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Prüfungen und Ergebnisse

Begleithundeprüfung am 11.07.2010

BH von Jill in Ketsch

Heute war es also endlich soweit, Jills Begleithundeprüfung stand an. Wir hatten ja irgendwie schon lange drauf gewartet, aber nun war ich doch ganz schön nervös. Seit gestern sagte ich mir schon immer wieder: Du hast keinen Grund aufgeregt zu sein, Jill kann das, sie ist gut und sie ist kein Enzo!
Trotzdem, in Ketsch war es im Training meist nicht so gut gelaufen, aber für die Prüfung in Mutterstadt war sie noch zu jung gewesen, und bis zum Herbst hatten wir nicht warten wollen, also musste es auf einem "fremden" Platz sein. Leider war ich ihr bei unserem ersten Training in Ketsch auf den Fuß getreten und nun hing sie etwas, erst bei der Generalprobe war es besser.

Wir machten uns also zeitig auf den Weg. Jochen hatte gemeint, es würde reichen wenn wir um neun da wären, und so bogen wir kurz vor neun in den Hundeplatz ein. Hier herrschte noch Ruhe, die VPG-Prüflinge waren noch nicht von der Fährte zurück (später erfuhr ich, dass sie erst kurz vor neun zur Fährte aufgebrochen waren).
Ich ging also erst mal mit Jill in Ruhe Pipi machen. Sie machte auch gleich brav ihr Geschäft. Trotzdem lief ich noch ein Stück mit ihr. Wieder zurück am Platz machten wir es uns auf einer Bank bequem und warteten. Das war natürlich nix für meine Nerven, ich wurde immer nervöser. Die Hitze wurde immer größer und ich machte mir Sorgen, ob sie gut laufen würde oder hinterher schleichen...

Es wurde fast elf bis alle von der Fährte zurück waren und der Richter sich kurz erfrischt hatte. Dann ging es aber doch plötzlich los. Kein großes Vorgeplänkel, sondern sofort rauf auf den Platz. Als mir Jochen bescheid gab, war der Richter und meine Partnerin (eine Deutsche Schäferhündin) schon auf dem Platz. Ich ließ mich aber nicht irre machen, sonder riss mich zusammen und macht Jill noch schnell warm. Das hieß eine kurze Grundstellung und vor allem ein kleines, wildes Spiel. Dann schnell noch das Spielie im Rucksack verstauen und ab ging es auf den Platz. Beim Richter schnell anmelden, ein kurzes Gespräch über Zwingernamen und los ging es.
Meine Partnerin meinte nur zu mir, du machst zuerst Ablage. Mir war das an sich egal, ich wäre zwar lieber zuerst gelaufen, wegen meiner Nervosität, aber Jill ist es egal, ob sie zuerst läuft oder abliegt. Ich ging also hinter zum Baum, leider war die Sonne noch nicht weit genug rum und so lag Jill trotzdem in der Sonne. Ich legte sie ab und machte mich dran die 30 Schritte weg zu laufen. Nach gut der Hälfte der Schritte meinte der Richter, das würde reichen, was ganz gut so war, so stand ich noch nah genug, um den anderen Hund beim Laufen beobachten zu können. Ich war erstaunlich ruhig, Jill lag eigentlich immer sehr sicher, und so war es auch dieses mal. Die Schäferhündin war sehr ängstlich, mit Leine ging es noch, doch legte sie sich einmal sogar mitten in der Fußarbeit aus Unsicherheit hin. Aber sie zeigte soweit alle Übungen, und so sollte es für sie auch reichen.

Und dann waren wir endlich an der Reihe. Ich holte Jill ab, ging schnell beim Richter vorbei, da ich mir nicht mehr sicher war, wie viele Schritte vor der Sitz- bzw. Platzübung kommen. Und dann ging es los. Jill lief schon die ersten Schritte super, und ich wusste, das musste einfach passen. Mine Nervosität war nun fast ganz weg. So zählte ich fleisig Schritte, während Jill mich anhimmelnd neben mir her lief. Beim Schnellschritt sprang sie nicht, sondern lief super, beim Langsamschritt versuchte sie nicht sich hin zu setzen sondern lief super. Auch die Gruppe war kein Problem, trotz lauter ganz fremder Menschen ließ sie sich nicht ablenken, sondern lief super. Und das nicht nur an der Leine, nein, die Freifolge war noch besser!
Und so war ich ganz ruhig, als wir zur Sitz und Platz Übung kamen, was sehr wichtig ist, da ich das Sitz ganz leise sagen muss, sonst besteht die Gefahr, dass sie sich hinlegt. Ich machte alles richtig und mein Hündchen auch! Nur das Sitz vor klappte wie zu erwarten nicht, wir hatten es ja auch nie geübt, da ich es für das Obedience eh nicht mehr brauch. Und schon hatten wir es geschafft. Ich leinte mein Mäuschen an und machte mich auf den Weg vor zum Richter. Zuerst war die Burteilung der Schäferhündin dran. Sie war ja nicht so toll gewesen, hatte aber bestanden. Wie meinte der Richter: Nicht gerade berauschend, aber zu gut zum durchfallen. Und zu Jill meinte er dann: Genau das Gegenteil, eine sehr schöne Vorführung! Er lobte uns mehrmals. Das einzige, was noch etwas besser sein könnte, wäre der Anschluss nach den Winkeln. OK, da war sie ein bisschen langsam, aber das war auch nur eine Kleinigkeit. Man, ich war ja so stolz auf meine Maus! Wir hatten es geschafft, denn im Außenteil kann kommen was will, das macht Jill!

Nun hieß es mal wieder warten. Wir waren das einzige BH-Pärchen gewesen, aber es waren noch fünf VPG Hunde. Und die machten nun ihre Unterordnung und danach auch gleich ihren Schutzdienst. Ich sah etwas zu, setze mich dann aber während der Unterordnung irgendwann mit Jill ins Auto. An sich ist sie schussfest, aber irgendwann war es ihr dann doch zu viel. Beim Schutz war dann viel Action, viel Gebell und so lief ich noch mal ein paar Schritte mit Jill und Spielte eine Runde mit ihr. Und dann war es soweit. Wir gingen nicht weit, einfach vor das Tor. Da sich kein Fahrrad fand mussten wir nur hintereinander an der Straße lang laufen, dann noch durch eine Menschengruppe durch. Beide Hunde zeigten sich total unbeeindruckt, und so ließ er es gut sein. Wir hatten Bestanden!!!

Nun hieß es ein letztes Mal warten, bis der Richter unsere Papiere fertig hatte. Damit ließ er sich etwas Zeit und so war es fast zwei, als wir uns auf den Weg nach Hause (bzw. auf den Flugplatz) machten.
Da Nina ja auf Agility-Turnier war, rief ich sie gleich vom Flugplatz aus an, denn sie warteten schon sehnsüchtig auf unsere Erfolgsmeldung!
Ich bin ja so stolz auf meine kleine Maus!!!

 

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