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2. Elbsandsteindogtrekking am 01.04.2017

Ort Datum Hundeführer Hunde Strecke Länge Zeit Platz
Elbsandsteingebirge 01.04.2017 Nina Tay/Jill Doghike 50 km 9:19 h 1. (von 30)
Elbsandsteingebirge 01.04.2017 Pepe Charly/Mun Doghike 50 km 9:19 h 1. (von 30)

Gleich vornweg, es war eine super gelungene Veranstaltung! Nachdem wir nun so lange auf unser erstes Dogtrekking gewartet hatten (wir wollten schon 2015 an der Zugspitze starten, aber erst kam uns Nuks Bänderriss, dann der schreckliche Unfall und dann der noch viel zu junge Tay in den Weg), kamen wir nun wirklich voll auf unsere Kosten! Es war einfach nur genial, wozu natürlich auch das tolle Wetter beigetragen hat, aber auch die tolle Strecke, die unglaublich schöne Landschaft, die geniale Stimmung unter den Teilnehmern und die gute Organisation und egal zu welcher Uhrzeit gutgelaunten Veranstalter!
Das 2. ESDT (Elbsandsteindogtrekking), unser erstes Dogtrekking, bei dem wir aber "nur" den Doghike bestritten. 50 km durch das Elbsandsteingebirge. Start war wieder am Campingplatz Ostrauer Mühle, den wir auch bei unserem Elbsandsteinurlaub 2011 schon besucht hatten. Und da es etwas weit weg ist, entschieden wir auch noch eine Woche Urlaub anzuhängen und diese mit dem Wohnwagen auf besagtem Campingplatz zu verbringen.
Leider standen wir auf dem Hinweg viel zu viel im Stau und so verpassten wir die Einführungsveranstaltung, aber Gott sei Dank nichts wesentliches. Denn das war ganz einfach, ihr sagt uns wann ihr ungefähr starten wollt (gegen 7, damit waren wir mal wieder deutlich später als der Rest, wir passen eindeutig besser zu den Skandinaviern, da waren wir immer die ersten) und bekommt dann kurz vorher die Karte mit dem Weg, in die auch die Checkpunkte eingezeichnet sind. Dort sind dann Lochstempel zu finden und sollte was verschwunden sein, möglichst markanten Punkt fotografieren.
Und so standen wir am nächsten Morgen, nach einer leider eher schlaflosen Nacht (erste Nacht im Wohnwagen, Hunde durch die vielen Leute die ab 3 rumgelaufen sind sehr unruhig) mitten in der Nacht auf (jaja ich weiß 6:30 ist nicht mitten in der Nacht) und waren pünktlich um 7 startklar. Allerdings drängten sich zu der Zeit massig Tourgänger am Start, so dass es 12 nach war, bis wir offiziell starteten, bis wir dann wirklich unterwegs waren vergingen nochmal 3 Minuten. Als ich einen ersten Blick auf die Karte warf, dachte ich noch oh Schreck, alles so klein (ich glaub ich werde Alt!) und das sieht ja reichlich kompliziert aus. Aber wir hatten eine kurze Beschreibung bekommen und am Ende stellte sich alles als ganz einfach heraus.
Der Anfang führte sehr lange auf dem Flößersteig an der Kirnitzsch entlang. Gleich mal ein wunderschönes, aber auch ziemlich das schwierigste Stück, mit kurzen Klettereien (auch was neues für Charly, der sich aber als echter Nuk Sohn bewies, klettern kann er und Augenzu und durch eh am allerbesten). Mit einigen Teams vornedran, hieß es hier auch immer wieder warten, darauf waren aber Charly und Tay so gar nicht eingestellt. Als ob sie noch nie was von Langsam und Stehen gehört hätten. Das änderte sich aber im Laufe des Tages, sie waren nämlich super brav und super gut.
Dann kam der erste echt Anstieg, es waren am Ende weniger als erwartet, auf den Kuhstall. Dort trafen wir auch auf die ersten anderen Doghiker, die aber schon ganz oben gewesen waren. Oben dann auch gleich der nächste Anspruchsvolle Teil mit der Himmelsleiter durch den Felsen. Hier schubste Charly dann auch noch Mun von der Treppe, so dass Pepe sie an der Leine wieder hochziehen musste. Und Oben dann auch unser Checkpoint, der entgegen allen Befürchtungen sehr leicht zu finden war. Zum Glück ging es einen anderen Weg runter.
Und als wieder weiter runter, bis ins Tal. Aber das auf breitem Weg, dafür aber auch recht steil und gerade bei Charly muss man beim laufen lassen acht passen, dass er nicht das unkontrollierte rennen beginnt. Dann wieder auf den Flößersteig, und den nun in die andere Richtung bis zu dem Punkt an dem wir zum Kuhstall abgebogen waren.
Nun hieß es den Bergrücken übersteigen und ins parallel Sebnitztal zu wechseln. Der Aufstieg zog sich zwar recht lange dahin, war aber sehr angenehm zu gehen. Viel ging es nun auch durch Felder, so dass wir auch die Sonne so richtig genießen konnten, die meinte es nämlich richtig gut mit uns. Nach dem Ort ging es noch kurz eben dahin und hier konnten wir dann auch in der ferne die nächste große Gruppe von Dogtrekkern sehen, die wir dann aber erst nach dem Abstieg an der Sebnitz trafen. Einige hatten wir schon überholt, aber der größte Teil planschte bereits im Bach als wir dazu kamen. Nachdem sie sich aber dann schon direkt auf den Weg machten, entschieden wir hier unsere erste Pause zu machen, immerhin waren wir ja auch schon 15 km unterwegs. Und so gesellten sich die 2 Belgier zu den Planschern, Jill war völlig angewidert, dass Tay sie fast in den Bach zog. Pepe quälte schon eine Weile ein Stein im Schuh, der sich leider als nicht vorhanden, dafür eine große Blase an der Ferse herausstellte. Gar nicht gut und vorallem die Ursache völlig unklar...
Wir gönnten uns dann mal ein paar selbstgebackene Müsliriegel , die sowas von lecker waren (da waren also all unsere Experimente im Vorfeld am Ende doch noch von Erfolg gekrönt) und zogen dann wieder weiter. Nun ging es eine weile das Sebnitztal nach vorne, immer herrlich am Bach entlang. Eine Genusstrecke, bis wir kurz hinter Kohlmühle den Bach verließen und den nächsten Anstieg in Angriff nahmen. Und natürlich überholten wir auf diesem Anstieg, an der steilsten Stelle, die große Gruppe an Dogtrekkern. Und wegen der vielen Hunde und Tays derzeitiger Liebe zu allen Hunden, wollte ich dann auch nicht langsam machen, denn so ist er echt Kommandosicher und überholt ganz toll. Es folgte noch einmal ein abwärts und ein aufwärts, wie verwunderlich. Und wieder begegneten uns Dogtrekker, wir erkannten einige Tourgänger, und fragten uns ob da auch noch Trekker dabei waren. Hiker erwarteten wir nicht zu treffen, da die meisten ja deutlich vor uns zwischen 4 und 5 Uhr NACHTS gestartet waren. Aber egal welche Strecke sie gingen, es waren Dogtrekker, wir waren eine Gemeinschaft, jeder grüßte jeden. Das Gefühl einer Gemeinschaft anzugehören, ist bei diesen Begegnungen schon sehr deutlich spürbar und irgendwie ganz toll.
Unser nächstes Ziel war die Gautschgrotte kurz vor Hohenstein, wo auch unser 2. Checkpoint lag. Doch hierbei machte ich einen Fehler, weil sowohl der obere, als auch der untere Weg mit grünem Balken markiert war, dachte ich der würde einfach queren und wir müssten dem nur folgen, dass dem nicht so war, merkten wir erst, als wir an der Querung schon ein Stück vorbei waren. Zum Glück war es noch nicht so ewig weit vorbei. Der Weg schlängelte sich nun relativ eben herrlich durch den Wald. Die Jacken hatten wir schon lange von uns geschmissen.
An der Gautschgrotte erwartete uns dann leider ein leerer Bändel und so schoss Pepe ein Beweisfoto von mir, den 4 Hunden und besagtem Bändel.
Nun war es langsam Zeit für die 2. Pause und schwupp, fand sich tatsächlich eine herrlich gelegene Bank. Hier gönnten wir uns weitere Müsliriegel, aber für mehr hatte keiner Hunger. Und natürlich bekamen auch die Hunde wieder von denen extra für sie gebackenen Powerkeksen.
Auf dem Weg hoch nach Hohenstein begegneten uns erneut Tourgänger, die ja einen etwas anderen Weg hatten als wir. In Hohenstein hatten wir kurz Probleme den richtigen Abzweig an der Großen Straßenkreuzung zu wählen, konnten aber diesen Fehler dank GPS auch direkt korrigieren.
3. und letzter Checkpoint war dann die Mühle, die dann unten, für uns im Beginn des Polentztals lag. Hier schmiss ich nun auch das Langarmshirt von mir, es wird doch langsam Sommer! Diesem Tal folgten wir nun auch ewig raus, bis zum Sebnitztal, an der es dann auch ewig weiter ging. Relativ eben, meist ein recht breites Tal, bis auf das einige an Asphalt herrlich zu gehen, zog es sich aber nach der langen Strecke von nun 40 km ganz schön. Pepe kam, auch aufgrund ihrer Blase, langsam an ihre Grenzen, konnte sich aber noch ganz gut motivieren. Und trotzdem überholten wir einen Dogtrekker nach dem anderen, hier unten war die Hölle los. Und dabei hatten wir das Gefühl eigentlich gar nicht mehr so flott unterwegs zu sein...
Und endlich waren wir wieder an der Kohlmühle, wo wir ein kurzes Stückchen bekannten Weg zurück mussten und den Einstieg, nein, den Aufstieg nach Altendorf auch Problemlos trafen, was anderen wohl schwerer gefallen war. Der Aufstieg ging aber gerade bei Pepe nochmal ganz schön an die Substanz, da wir unten was von einer Stunde gelesen hatten (muss ein Irrtum gewesen sein), hatte es auch heftig der Motivation einen Dämpfer verpasst. Als wir dann nach einer viertel Stunde aber in Altendorf standen, hob sich die Laune ins unermessliche und wir machten uns auf die letzten Meter. Die hatten's aber dann doch nochmal in sich. Durch die Klamm bergab, Charly der zog, Pepe die Probleme hatte ihn zu bremsen, Tay dann etwas verunsichert, der bezieht immer alles auf sich. Aber schließlich kamen wir dann alle doch noch heil unten an, und auch die letzten paar Meter zum Campingplatz waren dann schnell geschafft.
Dort wurden wir dann mit Applaus empfangen, was uns zu einem Zielsprint animierte...
Und dann das unglaubliche, wir sind zwar die letzten Doghiker die gestartet sind, aber die ersten die angekommen sind! Das kann nicht sein, wir wollten dem Frieden nicht trauen. Es seinen erst 2 Tourgänger und ein Trekker angekommen. Unglaublich.
Doch am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass wir tatsächlich bei weitem die schnellsten Hiker gewesen waren, Platz 2 lag 2,5 Stunden hinter uns, unglaublich, dabei wollten wir doch nur gerne nicht Letzter werden und einfach nur finishen! Die Gold Edition hatten wir aufgrund von Pepes Blase und den noch unerfahrenen Hunden weg gelassen, die ist dann das nächste Mal dran. Und so gewannen wir den Doghike des 2. Elbsandsteindogtrekkings mit 9 Stunden und 19 Minuten!
Es war aber auch eine absolut tolle Veranstaltung! Gut Organisiert, super nette Menschen, fantastisches Wetter, fast etwas zu warm, eine herrliche Strecke mit absoluten Highlights,... Die Hunde waren Phantastisch! Tay hat 50 km super genial durchgearbeitet, vor allem auch am letzten Anstieg nochmal, Jill ist wie immer gut mitgelaufen, Charly muss noch einiges lernen, hat sich aber gerade im sozialen Bereich und beim Überholen von seiner absolut besten Seite gezeigt und Mun fehlt einfach nur die Masse, denn Arbeiten kann sie!
Ich denke, wir kommen wieder!
 
 

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