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Rhein Radweg: Neustadt - Speyer - Germersheim - Munchhausen - Strassbourg - Kehl - Rastatt - Germersheim - Neustadt

 
  Teile des Rheinradwegs als Rundweg, dazu zubringer: 6 Tage, 365 km

Wir sind den Weg vom 26. – 31.08.2012 gefahren.
Diesmal wollten wir in unserem Urlaub mal was ganz neues probieren. Eine Radtour. Zuvor war allerlei Material angeschafft worden, einen Korb für Jill, einen neuen und einen geliehenen Hänger für Fyn und Nuk und sogar ein neues Fahrrad für mich (Nina). Pepes Fahrrad war in der Klinik und nun gehen endlich auch ihre Bremsen wieder!
Schon nach dem Packen und beladen war klar, die Fahrräder sind sau schwer. Auch die ersten Runden mit Hänger durch den Hof zeigten es ist doch was ganz anderes mit Hänger zu fahren und wie erwartet würde Fyn sich erst dran gewöhnen müssen.
Trotzdem waren wir nicht ganz auf die Ernüchterung auf der Tour vorbereitet. An sich ging alles ganz gut, aber wir kamen nicht annährend so schnell und weit voran wie erhofft.
Aber so langsam kamen wir immer mehr rein und es wurde dann doch ein super toller Urlaub!

1. Tag: Neustadt - R58 - Speyer - Rheinradweg - Germersheim (70 km)
Sonntag der 26.08.2012: völlig überschätzt
Ursprünglich hatten wir ja geplant heute schon aufzubrechen, ok, ursprünglich sollte es ja auch eine Wanderung in den Alpen werden, doch am Ende kam halt doch alles anders und so machten wir uns erst am Sonntag Vormittag auf den Weg. Für de Weg bis in den Wald kamen die Hunde erst mal in Körbchen und Anhänger. Das klappte alles erstaunlich gut, auch den steilen Berg bei uns runter. Der Wald war doch recht schnell erreicht, klar, ging ja auch eigentlich die ganze Zeit bergab.
Nun durften die Hunde eine Runde laufen, Fyn und Nuk bei mir am Rad und Jill bei Pepe am Springer. Auch das klappte gut, nur das ich eigentlich nicht treten musste. Der Weg nach Speyer führt herrlich durch den Wald, das Wetter war ok, angenehme Temperaturen, zwar meist bewölkt, aber trocken.
An Einem Tisch und Bänken im Wald machten wir erst mal Frühstückspause.
Am frühen Mittag erreichten wir Speyer und die erste Katastrophe begann. Wir verloren unseren Weg, eigentlich schon kurz vor Speyer. Fanden dann zwar wieder einen, sind uns aber nicht sicher ob es wirklich der richtige war. Und dann mussten wir ja eigentlich den Radweg wechseln, ab Speyer sollte es nun auf dem Rheinradweg weiter gehen, nur das wir nicht wussten ob die Beiden Wege sich kreuzen. Aber wir wussten das wir irgendwo zum Dom mussten.
Inzwischen waren die Hunde unserer Meinung nach auch erst mal genug am Stück gelaufen und wir packten wieder alle ein. Soweit passte das auch.
Als wir dann den Weg wieder verloren hatten, versuchten wir uns Richtung Dom zu orientieren, was aber wegen Einbahnstrassen und dergleichen scheiterte. Am Ende fanden wir den Dom und auch den Rheinradweg, folgten diesem aber in die falsche Richtung. Nicht das wir nicht gewusst hätten das der Rhein links hätte von uns sein müssen, nur erst mal führte der Radweg nicht am Rhein entlang sondern durch Speyer Richtung rein, doch dann war klar, das biegt in die falsche Richtung ab. Also alles wieder zurück. Das schlimmste war das es die ganze Zeit sehr windig war, auch den Rest des Tages und das wir logischerweise die meiste Zeit gegen, oder auch nicht wirklich besser, Seitenwind hatten.
Am Ende waren wir fast 10 km Umweg gefahren.
Aber nun waren wir endlich auf den richtigen Weg und auch bald am Rheinhauptdeich. Dort machten wir an einer Hütte auf den Stufen eine Mittagspause. Wir waren doch ganz schön geschafft.
Nun ging es erst mal am Rhein entlang weiter, bzw. am Deich, den Rhein selbst bekamen wir eigentlich nicht zu sehen. Und schon folgte was viel zu oft kam, die erste Umleitung. Also wieder von Rhein weg und auf weniger schönen Wegen durch Ortschaften weiter.
Schließlich erreichten wir Germersheim. Wir waren müde und hatten genug, außerdem war es nun doch schon später als erwartet. Wir machten noch mal eine kurze Pause in einem Stadtpark und dann fing es auch noch an zu regnen. Zum Glück konnten wir uns unterstellen, doch schnell war klar das wir nun besser einen Schlafplatz finden sollten. Also weiter geht es, ich hatte ein Schild Richtung Wohnmobilstellplatz gesehen und vielleicht können wir ja da campen. Doch dann kam an der Strasse eine Karte auf der auch 2 Campingplätze eingezeichnet waren. Also auf geht’s. Wenigstens mal kurz ging es jetzt an den Rhein.
Danach ging es auf die Suche nach den Campings, allerdings stellte sich heraus das der erste kein Campingplatz war, sondern nur eine Wiese auf der man wohl normal campen darf, leider wird das Areal wohl neu gemacht und somit war dort ein campen nicht möglich. Also weiter zu der 2. Stelle, hier waren auch massig Camper, aber alles sah nach Dauercampern aus und wir konnten auch keine Rezeption finden. Dafür regnete es noch mal ordentlich, aber zum Glück gab es Bäume und Büsche zum drunter stellen. Am Ende stellte sich heraus das dies ein Privatgelände ist und kein öffentlicher Campingplatz... Aber der Gefragte meinte das die Wiese davor der Gemeinde gehöre und das dort öfters für 2-3 Tage welche zelten. Na dann sollte doch eine Nacht möglich sein. Problem war nun nur noch das wir kein Wasser und keine Toilette hatten, denn die Sanitären Anlagen waren nur mit Codekarte betretbar. Aber es gab ein Kiosk mit einer sehr freundlichen Besitzerin die uns unsere Flaschen mit Leitungswasser füllte. Nur das Toilettenproblem lies sich nicht so einfach lösen.
Nach einer kurzen Runde mit den Hunden, damit die noch mal in Ruhe Geschäfte machen können, kochten wir uns mal was zu Essen und auch die Hunde wurden gefüttert. Schließlich besuchte ich noch das benachbarte Sportlerheim, bzw. die Wirtschaft dazu um doch mal auf eine Toilette zu kommen, denn wir hatten noch nicht mal Toilettenpapier dabei.
Danach gings dann ab ins Zelt, es wurde aber keine gute Nacht. Wir hatten uns doch wohl maßlos übernommen, auch wenn es uns unterwegs eigentlich nicht so vorgekommen war. Ja wir waren Abends fertig, aber so schlimm war es eigentlich nicht, tja, noch nicht...
Pepe hatte wirklich schlimme Beinschmerzen und mir taten sie auch gut weh. Wir konnten kaum schlafen. Wie sollen wir so bitte morgen weiter fahren? Wir sind gerade mal 70km gefahren und dann so was. Ohje.


2. Tag: Germersheim - Rheinradweg - Munchhausen (50 km)
Montag der 27.08.2012: heute lassen wir ess ruhig angehen
Doch der Morgen war dann doch besser als erwartet. Ich kann nicht sagen das wir gar nichts mehr merkten, bei Pepe dauerte es doch ein paar Tage bis es ganz weg war, na ja, fast ganz. Aber alles in allem hatten wir keinen echten Muskelkater und auch so war es gar nicht so schlimm, wir müssen es nun nur langsamer angehen lassen. Auch mein Nacken und Schulter gingen, ja ich merkte sie und das sollte bis zum Ende der Tour gegen Abend auch immer mehr oder weniger deutlich so sein, aber wenn ich an mein altes Rad denke, kein vergleich.
Nach einem gemütlichen Frühstück zogen wir also wieder weiter. Auch heute durften die Hunde erst mal am Rad laufen, das stellte sich auch als gutes Prinzip heraus, morgens sind sie ja kaum zu bändigen.
Auch heute ging es erst mal nur kurz an den Rhein und dann schon wieder durch Ortschaften, auch wenn diese Teilweise ganz nett waren, nicht ganz das was wir uns unter einem Rheinradweg vorgestellt haben.
Die erste Pause machten wir an einem See und da es sommerlich warm war durften die Hunde auch eine Runde planschen gehen. Doof nur das der See kaum Ufer hatte und der Weg, auf dem durchaus was los war, sehr nah. So mussten wir die Hunde schon kontrollieren, nicht das die Beiden Rennbelgier noch jemanden umnocken.
Und dann ging es wieder vor an den Rhein. OK, nicht ganz, sondern wieder nur bis zum Rhein Hauptdeich, von dem aus man den Rhein leider eigentlich nicht sehen kann, da das Rheinufer selbst ja ziemlich Baumbestanden ist. Aber immerhin. Einziger Nachteil, man kann ziemlich weit vor raus sehen und hat so eher mal das Gefühl nicht voran zu kommen. Dafür begleiteten uns nun herrliche Temperaturen und strahlend blauer Himmel, so dass wir uns für die Pause sogar eine Bank im Schatten suchten.
Aber leider hielt das nicht lang und schon ging es wieder vom Rhein weg. In einem Stadtpark machten wir dann Mittagspause und beobachteten Schwäne. Die Hunde wollten auch in den See springen, aber ich glaube nicht das das hier so willkommen wäre.
Aber heute durften wir den Rhein schon etwas mehr sehen und so ging es erneut vor, diesmal wirklich bis an den Rhein, zur Fähre nach Neuburg, die ich damals benutzt hatte als ich hier zu Fuß unterwegs war. Damals hatte ich auch das Gefühl von nun an nur noch am Rhein gewesen zu sein bis Louterburg, aber das war wohl ein Irrtum, denn wirklich lang gings nicht am Rhein entlang. Allerdings legt man die Strecke mit dem Fahrrad auch viel schneller zurück als zu Fuß.
Wieder gings am Hauptdamm weiter und wieder begegnete uns ein Schild auf dem ein Campingplatz bei Selz eingezeichnet war. Den entschieden wir zu nehmen. Denn längst war klar das Strassbourg doch viel weiter weg ist als erwartet und das nichts wird mit in 2 Tagen bis Kehl, ganz im Gegenteil, das das schon für 3 Tage echt weit genug ist.
Doch dann sahen wir rechts neben uns einen Campingplatz, bei Munchhausen, ca. 4 km vor Selz, aber dafür direkt am Damm. Nur wo ist der Eingang und ist das was für uns und ja das wars. Einziges Problem, die Öffnungszeiten, nur zwischen 18 und 19 Uhr ist das Büro geöffnet. Doch dann kam ein Dauercamper vorbei der uns fragte ob wir einen Platz suchen und zeigte uns einen Stellplatz wo wir bleiben können für die eine Nacht.
Ein wirklich schönes Plätzchen, von Hecken eingefasst, so dass wir es uns mit den Hunden wirklich gemütlich machen konnten. Einziger Fehler, da das Büro nicht offen hatte, hatten wir keine Duschmarken und so gabs nur kaltes Wasser. Pepe entschied sich somit für eine Waschung am Waschbecken und ich für eine Schnelldusche ohne Haare. Brrrr…
Danach gings zum entspannen nochmal an den Rhein vor, ja so hatten wir uns das vorgestellt. Bei Sommerwetter am Rhein sitzen!


3. Tag: Munchhausen - Rheinradweg - Strassbourg - Kehl (74 km)
Dienstag der 28.08.2012: ein langer Tag, der schon viel besser ging
Der Start des Tages ging, wie irgendwie nicht anders zu erwarten, vom Rhein weg. Nur das da am Rhein nicht wirklich ein Schild steht, ganz generell war die Beschilderung hier schlechter. Aber da wir Abends am richtigen Weg Gassi waren, fanden wir den Weiterweg ohne Probleme.
Zwischen Altrheinarmen durch ging es wieder vor bis an den Rhein und eine ganze Weile an diesem entlang. Allerdings nach der Staustufe unterhalb, also tiefer als der Rhein. Ohne Damm wären wir wohl nun Unterwasser!
Die Hunde durften erst mal ca. 14 km Laufen, dann machten wir Frühstückspause in dem wir den Damm erklommen. Schon komisch wenn man oben ankommt und auf der anderen Seite schon kurz unterhalb der Rhein ist.
Unser selbstgemachtes Müsli erfreute sich gutem Zuspruch und so saßen wir eine ganze Weile herrlich in der Sonne, die uns auch heute wieder lachte. Einziger Fehler heute am Wetter, es wurde für die Hunde fast zu warm.
Dann ging es mal wieder vom Rhein weg und nun eine ganze Weile durch Felder und nicht so schöne Orte. Die Hunde durften nochmal ca. 10 km Laufen und kamen dann in die Hänger. Nachmittags gab es aufgrund der hohen Temperaturen nur noch kurze Stücke für die Hunde, möglichst in Schattigeren Bereichen.
Eine ganze Weile ging es nochmal durch Wald bevor wir die Randbezirke von Strassbourg erreichten. Nun hieß es den Weg über den Rhein nach Kehl zu finden um dort dann dem anders Rheinseitigen Radweg wieder nach Hause folgen zu können. War gar nicht so einfach, und möglicherweise auch nicht die kürzeste Version, aber wir fanden die richtige Brücke.
Und nun? Wir hatten zu Hause im Internet schon einen Campingplatz ausgesucht, aber hatten ausgerechnet den Zettel dann zu Hause vergessen. Ganz besonders intelligent.
Wir entschieden uns dann mal Richtung Innenstadt zu fahren und fanden dann auch eine Touristinfo die uns den Weg zum Campingplatz zeigten, was nicht mehr sehr weit war. Der Campingplatz lag direkt am Damm, sah nicht schlecht aus und war dafür Preislich echt ok.
Hier hatten wir nun einen Stellplatz auf der Campingwiese, zwar am Rand, aber halt doch mittendrin. Vorteil war das wir diesmal auch Duschmarken hatten und somit warm duschen konnten.


4. Tag: Kehl - Rheinradweg - Rheinhauptdeich - Rastatt-Plittersdorf (55 km)
Mittwoch der 29.08.2012: ein teurer Camping wo alles verboten ist und ein heftiges Gewitter
Nun ist schon die Hälfte rum und wir machen uns wieder auf den Rückweg. Heute geht es von Kehl, also auf der anderen Rheinseite wieder gen Norden. Hoffentlich finden wir heute Abend eine Übernachtungsmöglichkeit.
Zunächst ging es wieder durch Kehl durch. An der Touristinfo stoppten wir noch mal um uns nach einem Supermarkt zu erkundigen und zum Glück gab es auch einen in der Nähe. Also schnell abgezweigt, die Fahrräder von den Hunden bewachen lassen und schnell Abendessen kaufen.
Somit starteten wir auch heute relativ spät in unsere heutige Etappe. Der Weg durch Kehl war nicht ganz leicht zu finden, aber zum Glück doch ganz gut beschildert. Schließlich landeten wir auf dem Damm und dann wieder am Rhein.
Alles in allem entspricht diese Seite des Rheinradwegs mehr unserer Vorstellung, so ging es nun für die nächsten Tage wirklich die meiste Zeit direkt am Rhein entlang. Auch ist hier der Damm so dass man auf den Rhein blickt. Allerdings vermute ich das wir einmal falsch gefahren sind und eigentlich vom Rhein weggemusst hätten. Egal, so wars schöner und am Ende grundlegend doch auch richtig.
Kaum waren wir am Rhein gab es die wohlverdiente Frühstückspause. Wieder hatten wir herrliches Sommerwetter, eine Bank in der Sonne, direkt am Rhein, geht’s noch besser?
Die Hunde kühlten sich im Wasser ab und waren sichtlich entspannt. Am liebsten wären wir ewig sitzen geblieben.
Einmal mussten wir kurz vom Rhein weg und durch einen Ort durch, in dem wir uns gleich mal ordentlich verfuhren. Manchmal schien es hier nur Schilder zu geben in die andere Richtung, oder so verdreht das man nicht wusste in welche Richtung sie nun eigentlich zeigen. Somit war das heute auch nicht der einzige verfahrer. Zum Glück war es nie so schlimm, wir fanden den richtigen Weg immer schnell wieder, auch wenn wir dazu einmal das ganze Gelump durch eine Wiese und den Damm hoch schieben mussten.
Den Rest des Tages ging es nun eigentlich nur noch am Rhein entlang. Wir genossen das Stück sehr, machten immer wieder Pausen in der Sonne wo die Hunde dann auch baden gehen konnten. Alles in allem durften die Hunde aber auch heute knapp 40 km laufen, was ich für viel hielt, schien die Jungs kaum auszulasten, zumindest hatten sie immer noch mehr als genug Energie um im Wasser rum zu tollen wie die Wilden.
Leider hat sich Jill hier irgendwo auch in die Pfote geschnitten, zum Glcük nicht schlimm und auch nicht direkt in den Ballen sondern oberhalb, aber trotzdem sau blöd. So durfte sie den Rest des Tages auch im Körbchen reisen.
Kurz vor Rastatt stellte sich dann die Frage wo wir heute übernachten. Gerne hätten wir ein Stück hinter Rastatt etwas zum übernachten gefunden, aber das kann man sich ja leider nicht immer so ganz raussuchen.
Wir fuhren gerade eindeutig an einem Campingplatz, bzw. dessen Rückseite vorbei, zumindest sah man durchs Gebüsch Wohnwägen und vor allem Dauercamper. Aber keinen Weg, keine Chance dort hinzukommen. Dann kam ein Schild Freizeitzentrum, da könnte es hin gehen, aber wer weiß und eigentlich wollen wir auch noch weiter.
Wir trafen wieder auf ein Pärchen das wir schon mal gesehen hatten, die Frau schien in einer Karte zu blättern und ich fragte ob bei ihr Campingplätze eingezeichnet sind, aber auch bei ihr nicht. Dafür hatten sie ein I-Phone…
Sie waren so nett mal für uns zu schauen und bis Karlsruhe gab es nur den einen. Karlsruhe war nun aber wirklich zu weit für uns!
Also doch zu dem Freizeitzentrum, wir wussten ja nun wenigstens wie man zu dem Campingplatz kommt und weit von hier aus ist es auch nicht. Der Campingplatz sah schon von außen gut aus, allerdings auch teuer und so wars dann auch. Und als erstes bekamen wir gesagt was wir mit den Hunden alles nicht dürfen und das für einen echten Wucherpreis für die Hunde!
Hier bekamen wir einen Stellplatz zugewiesen, leider einen nicht ganz am Rand, auch wenn links und rechts von uns frei blieb, so gab es hier doch leider keinerlei Schatten für die Hunde.
Später sollten welche hinter uns kommen und machten uns direkt mal blöd an. OK, eigentlich fragten sie nur ob die Hunde, die kurz angebunden waren! Beißen, aber das in einem derart aggressiven Ton…
Als ich ihnen in ähnlichem Ton antwortete das sie nicht beißen sondern im ganzen Schlucken, waren sie Beleidigt und fuhren uns richtig an. Es wäre ja nur eine Frage, schließlich sei es ganz normal das Hunde beißen??? Geht’s noch, das war echt zu viel des Guten. So mischte sich dann auch noch ein Dauercamper mit Hund ein und wir hielten uns raus, ich glaube ich wär explodiert. Schließlich zogen sie von dannen, hier wollten sie nicht bleiben, gut so!
Wir genossen die heiße Dusche, die hier wenigstens für umme war und dann das gemütliche Essen.
Nachts war es erst mal doch ganz schön warm im Zelt und dann kam ein ordentliches Gewitter und wir sicherten erst mal noch etwas die Sachen außerhalb des Zeltes. Fyn fand das Gewitter erst mal auch nicht so gut, als es aber dann wirklich da war, schlief er friedlich ein.
Am nächsten Morgen mussten wir allerdings feststellen das Fyn Anhänger trocken, Nuks aber doch gehörig nass war.


4. Tag: Rastatt-Plittersdorf - Germersheim (72 km)
Donnerstag der 30.08.2012: leider nicht das beste Wetter
Bei nun nicht mehr ganz so tollem Wetter ging es weiter am Rhein entlang. Jill durfte aufgrund ihrer Pfotenverletzung erst mal nicht laufen, sondern musste ins Körbchen, was sie aber alles andere als in Ordnung fand. Die Jungs durften laufen, das ging gar nicht und so veranstaltete sie ein Pinskonzert erster Güte, bis es einfach zu viel war und wir entschieden sie, solange sie normal läuft, laufen zu lassen und zum Glück gab es keine Probleme.
Leider fing es dann an zu regnen, aber wir kamen dann schon an einem Häuschen (keine Ahnung von was) vorbei, das eine Metalltür mit kurzer Überdachung hatte. Dort machten wir dann Frühstückspause. Nuk und Fyn sahen allerdings fürchterlich aus, die komplette rechte Seite voller Kletten, vor allem bei Fyn. Unmengen, wie soll ich die nur jemals wieder raus bekommen?
Dann ging es bei trübem Wetter auf dem Rheindamm entlang, so dass wir den Rhein nun nicht mehr immer sahen.
Schließlich erreichten wir die Fähre mit der ich damals als ich zu Fuß hier war übergesetzt war. So lernte Pepe nun auch noch fast die ganze Etappe von damals kennen.
Und dann gings nach Karlsruhe, durch Baustellen und schließlich blieb uns die Entscheidung 5 km Umweg zu fahren oder die Fahrräder Treppen hoch und runter zu tragen. Was mit den Hängern gar nicht so einfach ist, vor allem da Fyns Hänger nicht so wirklich einfach ab und vor allem dran ans Fahrrad geht und wir ihn somit nicht abmachen wollten.
Aber mit ein bisschen Einfallsreichtum und zu 2. Schaffen wir das dann.
Danach geht’s wieder am Rhein und dann auf dem Hauptdeich weiter. Schließlich erreichen wir, das Wetter wird wieder schlechter, es nieselt wieder, die Stelle wo wir früher öfters mit den Zoo Suchlern auch Gassi waren. Vor uns tauchen 2 Hunde auf und wir machen langsam damit sie eine Chance haben ihre Hunde einzufangen. Und dann trau ich meinen Augen kaum, das ist doch Amira. Und tatsächlich, es ist Tina mit Amira, die mir noch vor kurzem nach Ewigkeiten mal wieder geschrieben hatte. Was ein toller Zufall. So wird natürlich erst mal ein ausgiebiger Schwatz gehalten!
Dann geht es weiter durch die Altrheinauen. Wirklich schön hier.
Und schließlich wieder an den Rhein vor, damit die Hunde trotz des schlechten Wetters auch noch ihren Wasserspaß bekommen.
Und dann kommt die Umleitung, und das sieht heftig aus! Zum Glück treffen wir auf einen älteren Mann der uns eine bessere Umleitung erklärt und so geht es durch herrlichen Wald und plötzlich sind wir wieder auf dem Rheinradweg, hä wie ging denn das jetzt? Der sollte doch eigentlich hier gar nicht sein?
Und endlich sind wir an der Brücke nach Germersheim. Von dort aus sehen wir auch ein großes Aldi Schild, dem wir dann erst mal folgen. Schnell Abendessen einkaufen, während die Hunde in den Hängern unsere Fahrräder bewachen. Danach suchen wir uns einen Weg an durch Germersheim und treffen schließlich an den Kreisel wo wir auch schon auf dem Hinweg waren, von hier aus kennen wir nun den Weg zu der Wiese vor dem Dauercamperplatz auf der wir direkt am See eine weitere Nacht verbringen.
Ziemlich erledigt, irgendwie war es heute auch wieder ein langer Tag (waren ja auch wieder 70 km) erreichen wir die Wiese und bauen unser Zelt auf.
Am Kiosk besorgt Pepe erneut frisches Wasser, die Hunde werden versorgt, wir gehen noch eine kurze Runde am See entlang Gassi und dann nicht all zu spät ins Zelt.


4. Tag: Germersheim - Quaichtalradweg - Offenbach an der Quaich - Südpfalzradweg - Neustadt (60 km)
Donnerstag der 30.08.2012: leider nicht das beste Wetter
Heute war also unser letzter Tag. Und die Sonne lachte wieder!
Wir hatten uns entschieden nicht mehr bis Speyer hoch zu fahren, sondern von Germersheim aus quer durch die Ebene nach Neustadt. Wir hatten eine Broschüre mit Radwegen gefunden und uns so den Quichtalradweg Richtung Landau und anschließend den Südpfalzradweg auserkoren.
Also hieß es erst mal auf den richtigen Radweg zu kommen. Aber wir hatten ja ein Bild von der Karte und so war das kein Problem. Der Quichtalradweg war zwar etwas verwirrend, ich hatte mehrfach das Gefühl im Kreis zu fahren, aber ansonsten wirklich schön. Es ging herrlich durch den Wald, das Wetter war gut und noch wenig los.
Und schon erkannten wir den Wald wieder, hier hatten wir vor kurzem eine Letterbox gesucht!
Doch dann verschlechterte sich das Wetter und nachdem wir zum 3. Mal an der selben Joggergruppe, die waren ganz schön flott, vorbei sind, fing es auch noch an zu Regnen. Und inzwischen waren wir in offenem Feld und hatten gerade an der Quaich an einer netten Bank angehalten. Und so machten wir unsere Frühstückspause im Regen, zum Glück war es ein nur recht kurzer und nicht allzu heftiger Schauer.
Wir waren an einer Sperre die die Quaich in 2 Bäche aufteilte, schon vor Jahrhunderten eingerichtet um ein ansonsten trockenere Gebiet zu versorgen.
Nachdem die Hunde nun nochmal eine Runde durch die Felder und den Wald laufen durften kam die erste Katastrophe kurz vorm nächsten Ort. Fyns Hänger schien kaputt zu sein, ein abgebrochener reifen, aber es stellte sich heraus das er sich nur irgendwie gelöst hatte. Was ein Schreck.
Nachdem wir nun im Ort erst mal den Abzweig auf den Südpfalzradweg suchten, diese auch schließlich fanden, aber nicht so recht wussten in welche Richtung wir nun weiter müssen, schafften wir auch diese Hürde. Aber es sollte nicht die letzte gewesen sein, die Beschilderung des Südpfalzradweg ist sehr abenteuerlich und auch im Nachhinein nicht nachzuvollziehen.
So landeten wir in Bronheim, es war nun doch recht anstrengend, da es nicht immer nur eben war. Hier ging es von der Hauptstraße rechts hoch, dann wieder rechts um dann erneut rechts wieder runter zu gehen und schließlich standen wir an derselben Stelle wie vorher. Also wieder zurück hoch, ächtz und nun? Doch wieder runter, nein, hier gehte s nicht weiter??? Schließlich fanden wir oben ein Schild, orientierten uns und entschieden uns einen Weg bis auf die Hauptstraße zu suchen und von dort aus dem Weg weiter zu folgen. Irgendwie kamen wir dann dort an, als dann der Weg aber das nächste Mal zum nächsten Ort abbog, entschieden wir uns den Radweg, Radweg sein zu lassen und lieber der Strasse zu folgen, auf weitere Umwege bergauf und runter hatten wir keine Lust mehr,. Es ging genug hoch und runter!
Und so folgten wir der Strasse Richtung Heimat.
Und da viel uns auf das wir ja gar keinen Haustürschlüssel haben und Papa ja gar nicht zu Hause ist. Mist, was nun?
Erst mal nach Hause, dann sehen wir weiter. Kurz vor Neustadt wurden die Hunde wieder ausgepackt, sie durften uns gerne noch ein wenig helfen. So kamen wir erstaunlicherweise wirklich bis zum heimischen Berg, den fahr ich ja noch nicht mal ohne Hänger und Gepäck hoch. Hier ließen wir die Hunde am Fahrrad und schoben und das klappte erstaunlich gut! Und so erreichten wir schon am späten Mittag unser Ziel. So schnell ist es wieder rum. Nun musste nur noch Papa angerufen werden und uns rein lassen.
Alles in allem war es doch noch ein super Urlaub, auch wenn es nach dem ersten Tag so gar nicht danach aussah. Wir mussten zwar unsere Erwartungen an die Streckenleistung zurück schrauben, aber ansonsten hat alles besser geklappt als erwartet.
Am Ende war nur ein kleines Loch im Fliegengitter von Nuks Hänger und ein gebrochener Springer zu beklagen. Zudem hatten wir, da Fyn 2 mal während der Fahrt ausgestiegen war gelernt das man ihn wohl besser mit einer Leine sichert, auch wenn er es dann nicht mehr versucht hat und sich immer mehr beruhigt und entspannt hat. Es war klar das es mit Fyn etwas dauert.

 

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