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Prüfungen und Ergebnisse

Begleithundeprüfung am 20.10.2001

2. BH von Crazy, 1. BH von Lex

Also, eigentlich wollte ich ja frühestens im nächsten Frühjahr mit dem Lex die BH machen. Aber bekanntlich kommt ja eh alles anders als man denkt.
So 2-2 1/2 Monate vor der Prüfung hatte Herrchen einen Leistenbruch und anschließend war er 2 Wochen ohne uns in Urlaub.Lex In dieser Zeit lief ich mit beiden Hunden auf dem Hundeplatz (normal lauf ich ja nur mit Lex). Auch fingen jetzt solangsam die Leute an von der bevorstehenden Prüfung zu sprechen. Und nachdem Crazy super mit mir lief, kam ich auf die Idee doch mit ihr die Prüfung auch mal zu laufen, nachdem sie sie ja im Frühjahr bereits mit Herrchen bestanden hatte. Also meldete ich mich für die Prüfung an.
Ca. 2 Wochen später wollten wir uns dann an einem Samstag treffen um mit den Hunden den Außenteil zu üben. Naja, direkt üben kann man den ja nicht, weil man ja nie weiß was der Prüfer machen wird. Aber man kann ja schonmal am entsprechenden Platz Dinge üben die dran kommen könnten. Da es auch für Lexi eine super Übung wäre fragte ich ob ich ihn auch mitbringen könnte, was mir selbstverständlich erlaubt wurde.
Zunächst übten wir Dinge wie Fuß an der Straße, ein klingelnden Fahrradfahrer fährt am Hund vorbei und Hund in einer engen Menschenmenge absetzten bzw. legen. Ich machte zunächst mit Crazy, für die das natürlich kein Problem darstellte und als letzter Hund kam Lex an die Reihe. Auch er war die Ruhe selbst. Gut Fahrradfahrer hatten ihn noch nie interessiert und ansonsten hatte er ja inzwischen wirklich viel dazu gelernt. Da er der letzte Hund war, entschied unser Ausbilder das ich ihn am besten gleich am Baum anbinden soll, mich hinter die Garage die dort stand verstecken soll und ein anderer Hund geht dann auf dem Weg vorbei. Ich dachte jetzt bricht die Katastrophe los. Aber das war ein Irrtum. Er bellte genau einmal und vor allem er blieb liegen! Auch Crazy meisterte das ohne Probleme. Nachdem hierbei alles so super geklappt hatte und mich dann, als ich in aller Ruhe auf dem Platz meine Unterordnung lief (er war wirklich super) und mich dabei eine Vereinskameradin beobachtete, gab es nun mehrere, die mir doch vorschlugen mit ihm Prüfung zu laufen. Auch ich kam nun ins Grübeln ob er nicht vielleicht doch schon soweit sei. Aber nein, das er mir da keine anderen Hunde angebellt hatte war wohl mehr Zufall. Andererseits war er doch auch auf dem Platz inzwischen besser geworden.Lex Und dann kamen wieder welche die mich zu überreden versuchten.
So entschied ich spontan, Herrchen hatte ich eigentlich schon mitgeteilt das ich ihm seine Crazy für eine BH entführen würde, das es am nächsten Training meine persönliche Generalprobe sein sollte. Wen er da gut ist, dann werde ich mit ihm Prüfung machen. Und er war gut. Also, Herrchen mitteilen, das er selber die Prüfung mit Crazy laufen muß und mich mit Lex zur Prüfung anmelden. Und dann die letzten 2 Wochen soviel nutzen, wie nur irgendwie geht. Naja, die Unterordnung machte mir bei Lex eher wenig Sorgen, da er ja eigentlich schon sehr gut war. Aber würde er im Außenteil einen anderen Hund anbellen?
Inzwischen war es ja immer dunkel, wenn wir auf den Hundeplatz gingen, was das ganze natürlich nicht erleichterte, da Lex im Dunkeln immer noch masive Probleme hat. So ging auch mein Test, noch nicht mal mehr eine Woche vor der Prüfung, mächtig in die Hose. Ich hatte ihn unter der Laterne angebunden und bat eine aus unserem Verein mit ihrem Hund in der Nähe vorbei zu gehen. Lex benahm sich als wolle er Snowie fressen! Oje, wie sollte das nur an der Prüfung gut gehen. Der Richter würde mich ganz sicher sofort von der Prüfung ausschließen. Vielleicht sollte ich meine Anmeldung doch nochmal zurückziehen?

In der Nacht vor der Prüfung fand ich schon kaum schlaf, so nervös war ich. Dabei versuchte ich mir die ganze Zeit vorzusagen, das es doch egal sei. Was ist schon dabei wenn ich durchfalle. Ich muß ruhig werden, sonst mach ich Lex, der auf sowas besonders empfindlich reagiert, nur ganz nervös. Aber es half alles nichts. Ich war nervös, und wie.
Dann fuhren wir in aller Frühe los. Hunde nochmal springen lassen und auf nach Mutterstadt, um 9.00 Uhr sollte die Prüfung beginnen. Wie wir dann, um 10 vor 9 dort ankamen war niemand da. Eine Kameradin kam auch gerade. Von einer weiteren, die keine Prüfung macht erfuhren wir dann das die Prüfung verlegt worden war auf 10 Uhr. Na toll. Und warum hatte man dann nicht allen Bescheid sagen können. Sie lud uns dann auf einen Kaffee ein und so ging die Stunde halbwegs schnell rum.Lex und Snowie Aber sie war trozdem ewig und mir stand noch genug Wartezeit bevor, da ich wußte das erstmal 8 BH-A Hunde laufen würde und dann erst die BH Hunde. Es waren dann nur 7 BH-A Hunde da eine Hündin läufig geworden war und erst Sonntags nach den Schutzhunden laufen durfte. Crazy war dann die erste nach den BH-A Hunden. Sie lief mit einem ruhigen Schäferhundrüden. Ich sollte dann mit Lex, zusammen mit Snowie, einem weißen Schäferhundrüden danach laufen. Also noch ewig warten und immer nervöser werden, sofern dies noch möglich war.

Bei der ewigen Warterrei hatte man viel zuviel Zeit den anderen zu zusehen und festzustellen wie streng der Richter war. Er lies Hunde generrel nur im unteren drittel bestehen! Von den letzten BH-A Leuten vielen auch glatt 2 durch. Oje, das würde nie und nimmer klappen. Schon allein das Anmelden beim Richter würde bestimmt in die Hose gehen. Lex würde bestimmt Snowie anbellen und wir wären sofort durchgefallen.
Dann kam endlich Crazy an die Reihe. Ich holte Lex aus dem Auto und lief nochmal ein wenig auf dem Agility Platz Unterordnung, damit er wieder ein wenig ruhig würde, denn im Auto regt er sich doch immer so auf. Auch Snowie kam eine Runde vorbei, damit die beiden sich schonmal ein wenig aneinander gewöhnen können und wieder ruhiger werden. Das klappte auch super. Lex war alsolut ruhig, lief super konzentriert die paar Meter Unterordnung. Es schien alles bestens und ich wurde viel ruhiger.
Und schon rief uns jemand. Auf dem Platz wurden gerade die Ergebnisse der beiden vorherigen Hund bekannt gegeben und so erfuhr ich das Crazy den Teil schonmal gemeistert hatte. War ich erleichtert. Es hätte mir doch sehr zu schaffen gemacht, wenn ich gewust hätte das Crazy durchgefallen ist. Als wir rüber auf den Platz gehen wollten stand der andere mit seinem Rüden noch mitten im Weg. Mist. Oje! Lex bellte natürlich auch sofort den Kerl an, was der Richter bestimmt gehört hatte. Zum Glück hatte ich ihn schon vorher schier an der Leine aufgehängt, damit er nicht dauerkläffen oder vorspringen konnte. Und dann ab auf den Platz. Das würde nie gut gehen. Ich vergaß dann auch glatt mein Sprüchlein, aber ansonsten klappte das Anmelden schon mal super. Dann ab in die Ablage. Ich durfte zum Glück erst Ablage machen, so konnte sich Lex etwas bruhigen bevor wir dann laufen mußten. Bei Snowie klapte alles wie vorhergesehen, leider konnte er Sitz und Platz nur mit starker Hilfestellung. Dann kamen wir dran.
Lex und SnowieLex lief sowas von schlecht! Normalerweise schleicht Lex bei Gegen-den-Hund-kehrt so richtig eng um meine Beine, diesmal war er mindestens 2 Meter von mir weg, durch die Gruppe lief ich mehr allein, mein Hund folgte dann irgendwann. O Gott. So schlecht war er noch nie gelaufen. Ihn interessierten eigentlich nur die vielen Leute, die an den Zaun gelehnt zuschauten. Er war es nicht gewohnt unter einer solchen Ablenkung zu laufen. Klar, wenn wir normal auf dem Platz waren, waren auch immer einige Menschen da, aber die Standen auf dem Platz und nicht alle am Zaun. Auch übe ich mit ihm viel auserhalb des Platzes, aber auch eher auf Wiesen, wo nicht so viel los ist. und wenn ich mit ihm in die Stadt bin, habe ich bisher keine Unterordnung geübt, da ich ihn ja auch nicht gleich überfordern wollte. Ich war froh, das er in letzter Zeit mal ein wenig vorwärts ging, auch mal schnupperte und nicht nur total verstört in meiner Nähe blieb um jeden Passanten genau zu beobachten. Außerdem wußte er das da auch irgendwo seine Crazy sein mußte..... Da besteht also noch viel Übungsbedarf und so habe ich mir vorgenommen die Ablenkung zu steigern, bis er bei uns auf dem Globusparkplatz es schafft sich auf mich zu konzentrieren. Das hilft bestimmt auch bei seinen Problemen mit anderen Hunden.

Naja, wie auch immer, auch wir hatten bestanden. Er war halt etwas langsam, bei den Winkeln und Wendungen etwas weit weg, aber er hat ja alle Übungen richtig gemacht.
Jetzt fehlte also nur noch der Außenteil.Lex und Snowie Und da er sich ja bei Snowie so ruhig verhalten hatte bekam ich wieder die Hoffnung das es doch klappen könnte.
Wir fuhren dann an den Platz, wo wir vorher schon trainiert hatten. Zunächst lies der Richter den Hund am Baum anbinden und einen adneren vorbei führen, wie wir es auch schon geübt hatten. Ich legte also meine Lex am Baum ab und ging hinter die Garage. Ich stand da und betete das er ruhig sein würde. Und er war es! Nicht ein Ton hat er von sich gegeben! Ich war schon jetzt mächtig stolz auf ihn, auch wenn ich immer noch furchbar nervös war. Dann sollten wir den Weg lang laufen, ein Fahrradfahrer sollte vorbei fahren,... Immer mit 4 Hunden! Oje, wenn das mal gut ginge. Aber es kam noch schlimmer. Da wir am Schluß dann zu 6. waren mußten wir alle zusammen laufen. O Gott, das würde nie gut gehen. 2 Hündinen (eine davon unsere Crazy) und 4 Rüden. Davon einer (ein Boxer, der früher auch schon Hunde gebissen hatte). Aber es ging alles prima. Auch als sie am Ende im Kreis nebeneinender saßen war Lexi absolut brav. Er wolte nur unbedingt zu Crazy. Wer kann ihm das übel nehmen?
Und dann war es vorbei. Endlich vorbei! Und wir hatten bestanden! Ich war ja so stolz auf Lexi. Er hatte es tatsächlich geschafft. Vor einem Jahr wäre sowas noch mehr als völlig undenkbar gewesen.
Ich bin wirklich stolz auf unsere beiden Hunde, aber ich weiß auch, das Lexi zum Beispiel im dunkeln die Prüfung nie im leben bestanden hätte. Aber wir arbeiten daran. Es hat uns auf jedenfall wieder einen mords Auftrieb gegeben. Wir werden es schon schaffen. Komme was wolle.

 

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