich eine Herrliche Aussicht auf den Stausee bei Kruth-Wildenstein.
Danach ging es mal wieder bergan. Zunächst ein steiler Schotterweg, der mich stark an das Schlittenhunderennen in Homburg erinnerte, aber einfach nicht aufhören wollte. Als der Weg dann endlich flacher wurde, zweigte rechts ein schmaler, wieder steil den hang Hochführender Weg ab und natürlich war das unser Weg... An der nächsten Schutzhütte machten wir dann eine längere Mittagsrast.
Frisch gestärkt und endlich bergab folgten wir nun weiter einem schmalen, steinigen Waldweg, bis wir beim Col de Pourri eine Weise auf einem wunderschönen Holzsteg überquerten. Anschließend steigt der Waldweg wieder an bis man eine Strasse erreicht der man leider ca. 10 Minuten folgen muss. Doch dann geht es zunächst flach, dann immer steiler wieder durch den Wald bergauf, bis sich oben der Wald lichtet und man am Grand Ventron auf eine Hochwiese hinaus tritt. Einige Minuten seitlich des Weges liegt die F.A. Chaume du Grand Ventron, wo wir an einem Quellwasserbrunnen unsere Wasservorräte auffüllen konnten. Leider hatten sie dort einen Hund der Pepe in Predulie brachte und mich später zum Sturz, da unsere 3 auf sein Angestürze reagierten. Daraufhin hob die Wirtin ihn zwar fest, schaute uns aber ganz böse beim Wasserauffüllen zu...
Wieder auf der Spitze genossen wir noch mal den herrlichen Blick über die Berge, die durch eine tolle Infotafel beschrieben sind und zogen dann weiter. Leider fing nun das Wetter an schlechter zu werden. Es zog immer mehr zu und in der Ferne konnte man erstes Donnergrummeln hören.
Nun zogen wir in aller Eile weiter in der Hoffnung vielleicht doch vor dem Gewitter unser Ziel zu erreichen. Ganz selten traf uns ein vereinzelter Regentropfen. Der Weg führte uns zunächst über die Wiesen langsam, dann immer steiler bergab in den Wald. Im Wald folgten dann bergab und bergauf in ständigem Wechsel bis wir den Petitt Ventron erreichten.
Als weiter steil bergab und bergauf (mehr bergab) auf schmalen Waldwegen, bis wir um 18:30 endlich die Schutzhütte les Winterges erreichten. Eine einfache offene Schutzhütte mit einem Kamin, in dem noch Papier lag und wir nach erfolgreicher Holzsuche Feuer machten. Unser Zelt bauten wir direkt vor der Schutzhütte auf und so hatten wir ein gemütliches Plätzchen für die Nacht. Und so begann das übliche Prozedere: Hunde füttern, Essen für uns kochen, Essen, ....
Doch das Gewitter kam nicht, mehr als ein paar Tropfen fielen nie...


4. Tag: Schutzhütte les Winterges 1049m -0:55h Col d'Oderen 884m -0:45h TÍte de Fellering 1223m -0:30h le Drumont 1200m -0:55h Col de Bussang 660m -1:15h Chalet St. Huber -1:25h Chume du Rouge Gazon 1086m -0:20h Col de Perches -1:30h Col de Rimbach
Als wir um 7:30 aufstehen, präsentiert sich das Wetter trübe, Wolkenverhangen. Also wie jeden morgen Zelt abbauen, Hunde füttern, frühstücken und um 8:30 ging's los.
Wir folgen weiter dem GR 531, der mit einem blauen Rechteck markiert ist. Zunächst geht es noch einmal auf einem schmalen Waldweg den Berg hinauf, oben über Kuhweiden und dann wieder bergab. Kühe interessieren sich ja wirklich nicht für einen wenn man durch ihre Weid läuft, ganz anders die Pferde, deren Koppel wir durchquerten. Das eine verfolgte mich doch sehr ungemütlich, was wohl auch Lex so sah. Ich war echt froh als ich die Koppel wieder hinter mir hatte. Nun ging es durch den Wald in Serpentinen recht ordentlich bergab, bis man am Col d'Oderen eine Strasse überquert.
Von dort aus geht es zunächst auf einem breiten, dann immer schmäleren Weg steil durch den Wald bergauf. Leider sind wir auf dem TÍte de Fellering schon in den Wolken und die Aussicht ist somit nicht vorhanden.
Zunächst geht es vom TÍte de Fellring weiter durch den Wald bergauf und bergab bis man kurz vor Drumont auf die Wiesen hinauskommt. Das Wetter wird immer schlechter und kurz vor erreichen der Auberge fängt es heftig an zu regnen, so dass wir bei erreichen dieser völlig durchnässt sind und uns erst einmal im Vorraum umziehen. Gehen wir nun, in Regenzeug gepackt weiter, oder warten wir ein wenig bis der Regen nachlässt? Naja, erst einmal Wasser holen und während ich Wasser hole macht Lex wohl einen Wuffer und Pepe muss daraufhin mit den Hunden draußen warten. Jaja, die Franzosen sind so richtig nett zu Hundebesitzern, warum kann ich diese Meinung nur so absolut nicht teilen?
So wurde uns wenigstens die Entscheidung abgenommen und wir ziehen gleich weiter. Das Wetter wird zum Glück bald etwas besser und so ist es zwar den Rest des Tages trübe mit vereinzeltem ganz leichtem Regen, aber es gibt keine Wolkenbrüche mehr. Und es ist immer noch angenehm warm. Der Weg führt nun mehr oder weniger steil bergab bis wir am Col de Bussang die N66 erreichen, eine recht gut befahrene Nationalstrasse die wir überqueren müssen. Das allein stellt nicht das Problem da, aber auf der anderen Seite müssen wir eine Wand hoch, diese kann über eine Leiter mit Rundsprossen überwunde werden. Tja vielleicht von uns aber nicht von den Hunden. Also laufen wir ca 100 Meter die Strasse lang, die Mauer wird in Stufen tiefer, natürlich hat die Strasse hier keinen Rand auf dem man laufen kann. Dann klettern wir auf die Mauer und balancieren oben wieder zurück. Am Ende ist sie gute 3 Meter hoch.... Aber wir haben es geschafft.
Wieder geht es einen schmalen, steinigen Waldweg entlang, diesmal bergan. Wir landen wieder an einer Leiter, die einen Felsen überwindet. Aber mit Hilfe Pepe schiebt von unten, ich packe im Halsband und ziehe von oben, schaffen es die Hunde den Felsen auf 2 Etappen zu überwinden. Fyn ist dabei der größte, er schafft es komplett ohne Hilfe! Dann wird der Weg breiter und steigt nur noch mäßig. Nun muss Fyn mir auch noch zeigen das auch er jagen kann und geht einem Hirsch hinterher. Nur kurz den hang runter und schon bald ist er wieder da, trotzdem hat er ab jetzt Leinenzwang. Und dann sehe ich das Blut an seiner rechten Pfote, doch es stammt von einer Schnittwunde im linken Bein. Nicht schlimm, aber gerade bei dem Wetter nun auch nicht das was ich brauche. Zum Glück scheint sie ihn beim Laufen nicht zu beeinträchtigen. Es regnet wieder leicht und wir sind froh als wir das Chalet St Hubert erreichen, das eine überdachte Terrasse hat, auf der wir unsere Mittagsrast einlegen. Doch auch diese wird nicht sehr lang, da wir durch die Regenklamotten komplett nass geschwitzt sind und der Rest hat der Regen besorgt und so frieren wir ohne Bewegung dann doch.
Der Weg steigt weiter stetig an, ist nun ein eher breiter, langweiliger Schotterweg. Am Ende dieses Weges, geht es auf einem schmalen, steil Bergaufführenden Waldweg weiter. Dann über Wiesen, an 2 kleinen Tümpeln vorbei und einen breiten Weg ein Stückchen runter zum Hotel Chume de Rouge Gazon. Dort kommen natürlich erst mal 3 Golden, 2 Rüden eine Hündin angetrabt. Aber die 3 sind sehr friedliche Exemplare, klären das mit Lex und bleiben dann von uns weg. Wir füllen unser Wasser und ziehen dann an den Ziegen vorbei weiter.
Weiter geht es einen schmalen Waldweg, leicht bergab. Hier zeigt sich nun das erste mal kurz die Sonne, das Wetter wird besser. Am Col de Perches schälen wir uns wieder aus unseren Regenklamotten und verlassen den GR 531 um nun bis Thann dem GR 5 zu folgen.
Eigentlich wollten wir nun nur noch ca 30 Minuten weiter wandern, doch der Weg blieb die ganze Zeit ein schmaler Waldweg am Berghang, so dass absolut keine Möglichkeit bestand das Zelt irgendwo aufzuschlagen und so wurden aus der halben Stunde 1:30h. Am Col du Rimbach angekommen, bauen hinter einer winzigen Hütte (sieht aus wie ein kleines Kartenverkaufshäuschen) gerade 2 Franzosen ihr zelt auf (das sieht eher wie ne Hundehütte aus) und natürlich haben die beiden einen Hund... Doch ein paar Meter weiter kann man etwas ums Eck und dort bauen wir ungestört unser Zelt auf. Anschließend versorge ich Fyns Bein und wir füttern die Hunde. Der Versuch Essen zu kochen scheitert an einer kaputten Dichtung oder ähnlichem, so dass uns der Spiritus einfach aus der Flasche rinnt und die ganze Flasche in Flammen steht. Schnell löschen, alles Überprüfen, doch so ist nichts zu machen und so bekommen wir ausgerechnet nach diesem Nassen Tag noch nicht mal was warmes zu Essen. Hunger müssen wir trotzdem keinen leiden.


5. Tag: Col de Rimbach -0:15h Belacker 981m -0:30h Vogelsteine 1181m -1:10h Martisplatz 860m -0:15h Col de Hunsruecken 761m -1:10h Place du Roi du Rome -0:40h Thann 343m (-0:30h Mülhausen -1:00h Strassburg -1:00h Neustadt)
Der letzte Tag begann mit einer Katastrophe. Als wir das Zelt verlassen wollten fiel mein Blick auf Fyns Pfote und die war ungefähr auf den doppelten Umfang angeschwollen. Ich riss sofort den Verband, der zwar locker drum war, aber anscheinend doch zu eng, runter und rief dann völlig verzweifelt und in Angst um Fyn Jürgen mit Pepes Handy an. Er rief zwar zurück, aber trotzdem schaffte ich es das Handy leer zu telefonieren. Und dabei mussten wir doch von Thann aus zu hause anrufen können wann wir in Strassburg eintreffen. So ein sch.... Nach einer halben Stunde Pfote massieren, in der Pepe alles abbaute und wegpackte sah Fyns Pfote langsam wieder normal aus. Schmerzen hatte er zu Glück die ganze zeit keine. Dann noch schnell die Hunde füttern, wir verzichteten auf ein Frühstück, ich hatte eh den Hunger verloren, und los ging's. Fyns Gepäck war auf mich, Enzo und Lex verteilt, das wollte ich ihm nun nicht zumuten. Das Wetter war leider wieder etwas schlechter, aber die Wolkenschicht nur dünn und hell und es fing auch nicht an zu regnen. Somit war's ok, vor allem weil es nicht so unendlich warm war, aber trotzdem noch Sommerlich.
Nach 15 Minuten recht ebenem Weg über Hochwiesen erreichten wir die Auberge Belacker, wo wir unsere Wasservorräte auffüllten.
Anschließend ging es über Wiesen und dann durch den Wald weiter bergauf bis zu den Vogelsteinen. Die Aussicht wäre sicherlich gigantisch, wäre das Wetter besser, aber auch so war sie noch mal gut.
Relativ eben ging es nun weiter über Hochweiden, zwischen Kühen durch bis an den Waldrand, wo wir dann erstmal eine Frühstückspause einlegten.
Von nun an geht es nur noch bergab. Mal mehr mal weniger Steil durch den Wald, auf schmalen Pfaden. Am Col de Hunsruecken überqueren wir die Strasse, danach gibt es noch mal ein paar schmälere Kletterstellen über Felsen. Danach wird der Weg breiter und führt nun als gemütlicher Weg langsam bergab bis wir die ersten Häuser von Thann erreichen. Der Bahnhof ist zum Glück nicht all zu schwer zu finden. Den Plan studiert und festgestellt das nur alle 2 Stunden ein Zug fährt und gerade vor 20 Minuten der letzte weg gefahren ist und wir somit noch gut 1:30 h Zeit haben. Also erstmal in Ruhe Karten gekauft und dann versucht zu hause anzurufen. Wieder erwarten funktioniert das mit dem Handy. Papa hat es aufgeladen, da Jürgen ihm Bescheid gegeben hatte.
Dann kommt der Zug und wir fahren bis Mülhausen, dort müssen wir umsteigen. Der Zug nach Strassburg hat natürlich Verspätung und macht vor Strassburg dann auch noch mal ewig langsam, so dass wir mit einer 30 Minütigen Verspätung in Strassburg ankommen, wo uns Papa schon empfängt. Die Heimfahrt verläuft Ereignislos und so geht ein schöner, aber auch anstrengender Urlaub zu Ende.

 

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